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Überraschender Zuwachs: Pkw-Neuzulassungen in Österreich stiegen 2015 um 1,7% auf insgesamt 308.555

Clary/Ernst: „ Autofahrer nicht länger ausbremsen: Autofahrer-Bashing und Schikanen müssen 2016 ein Ende haben“

„Ein überraschender Zuwachs“, „eine durchaus positive Entwicklung“ - so kommentiert Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Zunahme von Pkw-Zulassungen in Österreich im abgelaufenen Jahr 2015 um 1,7% auf insgesamt 308.555. Damit liegt das Ergebnis 5.000 Stück über dem Vorjahresergebnis (303.318). 

Diese und andere Zahlen zur Entwicklungen der heimischen Automobilwirtschaft präsentierten heute, Mittwoch, Fahrzeughandelsobmann Ernst, Felix Clary, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, und Peter Laimer (stellvertretender Leiter der Direktion Raumwirtschaft der Statistik Austria) im Vorfeld der Vienna Auto Show 2016.

Die Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass das Ergebnis u.a.auf das Dezemberergebnis zurückzuführen ist, „das gegenüber demselben Monat des Vorjahres um 31,3% auf 22.832 Stück zulegen konnte“, so Statistiker Laimer.

Mehr dieselbetriebene Fahrzeuge, weniger Benziner

Gemessen an den Pkw-Neuzulassungen insgesamt lag im Jahr 2015 der Anteil der dieselbetriebenen Pkw mit 58,3% deutlich über jenem der benzinbetriebenen Pkw (39,8%), wobei jener von Diesel-Pkw - wie bereits seit 2010 – mit 1,5%-Punkten gegenüber 2014 neuerlich leicht zulegen konnte. Neuzulassungen dieselbetriebener Pkw nahmen 2015 gegenüber dem Jahr davor um 4,3% zu, jene benzinbetriebener Pkw (inkl. Flex-Fuel) um 2,9% ab.

Pkw mit alternativen Kraftstoffarten legen um ein Drittel zu

Der Anteil der Neuwagen mit alternativen Kraftstoffarten und Energiequellen stieg von 1,5% auf 1,9% bzw. auf 5.901 Stück (+33,1%), darunter 3.512 Hybride: Benzin-Hybrid Fahrzeuge legten um 30,3% auf 2.824 Stück zu, die Zulassung von Diesel-Hybriden wuchs um das 3,6-Fache auf 688 Stück. Im Jahr 2015 wurden um ein Drittel mehr Elektro-Pkw neu zugelassen (1.677) als noch 2014 (1.281), und fast dreimal so viel als 2013 (654).

Private Neuzulassungen 2015 weiter zurückgegangen 

Weiter zurückgegangen sind die privaten Neuzulassungen in Österreich, sie lagen 2015 bei 35,3% (2014: 36,8%), im Jahr 2006 lag dieser Wert noch bei 51,4%.

Nutzfahrzeugmarkt zeigt sich differenziert, Zweirad-Neuzulassungen rückläufig

Beim Nutzfahrzeugmarkt lagen 2015 die Kategorie Lkw insgesamt mit 36.373 Stück um 4,6% über dem Vorjahresniveau (darunter Lkw bis 3,5t: 32.862, +5,4%). Während die Zulassungszahlen von land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen 2015 um ganze 10%  unter jenen des Jahres 2014 lagen, konnten Sattelzugfahrzeuge zulegen (+16,8%). Die Zweiräder insgesamt blieben mit 38.766 Neuzulassungen um 4,2% unter dem Ergebnis des Jahres 2014, wobei die Zulassungszahlen bei Leichtmotorrädern um 1% sanken, bei Motorfahrrädern um 9,3% und bei Motorrädern um 1,2% abnahmen. 

Umweltminister Rupprechter: „Klimaschutz und erfolgreicher Industriestandort kein Widerspruch“

„Klimaschutz und erfolgreicher Industriestandort sind kein Widerspruch“, hob Umweltminister Andrä Rupprechter in seinen Ausführungen hervor. Die österreichische Automobilwirtschaft sei ein Sektor, der keinesfalls vernachlässigt werden dürfe. „Sauberen Antriebssystemen gehört die Zukunft, egal ob Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb. Diese Innovationen zu entwickeln und dadurch nachhaltiges Wachstum zu generieren funktioniert nur gemeinsam mit der Wirtschaft . Wir müssen alle an einem Strang ziehen um die Mobilitätswende zu schaffen“, so Bundesminister Rupprechter.

Importeurssprecher Clary: „2016 muss Schluss sein mit dem Autofahrer-Bashing“

„Auto und Umwelt stellen keinen Widerspruch dar“, stellte Importeurssprecher Felix Clary klar und sprach sich vehement gegen eine Anhebung der Dieselsteuer aus: „Das wäre kontraproduktiv.“ 

Das Interesse für die Vienna Autoshow - „die beliebteste Publikumsmesse Österreichs“ - zeige den Stellenwert, den das Auto nach wie vor hat, so Clary. Vehement plädierte er dafür, „dass 2016 Schluss sein muss mit dem Autofahrer-Bashing.“

Ernst: „Schikanen müssen 2016 ein Ende haben -  Autofahrer nicht länger ausbremsen“

Auch Fahrzeughandelsobmann Burkhard Ernst forderte ein: „Die Schikanen müssen 2016 ein Ende haben -  Autofahrer dürfen nicht länger ausgebremst werden.“ Immerhin ist die österreichische Fahrzeugwirtschaft in jeder Beziehung ein wichtiges Standbein der österreichischen Wirtschaft, sei es als Hersteller, Handel oder Werkstätte. „Jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Auto ab, die Automobilwirtschaft trägt 11% zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt bei, das entspricht in etwa 43 Milliarden Euro.“ Ein besonderes Anliegen ist Ernst die Stärkung der Ertragskraft der Kfz-Betriebe: „1% Umsatzrendite ist bei Weitem zu wenig“, so der Branchensprecher des Fahrzeughandels in Österreich.

2016 bringt die 10. Vienna Autoshow

Die Vienna Autoshow findet bereits zum zehnten Mal statt, heuer von Do., 14. bis einschließlich So., 17. Jänner. Als Österreichs größter Neuwagensalon hat die Vienna Autoshow 2016 in den Hallen in den Hallen C und D der Messe Wien auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern neben zahlreichen Modellneuheiten - heuer ist etwa die Marke Rolls Royce neu dabei – eine Welt-, drei Europa- und 42 Österreichpremieren zu bieten. Und auch heuer wieder steht für die Vienna Autoshow 2016 (Hashtag in sozialen Netzwerken: #VAS16) sowohl eine Android- als auch eine iOS-App der Messe Wien zur Verfügung. (PWK015/JR)

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