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EL-MOTION 2016: E-Mobilität funktioniert, davon ist die Community ist überzeugt

Fachkongress zu Elektromotorisierungstechniken zeigt: Die Produkte sind da, die Erfahrungen sind da, die Praxis lebt es vor  - und der Umstieg rechnet sich!  

EL-MOTION, der von WKÖ, BMLFUW, BMWFW, Klima- und Energiefonds und Städtebund gemeinsam veranstaltete österreichische Fachkongress zum Thema Elektromotorisierungstechniken ist am 27./28. Jänner 2016 erfolgreich in die sechste Runde gegangen. Der zweitägige Kongress mit 24 Fachvorträgen, zwei Diskussionsrunden und begleitender Ausstellung bot auch diesmal den Teilnehmern die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Technik zu informieren und themenspezifisch miteinander zu vernetzen. 

Mit Erdöl kann man etwas Sinnvolleres machen

Mit einer "elektrisierenden" Keynote begrüßte Werner Gruber von den Science Busters die rund 250 Teilnehmer in Wien. Sein Vortrag spannte den Bogen von verschiedenen Antriebstechnologien - vom Schwungrad bis zum Ionenantrieb - über russisches Krapfen-Roulette bis zur Frage, ob ein Roboter, der selbständig in Wien unterwegs ist, eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel braucht. Dass man mit Erdöl etwas viel Sinnvolleres machen kann, als es in einem Fahrzeug zu verbrennen, liege auf der Hand. In 10 Jahren werde der Mensch nicht mehr Herr über das Fahrzeug sein, denn für das Selbstfahren sei die E-Mobilität prädestiniert, so sein Blick in die Zukunft. 

Die Vertreter der Träger der EL-MOTION und gleichzeitig starke Unterstützer der E-Mobilität, die Bundesministerien BMLFUW und BMWFW, der Klima- und Energiefonds, der Österreichische Städtebund und die WKÖ, diskutierten im Eröffnungspanel über bisher gemachte Erfahrungen und die aktuellen Herausforderungen für die E-Mobilität, die es jetzt zu meistern gilt. 

Ministerium für ein lebenswertes Österreich ist aktiver Förderer der Elektromobilität

Günter Liebel, Sektionschef im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, betonte mit Bezug auf das Pariser Klimaschutzabkommen, dass für eine Energiewende auch eine Mobilitätswende nötig ist. Die Forcierung der E-Mobilität ist ein wesentlicher Beitrag, um die Ressourcen- und Umweltprobleme des Verkehrs zu lösen und die Abhängigkeit von fossiler Energie zu reduzieren, aber auch, um die Effizienz im Verkehr zu steigern. Das BMLFUW unterstützt mit seinem klimaaktiv mobil Programm und dem Klima- und Energiefonds mit erheblichen Mittel die Förderung der E-Mobilität in Österreich. Durch das kommende Bundesgesetz für die Infrastruktur alternativer Kraftstoffe, das vom BMVIT mit BMLFUW und BMWFW ausgearbeitet wird, soll ein deutlicher Impuls für den Ausbau der Ladeinfrastruktur ausgehen. Von den Autoherstellern erwartet er ein wesentlich stärkeres Engagement, um eine große Palette preislich attraktiver E-Pkw auf den Markt zu bringen und Innovationen voranzutreiben. Das BMLFUW wird die Förderung der E-Mobilität in Österreich weiter vorantreiben. 

Neue Chancen durch Forschungskooperationen 

Michael Losch, Sektionschef im Wirtschaftsministerium, unterstrich die Bedeutung der heimischen Fahrzeugindustrie einschließlich der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche als Schlüsselindustrie, zumal in diesem forschungsintensiven Bereich eine Exportquote von 90 % zu finden ist. Um weiter erfolgreich agieren zu können, dürfen neue Entwicklungen nicht verschlafen werden. Beim Thema E-Mobilität ist natürlich auch der Blick auf das Energiesystem ein Gebot der Stunde. Auch wenn der österreichische Strommix im europäischen Vergleich wenig CO2-Emissionen auslöst, ist der Wasserstoff-Antrieb nicht außer Acht zu lassen, bei dem sich die Energiespeicherung einfacher gestaltet. Wasserstoff ist ein großes Forschungsthema, bei dem es in Form der Christian Doppler-Labors ausgezeichnete Kooperationen von Universitäten mit Unternehmen gibt. Dadurch ergeben sich Chancen für die heimische Wirtschaft, die es zu nützen gilt. 

