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Wirtschaftskammer zu Einkommensberichten: Weitere bürokratische Hürden für Betriebe kommen nicht in Frage

Gleitsmann: Verschärfungen bei Einkommensberichten erhöhen nicht das Einkommen von Frauen, sondern führen nur zu noch mehr Belastungen

„Angesichts der nach wie vor fragilen Wirtschaftsentwicklung und einer anhaltend schwierigen Situation am Arbeitsmarkt ist es unvertretbar, die Betriebe mit noch mehr bürokratischen Auflagen zu quälen. Entlastung statt noch mehr Belastung ist angesagt“, hält Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest und erteilt damit der Forderung von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach Verschärfungen bei Einkommensberichten eine klare Absage.

Die von der Bundesministerin durchgeführte Evaluierung und der jüngste Bericht des Sozialministeriums zur Einkommensverteilung in Österreich zeigen klar, dass etwaige Einkommensunterschiede nicht auf Diskriminierungen oder mangelnde Transparenz zurückzuführen sind, sondern auf eine Vielzahl anderer Gründe. Das sind insbesondere die Berufswahl, Branche, Tätigkeit, Vorerfahrung oder Karriereunterbrechungen. Verschärfungen würden nur zu noch mehr Belastungen für Betriebe führen, „in der Sache aber nichts bringen“, so Gleitsmann.

Rascheres Anheben des Frauenpensionsalters wichtiger

Unverständlich sei auch, „warum man auf der einen Seite die Beseitigung von Benachteiligungen von Frauen fordert, aber auf der anderen Seite wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Frauen kategorisch ablehnt“, stellt Gleitsmann zur Weigerung der Ministerin fest, das Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben. Dass Frauen deutlich früher als Männer in Pension gehen und damit aus dem Erwerbsleben aussteigen führt dazu, dass sie die einkommensbesten Jahre verlieren, die ja meist am Ende des Berufslebens kommen.

„Um die Einkommenssituation von Frauen tatsächlich und auch nachhaltig zu verbessern sind nicht weitere Belastungen für Betriebe, sondern der Abbau von Stereotypen bei der Berufswahl, das gezielte Ermutigen von Frauen zur Karriere und der Ausbau des Angebots an Kinderbetreuungsmöglichkeiten notwendig“, betont Gleitsmann abschließend. (PWK1017/SR)

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