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US-Wintersporttrends : Leichtere Hightech-Ausrüstung, Tourengehen und Customization

Die Innovationen der österreichischen Wintersportindustrie sind auf Nordamerikas größter Wintersportexpo SIA gefragt

Die österreichische Wintersportindustrie war bei Nordamerikas größtem Treff der Wintersportindustrie wieder mit neuen Produktlinien und Innovationen vertreten. Die SIA Snow Show 2016 der SnowSports Industries America (SIA) fand heuer vom 28. bis 31.Jänner in Denver/Colorado statt, gefolgt von der On-Snow Demo vom 1. bis 2. Februar im Copper Mountain Resort. Das Vorordergeschäft der heimischen Wintersportunternehmen verlief bereits durchwegs positiv. Der zu Jahresbeginn einsetzende El Niño mit landesweiten Schneefällen und Kälteeinbrüchen wird der Wintersaison 2015/‘16 zusätzlich einen zusätzlichen Verkaufspush geben.

 

Die amerikanische Wintersport-Freizeitindustrie ist ein 67 Mrd. USD Business mit 900.000 Beschäftigten. In der Schisaison 2014/‘15 wurden in den USA Wintersportartikel im Wert von 4,5 Mrd. USD verkauft, um 2% mehr als in der Saison zuvor. Die größte Produktkategorie ist Bekleidung, die um 9 Prozent auf 1,8 Mrd. USD zulegte. Auch der Verkauf von Schibekleidungszubehör stieg um 5% auf über eine halbe Milliarde USD. Wintersportausrüstungen büßten allerdings im Vergleich zur Saison zuvor 7 Prozent ein und erzielten immerhin einen Umsatz von 839 Mio. USD. 

 

Von Atomic bis Zanier

 

Die österreichische Wintersportindustrie carvt am weltgrößten und hochkompetitiven US-Markt mit Innovationen auf einer schnellen Linie. Atomic ist in den USA nach Völkl die Nr. 2 im Schibusiness und stellte als Neuheit den leichtesten Schischuh der Welt vor. Atomic erhielt vom US-Skiteam und der SIA einen Award für die Unterstützung der US-Athleten. Mit Mikaela Shiffrin strebt Atomic die nächste große Weltcup Kristallkugel an. Blizzard legte im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 27% hin und rechnet mit einem Vorrücken auf Platz drei am amerikanischen Markt. Fischer ist Marktführer im nordischen Schisegment und Firma Head, die bei der Ski-WM 2015 in Vail und Beaver Creek die meisten Medaillen erzielte, führt die Umsatzzuwächse auf den PR-Effekt der Ski-WM zurück. Für Kästle ist die USA der wichtigste Absatzmarkt. Komperdell ist die führende Schistockmarke und stellte erstmals ultraleichte Powderstöcke vor. Auf reges Interesse stießen auch die Sonnen- und Schibrillen von Red Bull Racing Eyewear.

 

Eisbär Sportmoden geht mit feinen Abstimmungen und überraschenden Farbkontrasten in die neue Wintersportsaison. Die Tiroler DeeLuxe Sportartikel Handels GmbH war mit Snowboardschuhen vertreten. Zanier Sport peilt mit seinem neuen US-Partner eine Verdoppelung des Umsatzes an. Gefragt sind bei den Premium Outdoor-Handschuhen beispielsweise solche mit Tiroler Wolle und mit der einfach zu bedienenden Heizung. Vom zunehmenden Trend zum Schiverleihgeschäft profitiert Firma Wintersteiger. Die weltweite Nr.1 im Schi- und Snowboardservice schleift mit der variablen Winkeleinstellung als Messeinnovation die schärfste Kante und bietet dem Verleiher mit Schuhtrocknern, Schidepots, individueller Schuhanpassung bis hin zur Management-Software des Verleihgeschäftes ein komplettes Systemangebot.

 

Trends

 

Das in Europa beliebte Tourengehen kommt nach USA. Die Leichtbauweise im Tourensegment wird zum Innovationstreiber für den Alpinbereich. Schier und Schuhe werden immer leichter. Die Nachfrage nach individueller Gestaltung der Ausrüstung wie beispielsweise des Innenschuhs nimmt zu, "Customization" ist "in". Der Trend in Richtung Schiverleih setzt sich fort, wenngleich die USA von der hohen Marktdurchdringung in Europa noch weit entfernt ist. Babyboomer werden von den stark vernetzten Millenials als größte Wintersportgruppe abgelöst, was ein gezieltes Eingehen auf deren spezielle Bedürfnisse erfordert. Latinos, African Americans und die einkommensstarke asiatische Bevölkerungsgruppe sind potentielle Wintersportkandidaten, die mit gezielten Maßnahmen „abgeholt“ werden müssen, um die seit Jahrzehnten gleichbleibende „weiße“ Wintersportgemeinde zu vergrößern.

 

Marken zielen zunehmend mit leichteren Modellen und femininem Design auf die boomende weibliche Zielgruppe. 42 Prozent aller Wintersportteilnehmer in den USA sind Frauen, die in der Wintersportsaison 2014/15 über 1,4 Milliarden USD  ausgaben. Das sind 31 Prozent des gesamten Wintersportumsatzes und um fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Frauen kauften vor allem mehr Bekleidung, Schischuhe, Snowboards und Kopfbekleidung. Den höchsten Frauenanteil haben Langlaufen (46%), Alpin (42%) und Snowboarden (38%). Frauen beeinflussen zu 95 Prozent Einkaufsentscheidungen in Haushalten. Bei Bekleidung sind leichte und atmungsaktive Materialien gefragt, die vor Kälte und Nässe schützen.

 

Amerikanische Kunden im Premiumbereich sind im Vergleich zum europäischen produktorientierter und möchten mit dem letzten Stand an Hightech ausgerüstet sein. Die österreichische Wintersportindustrie festigt ihre Position am hochkompetitiven US-Markt mit laufenden Produktneuheiten, dem Eingehen auf Kundenwünsche und einem Gespür für Trends sowie exzellentem Service. Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch die persönliche Kontaktpflege. (PWK065/JR)

 

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