7 Jahre Erfahrung in 7 Modellregionen

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth betonte, wie erfolgreich der seit Beginn gewählte Ansatz sei, die unterschiedlichen Mobilitätskonzepte im Alltag zu testen und damit Kundenverhalten und -bedürfnisse zu erheben. Dabei konnten in den Modellregionen E-Mobilität zahlreiche Erfahrungen gemacht und umfangreiches technisches, organisatorisches und wirtschaftliches Know-How aufgebaut werden. In den Modellregionen gab es anfänglich große Skepsis seitens der Bevölkerung. Daher galt es, sie einzubeziehen und die Bedenken gegen die E-Mobilität aus dem Weg zu räumen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen müssen nun mehr E-Fahrzeuge auf die Straße gebracht und auch die Ladeinfrastruktur verdichtet werden. Doch das stelle in gewisser Hinsicht ein Henne-Ei-Problem dar, weshalb auf beiden Seiten ein Anschub erforderlich sei, damit die Schwungmasse der E-Mobilität in Bewegung gebracht werden könne. 

Elektromobilität in Städten als Vorbildwirkung

Guido Dernbauer, Fachbereichsleiter Umwelt-Energie-Abfallwirtschaft im Österreichischen Städtebund, führte aus, dass Städte und Gemeinden durch den Einsatz von Elektromobilität im Bereich ihrer kommunalen Flotten jedenfalls eine Vorreiterfunktion übernehmen und dies auch tun. So zeigte sich im Rahmen der alle vier bis fünf Jahre durchgeführten Klimaschutzbefragungen des Städtebundes, dass sich in den letzten fünf Jahren (Vergleich 2008 zu 2013) die Anzahl der von Städten eingesetzten E-Fahrzeuge verdreifacht hat. Weiters gibt es viele Initiativen, wie der Einsatz von Hybridbussen in Klagenfurt oder St. Pölten, E-Car-Sharing in Salzburg oder Wiener Neustadt. Klagenfurt hatte beispielsweise im Projekt CEMOBIL insgesamt 66 Elektrofahrzeuge angeschafft. Durch solche Maßnahmen sei zudem eine 100%-ige Vorbildwirkung für die Bevölkerung gegeben. Der Einsatz der E-Mobilität werde aber nur dann erfolgreich sein, wenn er nicht isoliert und auf Einzelmaßnahmen bezogen erfolgt, sondern in die Verkehrs-, Stadt- und Energie(raum)planung der öffentlichen Hand integriert ist. 

Großes Interesse bestätigt den Fokus auf Wirtschaft und Kommunen

Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ, zeigte sich erfreut, dass die nunmehr sechste EL-MOTION mit dem starken Fokus auf Wirtschaft und Kommunen erneut den Treffpunkt für die E-Mobilitätskonzepte-Community darstellt: „Für Betriebe ist die Wirtschaftlichkeit ein entscheidender Faktor. Doch bei den derzeit niedrigen Treibstoffkosten ist eine reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nicht mehr ausreichend und demnach sind Förderungen zur Unterstützung notwendig.“ Wenig hilfreich sei daher die stetige Kürzung von Förderbudgets. Durch die neuen steuerlichen Rahmenbedingungen werde ein Schub erwartet, der durch das Energieeffizienzgesetz verstärkt werden könne. Denn damit wird der Saulus-Paulus-Effekt belohnt: Je mehr man früher verbraucht habe, desto höher ist nun der Bonus für den Umstieg auf effizientere Mobilität. Im Hinblick auf das Pariser Klimaabkommen müsse nun der Schwung genützt werden und beispielsweise unter Stakeholder-Einbindung eine Agenda für die Energie- und Umwelttechnik ausgearbeitet werden, damit auch mit den begrenzt verfügbaren Mitteln optimale Ergebnisse erzielt werden können. (PWK056/PM)

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