th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Bundesinnung Lebensmittelgewerbe erreicht Erleichterung für Handwerksbetriebe

Einzigartigkeit des Handwerks anerkannt, keine Verpflichtung zur Nährwertkennzeichung bringt deutlichen Bürokratieabbau.

Mit 13. Dezember 2016 wird es verpflichtend, bestimmte Nährwerte auf verpackten Lebensmitteln zu kennzeichnen. Darunter fallen Kalorien, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz, bezogen auf 100g oder 100ml. Das gibt die Lebensmittelinformationsverordnung der EU vor.  

Handwerkliche Unikate lassen sich nicht standardisieren

In langen Gesprächen, verbunden mit Lokalaugenscheinen bei typischen Gewerbebetrieben, ist es der Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe gelungen, eine Ausnahme des Handwerks von dieser Verpflichtung zu erreichen. „Endlich hat die Behörde anerkannt, dass handwerklich hergestellte Lebensmittel Unikate sind, die sich nicht standardisieren lassen“, so Bundesinnungsmeister Paulus Stuller. Für die kleinen Handwerks-Bäcker, -Konditoren oder -Fleischer hätte diese gesetzliche Auflage eine unüberwindbare Hürde dargestellt, denn jedes Handwerksprodukt hat eine unterschiedliche Zusammensetzung. Dazu Josef Schrott, Innungsmeister der Bäcker: „Bei Backwaren hängt es auch vom Wetter ab, wie sich der Teig verhält. Meine erfahrenen Bäcker dosieren alle Zutaten so, dass der jeweils beste Teig entsteht und das Geschmackserlebnis eines echten Handwerkerbrotes für die Kundinnen und Kunden garantiert werden kann.“ Der Wiener Fleischerinnungsmeister Erwin Fellner ergänzt: „Bei uns ist alles noch echte Handarbeit.“ 

Ausnahmeregelungen

Von der Kennzeichnungspflicht befreit sind Handwerksbetriebe, die ihre Erzeugnisse in ihrem eigenen Laden, in mobilen Verkaufsständen oder im Rahmen einer Hauszustellung unmittelbar an Konsumentinnen und Konsumenten abgeben. Auch Handwerksbetriebe, die im Gewerberegister in dieser Form eingetragen sind, müssen ihre verpackten Produkte nicht mit einer Nährwertkennzeichnung versehen, sofern ihre Produkte nur regional und punktuell vertrieben werden. Die Abgabe durch lokale Einzelhandelsgeschäfte ist von der Ausnahmeregelung ebenso umfasst, wie punktuelle Lieferungen an einzelne Geschäfte in Österreich. Ist ein Produkt allerdings in Supermärkten in ganz Österreich erhältlich, kann nicht mehr von einer lokalen Abgabe gesprochen werden und die Nährwertkennzeichnung muss auf das Produkt. (PWK055/BS)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Mandl: Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit ist zentral, um Eurozone stärker und krisenfester zu machen

Wirtschaftskammer sieht bei Debatte zur Stärkung der Eurozone im EU-Haus in Wien Strukturreformen als Um und Auf für mehr Wachstum und Beschäftigung mehr

  • Archiv 2016

WKÖ-Hotellerie begrüßt Reparatur des Meldewesens durch Ministerrat

Fachverbandsobmann Egger: wichtiger Beitrag für weniger Bürokratie und Erleichterung für österreichische Tourismuswirtschaft. mehr

  • Archiv 2016

Wie zufrieden Selbständige im Einzelhandel und womit sie unzufrieden sind

Austrian Entrepreneurial Index: Aktuelle Erhebung untersucht den Grad des Optimismus der Einzelhändler/-innen mehr