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WKÖ begrüßt Teilerfolg bei WTO-Verhandlungen

Heimische Wirtschaft wird vom erweiterten Zollabbau auf IT-Produkte profitieren.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt den ersten Durchbruch bei den Verhandlungen im Rahmen der 10. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO, welche diese Woche (15.-18.12.) in Nairobi/Kenia über die Bühne geht. Im Rahmen von plurilateralen Verhandlungen haben sich 53 WTO-Mitgliedsländer gestern auf den Zollabbau einer erweiterten Liste von IT-Gütern geeinigt. Bereits im Juli 2015 kam es diesbezüglich zur entscheidenden politischen Einigung über den Umfang der Güter, offen war jedoch der Zeitplan für den Zollabbau. Nunmehr haben sich die Verhandlungspartner darauf verständigt, bereits am 1. Juli 2016 mit dem Zollabbau zu beginnen und bis spätestens 2019 den Zollsatz auf beinahe alle 201 Produkte der IT-Güterliste auf null zu setzen. Das Spektrum der vereinbarten Güterliste umfasst neben Halbleitern, Elektrogeräten oder GPS-Navigationssystemen auch hochentwickelte medizinische Produkte. 

„Nicht nur Konsumenten werden vom Wegfall der Importzölle durch bald günstigere Preise auf Navigationsgeräte und Unterhaltungsprodukte profitieren können, sondern auch die österreichische IT-Branche, die in Zukunft mit einem erleichterten Zugang bei der Verarbeitung elektronischer Komponenten und mit einer verstärkten Nachfrage ihrer elektronischen Produkte und Apparate in Drittländern rechnen kann“, betont Ralf Kronberger, Leiter der Abteilung für Finanz- und Handelspolitik der WKÖ. 

Abkommen gibt Mut für Beitritt weiterer WTO-Mitglieder

Schätzungen zufolge soll das neue Abkommen auf ein jährliches Handelsvolumen im Wert von 1,3 Billionen US Dollar Anwendung finden. Das entspricht etwa zehn Prozent des Welthandels und beinahe 90 Prozent des weltweiten Handels mit IT-Gütern. Die Zollabschaffung wird aufgrund der Anwendung der Meistbegünstigung allen WTO-Mitgliedern zugutekommen. Das Abkommen ist nicht exklusiv, sondern ist für den Beitritt der übrigen WTO-Mitglieder jederzeit offen. „Der erfolgreiche Abschluss des IT-Abkommens zeigt, dass trotz schwieriger Verhandlungssituationen und unterschiedlicher Interessen die WTO Erfolge im Bereich der Marktöffnung erreichen kann. Dieses Abkommen gibt Mut und Zuversicht auch für erfolgreiche Abschlüsse  auf multilateraler Ebene und den Beitritt weiterer WTO-Mitglieder zu diesem Abkommen“, so Kronberger abschließend. (PWK1005/BS)

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