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Einzelhandels-Jahresbilanz 2015 zeigt ein Bild von Licht und Schatten

1,4% nominelles Umsatzplus – Handelsobmann Buchmüller: „Nominelles Umsatzplus kommt nicht immer an“ – Weiter steigende Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel

Die im Auftrag der Bundesparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführte Konjunkturbeobachtung im Einzelhandel zeigt für das Jahr 2015 einen leichten Aufwärtstrend: 2015 bringt dem Handel ein Umsatzplus von nominell 1,4%. Die Dynamik im Internet-Einzelhandel verstärkt das konjunkturelle Wachstum im gesamten Einzelhandel. Rechnet man zur nominellen Umsatzsteigerung im stationären Einzelhandel 2015 (+1,1%) den Anstieg im Internet-Einzelhandel (+7 %) hinzu, liegt das nominelle Umsatzplus gesamt bei 1,4%.  

„Allerdings: Wo Licht ist, da ist auch Schatten“, so Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Mittwoch, vor Journalisten. „Denn das nominelle Umsatzplus kommt real nicht immer an.“ Real betrug der Zuwachs im Einzelhandel im abgelaufenen Jahr 0,6%.  

Insgesamt betrug 2015 der Umsatz im stationären und Internet-Einzelhandel in Österreich 69,6 Milliarden Euro. Das geht aus der aktuellen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria hervor, die auf den Daten von mehr als 4.500 Geschäften basiert. 

Branchensieger 2015 ist Lebensmitteleinzelhandel 

Branchensieger 2015 ist mit deutlichem Abstand der Lebensmitteleinzelhandel: Die Branche hat über alle Quartale hinweg deutliche Umsatzzuwächse erzielen können und führt in drei von vier Quartalen 2015 das Branchenranking an. Der Lebensmitteleinzelhandel ist damit als umsatzstärkste Branche hauptverantwortlich für den konjunkturellen Aufwärtstrend des österreichischen Einzelhandels. Überdurchschnittlich gut hat sich im Jahr 2015 auch der Spielwareneinzelhandel entwickelt.  

Demgegenüber ist der Einzelhandel mit Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln in fast allen Monaten sowie im Weihnachtsgeschäft von Umsatzrückgängen gekennzeichnet.

Vergleichsweise schwach ist die Umsatzentwicklung 2015 auch im Schuh- und Bekleidungseinzelhandel ausgefallen. Im Umsatzergebnis zeigt sich die starke Wetterabhängigkeit der modischen Branchen, die im Vorjahr oftmals mit einer nicht jahreszeitgemäßen Witterung konfrontiert waren.  

Weiter steigende Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel 

Im Jahresdurchschnitt 2015 sind im österreichischen Einzelhandel etwa 327.600 unselbstständig Beschäftigte tätig. Gegenüber dem Vorjahr ist damit die Zahl der Einzelhandelsmitarbeiter/-innen um 0,4% - das sind 1.500 Beschäftigte – gewachsen. „Damit wird der Handel ein weiteres Mal seiner Rolle als einer der größten Arbeitgeber in unserem Land gerecht“, unterstreicht Handelsobmann Buchmüller. Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten im Einzelhandel in Österreich beträgt derzeit knapp über 47%.   

Umsatzwachstum auch im österreichischen Internet-Einzelhandel 

Die dynamische Konjunkturentwicklung im österreichischen Internet-Einzelhandel setzt sich weiter fort. Das bedeutet auch für 2015 ein Umsatzwachstum: Wie im Jahr 2014 verzeichnet der österreichische Internet-Einzelhandel einen Zuwachs von 7%. In Summe steigt der Jahresumsatz im österreichischen Internet-Einzelhandel 2015 um rund 200 Millionen auf rund 3,3 Milliarden Euro und erzielt damit 5% des gesamten Einzelhandelsvolumens in Österreich.  

Weihnachtsgeschäft 2015 leicht über dem Jahr davor 

Die Stabilität im stationären Einzelhandel und die Dynamik im Internet-Einzelhandel sichern im gesamten Weihnachtsgeschäft 2015 ein leichtes Umsatzplus von nominell 0,5%. Die Prognose aus der Zwischenbilanz nach dem 3. Einkaufssamstag bestätigt sich somit. Die Weihnachtsumsätze im Einzelhandel steigen damit insgesamt um 8 Millionen auf rund 1,625 Milliarden Euro, was 2,3% des Jahresumsatzes entspricht. 

Ausblick: Einzelhandel erwartet großteils stabile Geschäftsentwicklung 

Gefragt nach der Einschätzung für 2016, erwartet ein Großteil der heimischen Einzelhandler/-innen (76%) laut Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria für das heurige Jahr einen stabilen Geschäftsverlauf. Weiters rechnen 10% mit einer Verbesserung, 14% mit einer Verschlechterung. 

Von zentraler Bedeutung für den Einzelhandel wird die Entwicklung der privaten Konsumausgaben sein. 2016 sollen die Konsumausgaben der privaten Haushalte laut Wifo erstmals seit Jahren wieder deutlich zunehmen. Es bleibt jedoch abzuwarten wie sich dies auf den österreichischen Einzelhandel auswirken wird. (JR)

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