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FCIO zu Medikamentenkosten: Dank Solidarbeitrag der Pharmaindustrie keine Finanzierungslücke vorhanden

Seriöse Zahlenangaben rund um VO-EKO-Verhandlungen zwischen Pharmaindustrie und Hauptverband für konstruktive Zusammenarbeit nötig

Ein höfliches Ersuchen, bei den Tatsachen zu bleiben, richten die Unternehmen des Fachverbands der Chemischen Industrie (FCIO) an Mag. Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse. „Es gibt keine Finanzierungslücke in der angegebenen Höhe. Die heute vom Hauptverband präsentierten Zahlen für 2015 zeigen, dass wir mit unserer Prognose vom Spätsommer recht behalten haben: Das Wachstum der Medikamentenkosten 2015 war mit 5,4% deutlich unter den monatelang von Kassenvertretern getrommelten Szenarien“, stellt FCIO-Geschäftsführerin Sylvia Hofinger fest. 

Die letzte Woche in den Raum gestellten Summen lassen befürchten, dass rund um die Ende Jänner begonnen Verhandlungen zur Modernisierung des Erstattungskodex erneut defizitäre Bereiche querfinanziert werden sollen, anstatt Sparmaßnahmen im eigenen Haus umzusetzen. Hofinger: „Wir weisen seit Monaten auf die zahlreichen Einsparungspotenziale bei den Krankenkassen hin. Die Liste ist lang und reicht von den Verwaltungskosten bis zum Betrieb der kasseneigenen Einrichtungen. Allerdings werden diese Vorschläge geflissentlich übersehen. Auf der anderen Seite wird scheinbar versucht, mit dem Nennen von nicht nachvollziehbaren Finanzierungslücken den Druck auf die Industrie zu erhöhen und politisch eine Sanierung mit fremden Mitteln vorzubereiten.“ 

Dies geschehe vor dem Hintergrund eines verlängerten Rahmen-Pharmavertrags, der 2016 die Rekordsumme von 125 Millionen Euro an Solidarbeiträgen von der Industrie für die Kassen vorsieht. Auf der anderen Seite wurden jüngst Berichte in den Medien publik, wonach die heimischen Krankenkassen ein Reinvermögen in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufweisen. „Alle Mitglieder der Selbstverwaltung haben das gemeinsame Interesse, die Mittel der sozialen Krankenversicherung so effizient wie möglich einzusetzen sowie Innovationen im Therapiebereich so rasch wie möglich zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.“ Die Verhandlungen der kommenden Wochen und Monate sollten auf diesem Konsens aufbauen und nicht auf Zahlen-Polemik.

Der Fachverband der  Chemischen Industrie ist die gesetzliche Interessensvertretung der produzierenden Pharmaindustrie in Österreich. Diese stellt mit 15.000 Arbeitsplätzen und einer Exportquote von 75% einen wichtigen Pfeiler der heimischen Industrie dar. (PWK096/US)

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