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Leitl: Erholung der heimischen Wirtschaft aktiv beschleunigen

Zartes BIP-Wachstum mit gezielten Anreizen für Wachstum und Entlastung unterstützen

„Dass nun für 2016 die Wachstumsprognosen für Österreich angehoben werden, ist die gute Nachricht zu Jahresende. Denn damit würde die seit nunmehr 4 Jahren andauernde Stagnation beendet. Es muss aber klar betont werden, dass für dieses Wachstum in weiten Teilen die höheren Konsumprognosen aufgrund von Migration und Steuerreform verantwortlich sind“, betonte heute, Donnerstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. Der Wirtschaftskammer-Präsident begrüßt „den Optimismus der Wirtschaftsforscher“ und hofft, dass dadurch ein Beitrag geleistet wird, „um die allgemeine Stimmung im Bereich der derzeit noch fehlenden Investitionen zu heben. Damit die Prognosen im Gegensatz zu vergangenen Jahren aber auch Wirklichkeit werden, gilt es nun entsprechende Wachstumsimpulse zu setzen.“   

Leitl: Erarbeiten statt erhoffen ist das Gebot der Stunde

„Wir wissen aus vorliegenden Studien“, so Leitl, „dass sich die Nettoinvestitionsquote seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent verringert hat. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein und damit die Erfolge im Export halten zu können, müssen die Unternehmen wieder Zukunftsinvestitionen setzen. Denn der Export und der Investitionsbereich sind klassische Wachstumstreiber“, so der WKÖ-Präsident, der darauf verwies, dass auch das IHS die Gefahr sieht, dass die Unternehmen weiterhin lediglich Ersatzinvestitionen tätigen. Nach der Steuerreform als Impuls für den Konsumsektor, müssten jetzt zwingend Maßnahmen im Bereich der Investitionen erfolgen. Leitl: „Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Erarbeiten statt erhoffen ist das Gebot der Stunde. Die Fortführung des Handwerker-Bonus wäre ein erstes ermutigendes Signal. Die Wohnbau-Offensive müsste dann in der konkreten Umsetzung sehr rasch folgen.“ Weitere sinnvolle Maßnahmen seien die Ermöglichung einer degressiven Abschreibung für Abnutzung, die Einführung eines Investitionsfreibetrages oder die Umsetzung des Beteiligungsfreibetrages für private Investoren. Und die politische Zusage eines sofort wirksamen Belastungsstopps wäre eine positive  Basis für die Zuversicht der Betriebe. (PWK1004/us)

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