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WKÖ-Gleitsmann: Beim Pensionssystem bei den Fakten bleiben und nicht Selbständige schlechtreden

Selbständige gehen um 2,3 Jahre später in Pension als Arbeitnehmer

„In Abwehr einer Pensionsreform schlägt man offenbar um sich, statt sich mit den Fakten zu befassen“, kommentiert  Martin Gleitsmann die Behauptung, die Pensionen der Selbständigen müssten vom Bund viel stärker subventioniert werden als jene der Arbeitnehmer. Tatsächlich bestehen Unterschiede beim Deckungsgrad, die sich aber ganz klar mit Wanderversicherungsverlusten erklären lassen:

Die meisten Selbständigen waren früher Arbeitnehmer und haben als solche Beiträge einbezahlt. Sie gehen aber als Selbständige in Pension. Die SVA bezahlt daher die gesamte Pension, ohne dass sie jemals die Beiträge erhält, die der Selbständige als Arbeitnehmer bezahlt hat. Ohne diese Wanderversicherungsverluste wäre der Deckungsgrad bei Selbständigen auf dem selben Niveau wie bei den Arbeitnehmern. Selbständige gingen 2014 im Schnitt um 2,3 Jahre später in Pension als Unselbständige. 

„Dass man das Pensionssystem ansonsten gern schönfärbt, ist auch daran erkennbar, dass man entweder ganz kurzfristig rechnet oder gleich auf das Jahr 2060 springt. Die Zeit von 2020 bis 2035, in der die Baby-Boomer in Pension gehen und das System gefährlich belastet wird, wird völlig ausgeblendet“, warnt Gleitsmann. (PWK099/RH)

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