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2016 überrascht mit hohem Zuwachs bei Kfz-Absatz in Österreich - Pkw, Lkw besonders stark

Pkw-Neuzulassungen +6,8% gegenüber 2015 – Starke Steigerung bei Elektro-Pkw - Neuer Höchstwert bei Lkw-Neuzulassungen - Händler und Importeure erfreut über Zuwachs

Österreichs Automobilwirtschaft zeigt sich erfreut über die Kfz-Zulassungszahlen für das Jahr 2016, die heute, Mittwoch, im Vorfeld der Vienna Autoshow 2017 im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentiert wurden. Laut Statistik Austria überrascht 2016 mit einem hohen Zuwachs beim Kfz-Absatz in Österreich: „So verzeichnete die Anzahl der Neuzulassungen von Pkw - das ist die mit einem Anteil von 76,5 Prozent mit Abstand wichtigste Kfz-Art in Österreich - 2016 mit insgesamt 329.604 Fahrzeugen eine Steigerung von 6,8 Prozent und erreichte damit nach 2011 und 2012 den dritthöchsten jemals erhobenen Wert“, so Peter Laimer, stellvertretender Leiter der Direktion Raumwirtschaft der Statistik Austria.

Davon überrascht, aber naturgemäß auch erfreut zeigen sich die Vertreter des heimischen Fahrzeughandels sowie der österreichischen Automobilimporteure: „Die von der Statistik Austria erhobenen Zahlen sprechen eine klare Sprache“, so Klaus Edelsbrunner, der neue Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Mit einem Plus von 6,8% auf 329.604 Pkw und Kombi im Jahr 2016 liegen wir sehr gut - noch dazu, wo die Zahl der so genannten Kurzzulassungen gesunken ist.“ Gut und durchaus auf hohem Niveau entwickelt haben sich laut Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner auch die Gebrauchtwagenummeldungen in Österreich.

Individuelle Mobilität

Den Punkt Marktwachstum hebt Günther Kerle, der Vorsitzende und Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, hervor: „Auch mir erscheint es wichtig zu betonen, dass die Steigerung bei den Pkw-Neuzulassungen nicht wie in der Vergangenheit von den sogenannten strategischen Kurzzulassungen herrührt, sondern dass der echte Markt gewachsen ist. Das zeigt klar und deutlich den ungebrochenen Willen, nicht auf das Auto bzw. auf die individuelle Mobilität verzichten zu wollen – trotz der teilweise grotesk anmutenden politischen Diskussionen.“

Hier noch einige Details zum Pkw-Markt in Österreich: Der Anteil der dieselbetriebenen Pkw lag - gemessen an den Pkw-Neuzulassungen insgesamt - mit 57,3 Prozent im Jahr 2016 deutlich über jenem der benzinbetriebenen Pkw (40 Prozent). 2016 entwickelte sich - im Gegensatz zu den Jahren 2010 bis 2015 - der Dieselanteil gegenüber 2015 mit minus 1 Prozentpunkt rückläufig.

Deutliches Plus bei alternativen Antrieben

Gut entwickelt hat sich der Anteil der Neuwagen mit alternativen Kraftstoffarten und Energiequellen wie Benzin-Hybrid-Pkw oder Diesel-Hybride: Er ist von 1,9 Prozent im Jahr 2015 auf 2,7 Prozent bzw. 9.028 Stück (+ 53 Prozent) im Jahr 2016 gewachsen.

Stichwort Elektroauto: Vom enormen Anstieg bei den Neuzulassungen von Elektroautos in Österreich 2016 zeigte sich das Podium geschlossen erfreut: Laut Statistik Austria wurden 2016 mit 3.826 Stück um 128,1 Prozent mehr Elektro-Pkw neu zugelassen als noch 2015 (1.677). Der Absatz des Jahres 2016 ist das Neunfache des Jahres 2012 (427). Die meisten Elektro-Pkw wurden 2016 in Niederösterreich neu zugelassen (Anteil: 19,8 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (17,2 Prozent), der Steiermark (14,3 Prozent) und Wien (13,6 Prozent).

BM Leichtfried: E-Mobilitätspaket verstärkt den Trend

Diesem Thema widmete sich auch Verkehrs-, Technologie- und Innovationsminister Jörg Leichtfried, der ausführte: „Die Zukunft unserer Autos ist elektrisch und selbstfahrend. Die Technik wird uns Menschen im Auto immer mehr Aufgaben abnehmen, der Straßenverkehr wird dann komfortabler und sicherer. Elektroautos werden den Verkehr umweltfreundlicher und damit gesünder für uns alle machen. Mit doppelt so vielen Neuzulassungen haben wir 2016 bei den E-Autos einen kleinen Boom erlebt. Diesen Trend beschleunigen wir mit unserem E-Mobilitätspaket“, so Leichtfried.

Ziel ist es, Österreich bis 2020 elektrofit zu machen. Dafür haben Verkehrsministerium, Umweltministerium und Auto-Importeure ein gemeinsames Maßnahmenpaket in der Höhe von 72 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Dieses umfasst unter anderem Ankaufprämien für Elektro-Fahrzeuge, den flächendeckenden Ausbau von E-Ladestationen und eine eigene grüne Nummerntafel für E-Autos. Die Forschung und Entwicklung von selbstfahrenden Autos fördert das Verkehrsministerium mit rund 20 Millionen Euro. Es ermöglicht zudem allen interessierten Unternehmen neue Systeme auf Österreichs Straßen zu testen.

Fahrzeugwirtschaft fordert Ausweitung der Förderung

Die heimische Fahrzeugwirtschaft nutze die Gelegenheit der gemeinsamen Pressekonferenz aber auch, um eine Anregung bzw. einen Wunsch bei der Politik zu deponieren: „Als Erweiterung zu der beschlossenen E-Mobilitätförderung meinen wir, dass auch eine Ausweitung er Förderung auch auf konventionelle Technologien wie Diesel und Benzin sinnvoll wäre. Denn für breite Käuferschichten ist die Anschaffung von reinen E-Fahrzeugen oft nicht sinnvoll“, so Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner und Importeurssprecher Kerle in Richtung Politik.

Die Vienna Autoshow, Österreichs größte Neuwagenpräsentation, geht heuer in ihre elfte Ausgabe. Ab Do., 12. Jänner 2017, werden in der Messe Wien vier Tage lang (bis inkl. So., 15. Jänner) Modellneuheiten sowie zahlreiche Österreichpremieren gezeigt. (PWK021/JR)

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