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Motor der Energieeffizienz: Projekte der EUREM-Energiemanager sparen 1 Milliarde kWh Strom

Bereits 643 Fachkräfte in Österreich mit EUREM-Ausbildung – im jüngsten Lehrgang erarbeitete Projekte lösen Investitionen von über 6 Mio. Euro aus

In vielen kleinen und großen Schritten verbessern österreichische Unternehmen laufend ihre Energieeffizienz. Als kraftvoller Motor dafür erweisen sich immer mehr die Ausbildungen zum Europäischen Energiemanager (EUREM). Dieser Tage wurde das begehrte Zertifikat in Vorarlberg an 24 und in Wien an 30 frisch gebackene Europäische Energiemanager verliehen. „Damit sind weltweit bereits mehr als 4.500 Europäische Energiemanager in 26 Staaten tätig – 643 davon in Österreich. Das sichert uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Nationen. Jeder Energiemanager ist ein Garant für effizienten Umgang mit Energie in Unternehmen und leistet so einen wertvollen Beitrag zur kosteneffizienten Annäherung an die europäischen Klima- und Energieziele“, betont Stephan Schwarzer, Leiter der umweltpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, die die EUREM-Ausbildung in Österreich unterstützt. 

Praxistaugliche Lehrgangs-Projekte sparen Energiekosten

Die hohe Umsetzungsrate der Projekte (im Bereich von 80 bis 85%) beweist die Praxistauglichkeit des Lehrgangs eindrucksvoll. Industrielle Projekte, die die Fertigungsprozesse modernisieren, rechnen sich häufig innerhalb zwei Jahren, nicht wenige verdienen den Investitionsaufwand durch eingesparte Energiekosten sogar innerhalb von 12 Monaten zurück. 

Wie vielfältig die Lösungen der EUREM-Energiemanager sind, zeigen die im Kurs ausgearbeiteten Projekte - hier einige Beispiele aus der Praxis:

  • Einsatz modernster Pumpen und Ventilatoren

  • Vermeidung von Anfahr- und Abfahrverlusten durch Umstellung auf kontinuierlichen Dreischichtbetrieb

  • Optimierung der Fahrpläne energieverbrauchender Einrichtungen

  • Bereitstellung kostbarer Regelenergie in Österreich durch Industriebetriebe

  • Wärmerückgewinnung aus der Trocknerabluft einer Produktionsanlage

  • LED-Beleuchtung und tageslichtabhängige Lichtregelung einer Produktionshalle

Die im jüngsten EUREM-Lehrgang erarbeiteten Projekte lösen Investitionen von mehr als 6 Mio. Euro aus, denen in Summe jährliche Energiekostenersparnisse von rund 2,8 Mio. Euro gegenüberstehen. Rund 58.000.000 Kilowattstunden Energie werden dadurch eingespart. Zum Vergleich: Das ist etwa so viel wie der Jahresstromverbrauch der Stadtgemeinde Perg in OÖ mit rund 8.300 Einwohnern! Der Wert der Energieeinsparungen über alle bisherigen 28 EUREM-Lehrgänge und Energieträger in ganz Österreich hat die Schallmauer von einer Milliarde Kilowattstunden durchbrochen.  

EUREM-Energiemanager ebnen Wege für kosteneffizienteste Gesetz-Bewältigung

Aufgrund des Energieeffizienzgesetzes müssen die Energieversorger seit 1.1.2015 Einsparziele erfüllen und benötigen dazu Einsparmaßnahmen der Betriebe. Schwarzer: „Unsere betrieblichen Energiemanager heben mit ihren tollen Lösungen gleich in zweifacher Hinsicht Schätze: Zum einen sparen ihre Betriebe bei ihren eigenen Energiekosten eine Menge Geld - das schont die Umwelt. Zum anderen können sie die Einspareffekte nach dem neuen Energieeffizienzgesetz an Energieversorger verkaufen, damit diese ihre Einsparverpflichtungen kostengünstiger als durch Ausgleichszahlungen erfüllen können. Große Betriebe können die Vorgabe des Gesetzes, ihre Prozesse zu auditieren, mit internen Energiemanagern am besten erfüllen.“ 

Seit mittlerweile zwölf Jahren betreibt die WKÖ Kurse für fortgeschrittenes Energiemanagement. Die Nachfrage ist höher denn je. Mit 46 Energieexperten sind gerade die neuen Lehrgänge in Graz und Wien im Jänner 2016 gestartet. Mit den hier erworbenen Kompetenzen können diese Fachkräfte im betrieblichen Alltag Projekte entwickeln und realisieren, die mehr Geld einsparen als sie kosten. (PWK034/PM)

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