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WKÖ: Handwerkliche Arbeit wird endlich gewürdigt

Bundesspartenobfrau Scheichelbauer-Schuster: Ausnahmeregelung für handwerklich hergestellte Lebensmittel durch Gesundheitsministerin ist richtiger Schritt.

Für jede Pralinenart teure Laboruntersuchungen auf sieben Nährwerte – und das bei einer Pralinenschachtel mit 20 Sorten gleich 20 Mal. Die Prozedur beginnt jedes Mal von Neuem, wenn die Rezeptur auch nur geringfügig variiert wird. Dieses Horrorszenario für Handwerker ist im Lebensmittelbereich durch eine Entscheidung der Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser endlich gebannt! Oberhauser verfügte, dass handwerklich hergestellte Lebensmittel von der künftig verpflichtenden Nährwertkennzeichnung ausgenommen werden.  

Kreativität bislang in gesetzlichen Auflagen beinahe erstickt

„Bisher erstickten die österreichischen Lebensmittelhandwerker an einer Flut von Auflagen, die alle auf die Herstellung industrieller Massenwaren abgestimmt waren. Es wurde nicht erkannt, dass der Handwerker mit seinem persönlichen Einsatz, seinem Wissen und seinen Fertigkeiten besondere unverwechselbare Produkte schafft, die sich wohltuend von den Massenwaren abheben“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich haben den Wert der handwerklichen Leistungen schon längst erkannt und schätzen diesen. Die gesetzlichen und behördlichen Auflagen versuchten jedoch vielfach, dieses kreative Potenzial einzuschränken, um es mit den Standards für Massenwaren gleichzusetzen und nivellieren zu können.  

Dank neuer Verfügung Entlastung für tausende Handwerksbetriebe

Mit der jetzigen Verfügung für handwerklich hergestellte Lebensmittel zur Nährwertkennzeichnung folgt die Gesundheitsministerin einer Ausnahmemöglichkeit in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung. „Das Gewerbe und Handwerk in Österreich dankt daher der Gesundheitsministerin, dass sie handwerksgerechte Rahmenbedingungen bei der Nährwertkennzeichnung für handwerklich hergestellte Lebensmittel anerkannt hat“, so Scheichelbauer-Schuster. Das sei ein großer Schritt im Rahmen der so notwendigen bürokratischen Entlastung tausender Handwerksbetriebe im Lebensmittelbereich. „Diese Entscheidung für das Handwerk lässt mich optimistisch sein, dass die so notwendige Entlastung der Gewerbe- und Handwerksbetriebe, wie sie WKÖ-Präsident Christoph Leitl unermüdlich einfordert, auch in der betrieblichen Praxis spürbar wird“, resümiert Scheichelbauer-Schuster.  (PWK051/BS)

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