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Flexible Arbeitszeit bringt´s! Für Mitarbeiter, Unternehmer und Standort

Position der WKÖ

Wer als Unternehmen im Wettbewerb schneller und flexibler reagieren kann, sichert Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Globaler Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, der Siegeszug des Just-in-Time-Konzepts, immer anspruchsvollere Kunden, Konjunkturschwankungen, längere Öffnungszeiten: All das erfordert von Betrieben mehr Flexibilität als früher.

Weltweit wird immer weniger auf Lager produziert. Aufträge werden kurzfristig storniert, erteilt und abgearbeitet. Damit werden flexible Arbeitszeiten zu einem Schlüsselfaktor für den Erfolg. 

Der internationale Vergleich zeigt, dass Österreich bei der Flexibilität der Arbeitszeit wettbewerbsfähig ist. Der internationale Vergleich dokumentiert: Je fortschrittlicher der Standort, desto flexibler die Arbeitszeit. Über 80 % der Unternehmen mit mehr als neun Mitarbeitern in Finnland, Dänemark und Schweden praktizieren flexible Arbeitszeiten. In Finnland und Schweden gibt es nur Vorgaben für Ruhepausen, aber keine gesetzlichen Höchstgrenzen für die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit. 

Wer von flexibler Arbeitszeit profitiert 

Flexiblere Arbeitszeiten stärken den Standort und sichern Arbeitsplätze in Österreich. Sie bringen im Alltag Vorteile für alle – für Betriebe, für Arbeitnehmer und für Kunden:

  • Betriebe werden durch flexible Arbeitszeiten wettbewerbsfähiger.
  • Arbeitnehmer erhalten durch flexible Arbeitszeiten mehr Verdienst (50 % Zuschlag für Überstunden) und längere Freizeitblöcke.
  • Kunden profitieren von flexibleren Zeiten für Service, Reparaturen und Betreuung. 

Arbeitnehmer sehen flexible Arbeitszeiten weitgehend positiv 

In einer Market-Umfrage (2019) geben Arbeitnehmer an, dass sie flexiblen Arbeitszeiten gegenüber sehr positiv eingestellt sind. 87 % der Arbeitnehmer sind davon überzeugt, dass heute mehr Flexibilität notwendig ist als früher. 78 % sagen, dass sie flexibel und bereit sind, phasenweise länger zu arbeiten. 76% sehen flexible Arbeitszeiten als wirksam zur Erhaltung ihres Arbeitsplatzes bei schlechter Auftragslage im Unternehmen. 

Beispiele aus der Praxis, die zeigen, dass 10 Stunden oft nicht ausreichen:

  • In einem Gasthaus findet an einem Samstag eine Hochzeit statt. Auch am darauffolgenden Sonntag ist aufgrund guten Wetters starker Andrang.
  • Nach mehreren Tagen Regenwetter folgen zwei Tage mit günstigem Wetter. Diese muss die Gärtnerei für die anstehenden Arbeiten optimal ausnützen.
  • Ein IT-Programmierer schließt ein arbeitsintensives Softwareprogrammierprojekt unter Termindruck ab. Danach nimmt er sich einige Tage frei.
  • Ein Buchhalter hat Zeitdruck vor dem Bilanzstichtag, um alles rechtzeitig fertigzustellen. Nach dem Bilanzstichtag kann er sich entspannen.
  • Ein Installateur braucht für eine Reparatur länger, weil er zwischendurch ein Ersatzteil beschaffen muss.
  • Ein Produktionsunternehmen erhält kurzfristig einen Auftrag aus Übersee, der für einige Tage einen hohen Arbeitsaufwand erzeugt.
  • Eine Autobahnbaustelle muss vor dem Sommerreiseverkehr fertig werden.
  • Ein Kamerateam filmt Landschaftsszenen für einen Dokumentarfilm. Da das Wetter mitspielt, wird mehr Material gesammelt. Dafür muss das Team am nächsten Tag nicht an den Drehort zurückkehren und kann sich freinehmen und muss nicht zwei Mal anreisen. Zusätzlich ist gesichert, dass die Arbeit bei passendem Wetter fertiggestellt werden konnte.


Autorin: Mag. Sonja Rincon Restrepo

Stand: April 2021

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