th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Klares Nein zu einer neuen Bürokratie-Keule für unsere Gastwirte

Gesetzlich verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie passt nicht zu den Forderungen der Landwirtschaft nach Bürokratieentlastung

Im Zuge der Wintertagung der Landwirtschaftskammer hat LK-Präsident Schultes ein Forderungspaket präsentiert. Darin wird von der Politik unter anderem „Bürokratieabbau“ eingefordert, gleichzeitig aber auch eine Herkunftskennzeichnung für Fleisch und Eier in der Gastronomie nach „Schweizer Vorbild“ verlangt. 

„Die Wirtschaft unterstützt ganz klar Forderungen nach Abbau bürokratischer Hürden. Wenn die Bauern ihre Forderung nach Bürokratieentlastung jedoch wirklich ernst meinen, müssen sie sich aber von der gebetsmühlenartig verlangten gesetzlich verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für die Gastronomie verabschieden“, stellt Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, klar.  

Schweiz zeigt vor: Mehr Bürokratieaufwand nach Kennzeichnung

Dass eine solche Herkunftskennzeichnung zu einer weiteren Bürokratielawine für die Gastronomie führt, zeigen nämlich die Erfahrungen der Schweizer Kollegen. Diese kämpfen nun dagegen an, dass die derzeit nur für Fleisch gesetzlich vorgeschriebene Herkunftskennzeichnung auch noch auf alle anderen Zutaten ausgedehnt wird.  

Es sei grundsätzlich verständlich und legitim, dass sich die heimischen Bauern einen höheren Absatz von heimischen Lebensmitteln in Österreich wünschen, so der Fachverbandsobmann. „Es kann aber nicht sein, dass dafür die Gastronomen als ihre Abnehmer die Zeche in Form von weiteren Zwangsauflagen zahlen sollten.“  

JA zu sinnvolle Maßnahmen - Ohne gesetzlichen Zwang

Der WKÖ-Fachverband arbeitet kooperativ und unterstützt zahlreiche Initiativen, die zur Information des Gastes über Produktherkunft beitragen. Ein Beispiel ist das AMA Gastrosiegel: Damit sind derzeit über 1.300 Betriebe ausgezeichnet, die sich auf freiwilliger Basis und eigene Kosten strengen Kontrollen unterwerfen. „Hier wäre durchaus auch noch Potenzial vorhanden, wenn die AMA ihre Kostenbeiträge für die Kontrolltätigkeit absenkt“, schlägt Pulker vor und unterstreicht die Kooperationsbereitschaft der Gastronomie: „Wir unterstützen alle sinnvollen Maßnahmen, solange diese der Autonomie der Betriebe überlassen bleiben und nicht auf gesetzlichem Zwang basieren.“  

Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 60.000 Gastronomiebetriebe mit über 140.000 Beschäftigten. Mit einem Umsatz von ca. 8,8 Mrd. Euro leisten sie einen wertvollen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft. (PWK073/PM)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2015

Countdown läuft: Noch 28 Tage bis zum 13. Österreichischen IT & Beratertag

„Der Österreichische IT & Beratertag - Branchenevent für Entscheidungsträger“: UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl lädt am 26.11.2015 in die Hofburg in Wien mehr

  • Archiv 2015

Stipendien „Zukunft | Wirtschaft 2015“ verliehen

Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) prämiert Universitäts- und Fachhochschul-Absolventen für wissenschaftliche Arbeiten zu Themen Unternehmertum und Standort mehr

  • Archiv 2016

Investitionsoffensive für Europa: EIF und Bank Austria unterzeichnen ersten EFSI Deal mit 200 Millionen Euro für österreichische KMU

Europäische Investitionsfonds (EIF) und UniCredit Bank Austria unterzeichnen erste InnovFin KMU Vereinbarung in Österreich mehr