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Tourismusbranche sieht Angriffe der Gewerkschaft als reinen Aktionismus

Ribing: „Tourismusbetriebe können keine gpa-Folder zum Frühstück servieren!“

„In Ausnahmesituationen sollte man zusammen halten. Das, was die Gewerkschaft hier veranstaltet, ist nicht Sozialpartnerschaft sondern Sozialfeindschaft“, kritisiert Rainer Ribing, Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Vorgangsweise der Gewerkschaft gpa im Zusammenhang mit der Öffnung von drei ADEG Großmärkten (AGM) im Salzburger Pongau und Pinzgau am vergangenen Sonntag. Die angesprochenen Märkte waren von 7:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet, nachdem vorrangig Betriebe des Hotel- und Gastgewerbes wegen der besonderen Feiertagssituation bereits massive Engpässe an Waren hatten und für eine Öffnung plädiert hatten. Ribing: „Die österreichischen Tourismusbetriebe müssen ihren Gästen Top-Dienstleistungen bieten und Waren, die knapp werden oder gar ausgehen, rasch wieder nachkaufen können. Oder sollen sie statt einem Frühstücksbuffet Folder der gpa auflegen? Welcher Gast würde das verstehen, noch dazu, wo in den Tourismusgebieten auch viele Einzelhändler selbstverständlich am Sonntag geöffnet haben?“

Dieser Sonntag war eine Ausnahmesituation und deshalb plädiert Ribing als Vertreter von 90.000 Tourismusbetrieben an die Gewerkschaft, sich wieder einer sachlichen Beurteilung zuzuwenden. Noch dazu, wo sich nach Angaben der ADEG Geschäftsführung die Mitarbeiter freiwillig für den halbtägigen Sonntagsdienst gemeldet hatten. Für den halben Tag wurden 100 Prozent Überstundenzuschläge sowie ein ganzer Tag Zeitausgleich vereinbart. Daher hätten sich auch mehr Mitarbeiter gemeldet als notwendig waren. Die Aktion war auch nicht auf Dauer, sondern auf diesen konkreten Sonntag beschränkt.

Ribing: „In Sondersituationen braucht es auch einmal ‚unbürokratische‘ Lösungen. Unterm Strich wären alle Beteiligten mit der Vorgangsweise einverstanden gewesen: Die ADEG Märkte konnten ihre Dienstleistung an den Betrieben erfüllen und Engpässe verhindern, die Mitarbeiter in den Märkten haben sich freiwillig für einen ordentlichen Zuschlag entschieden und die Tourismusbetriebe konnten ihrerseits die Gäste perfekt servicieren.“ 

Die Ankündigungen der gpa in der APA, „für die ADEG Zell am See GmbH müsse es Höchststrafen geben und es solle ein gewaltiges Minus entstehen“, zeigen nur ein veraltetes Bild von Unternehmertum und seien „weder partnerschaftlich noch sozial“. Die Wirtschaftskammer werde ihre Mitgliedsbetriebe jedenfalls auch weiterhin dabei unterstützen, sich gegen einen derartigen inszenierten Aktionismus zur Wehr zu setzen. (PWK1016/BS)

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