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Österreichs Seilbahnen investieren in Komfort, Vielfalt und nachhaltiges Wintersportvergnügen

Optimistisch in die neue Saison

Österreichs Seilbahnen blicken nach dem schneereichen Winter 2018/90 optimistisch in die neue Saison. Mit 54,2 Millionen Ersteintritten (minus 1,4 Prozent gegenüber der Saison 17/18) und einem Kassenumsatz von knapp, 1,55 Milliarden Euro (plus 2,4 Prozent) konnte man das Niveau auf höchstem Niveau halten und, gemessen an den Skier Days, wieder eine internationale Top-Position erreichen. „Wir haben auch unter teils herausfordernden Schneefallsituationen unsere Kompetenz bewiesen und für Sicherheit und perfekte Pistenverhältnisse gesorgt“, fasst NR Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, den letzten Winter zusammen.

Für die kommende Saison wurden mit geschätzten 754 Millionen Euro erneut umfangreiche Investitionen getätigt. Diese betreffen zu knapp 50 Prozent den Bereich der Seilbahninfrastruktur (408 Millionen Euro). Die andere Hälfte teilt sich in Beschneiungsmaßnahmen und technische Weiterentwicklungen (150 Millionen Euro) und sonstige Ausgaben – zum Beispiel für neue Eintrittssysteme, Pistengeräte, Gastronomie, Mobilität, etc. – mit 196 Millionen Euro auf.

Der positive Effekt dieser Ausgaben zeige sich am besten an der Erfolgsbilanz der heimischen Seilbahnen. Bergbahnnutzende Wintersportler generieren einen Umsatz von rund 11,2 Mrd. Euro (brutto) und sorgen damit für ein Umsatzsteueraufkommen von 1,7 Mrd. Euro, das zeigt die aktuelle Wertschöpfungsberechnung von Manova. „Aus jedem einzelnen von den Seilbahnen erwirtschafteten Euro werden bis zu 8,3 Euro, die überwiegend in der Region bleiben und damit wesentlich zur Sicherung unserer ländlichen und alpinen Lebensräume beitragen“, betont Hörl. Durch Österreichs Seilbahnwirtschaft werden außerdem 125.900 Arbeitsplätze gesichert. Davon 17.057 Arbeitsplätze direkt bei den Seilbahnbetrieben und 108.800 Arbeitsplätze bei Partnern und Dienstleistern außerhalb der Bergbahnbetriebe.

Investitionsschwerpunkte für die kommende Saison

„Es ist jedenfalls deutlich erkennbar, dass sich die Investitionsstrategie der vergangenen Jahre fortsetzt. Wir wollen unser international führendes Angebot für die Zukunft absichern und ausbauen. Dazu zählt für uns der modernste und sicherste Komfort der Anlagen, Verantwortung gegenüber dem alpinen Lebensraum und immer stärker auch klimafreundliche Barrierefreiheit“, erklärt Hörl. Unter letzterem versteht er den Anspruch, möglichst viele Barrieren für ein nachhaltiges Urlaubserlebnis in den heimischen Bergen zu beseitigen. „Das betrifft den stetigen Ausbau der Anreisemöglichkeiten mit Bahn und Bus, immer kürzere Wege zwischen Unterkunft und Seilbahnen und die weitere Optimierung der Infrastruktur, wie etwa der Ausbau von Skidepots. Auch diese tragen wesentlich dazu bei, dass Gäste ohne Gepäck und zu Fuß zu den Talstationen gelangen und somit vermehrt auf das Auto verzichten können“, so der Seilbahn-Obmann. Für den kommenden Winter ortet Hörl wie auch im vergangenen Jahr ein besonders differenziertes Investitionsspektrum. „Das ist deutliches Zeichen dafür, dass sich das Angebot auch heuer wieder ganzheitlich weiterentwickelt und damit die Bedürfnisse zahlreicher Zielgruppen abdeckt“, spricht Hörl unter anderem die Ausgaben für alpine Erlebnisse auf und abseits der Skipisten an. Im Wissen, dass vermehrt auch Aktivitäten abseits des Skifahrens nachgefragt werden, spricht die österreichische Seilbahnbranche auch dieses Kundensegment professionell an. Weiters steigen von Jahr zu Jahr auch die Kooperationen mit der lokalen Landwirtschaft sowie die Angebote im Bereich regionalen Kulinarik. „Das macht den Winterurlaub in Österreich noch authentischer, geerdeter und damit natürlicher!“

Erkennbar wird die Treffsicherheit bei den Investitionen mit Blick auf die wichtigsten Beweggründe für einen Skiurlaub in Österreich. An der Spitze rangieren die Größe des Skigebiets (56 Prozent), ein attraktives Angebot an Skipisten (53 Prozent), gute Schnee- und Pistenverhältnisse (48 Prozent) sowie Schneesicherheit auf den Pisten (41Porzent). Eine „bereits traditionell“ kleine Rolle für die Destinationsentscheidung spielt der Skipasspreis (8 Prozent).

Einen Einblick in die breite Investitionspalette bot auch Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen (WKÖ). Dieser ortet zusätzlich umfangreiche Neuerungen in den Bereichen Ticketmodelle, Pistenangebot und erneuerbare Energien. Auffallend sei dabei erneut die attraktive Preisgestaltung für Familien mit Kindern. „Der Anteil der Familien in Österreichs Skigebieten beträgt 40 Prozent gemessen am Gesamtpublikum. Das zeigt, dass Skifahren auch bei der neuen Generation attraktiv ist und dementsprechend auch die Preisgestaltung in diese Richtung weiterentwickelt wird.“

Nachhaltigkeit in Mobilität und Energiegewinnung

„Im Bereich der Mobilität setzen die Unternehmen noch intensiver auf Gratis-Skibusangebote, teils für gesamte Regionen und zusätzliche Kooperationen mit regionalen öffentlichen Verkehrsanbietern. Dies alles ist ein wichtiger Beitrag dazu, die individuelle Autoanreise immer mehr durch kundenfreundliche öffentliche Verkehrsangebote ersetzen zu können.“ Wolf verweist beim Ausblick auch auf die zahlreichen klimafreundlichen Maßnahmen, die den täglichen Seilbahnbetrieb nachhaltiger gestalten: „Diese sind für den Kunden meist nicht sichtbar, erzielen in ihrer Summe jedoch massive Effekte.“ Beispiele dafür seien die Verwendung von erneuerbarer Energie für die Produktion von Schnee oder die Ausstattung von Talstationen mit Solaranlagen und Wärmespeichern. Diese führen dazu, dass je nach Gebäude die erforderliche Wärme fast vollständig aus erneuerbarer Energie bezogen wird.

„Auch die 100-prozentige Versorgung mit Öko-Strom ist heute keine Ausnahme mehr, sondern wird Schritt für Schritt zur Regel. Das zeigt, dass die Branche es verstanden hat, energietechnologische Innovationen sehr rasch und effizient in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Somit ist und bleibt der Winterurlaub in Österreichs Bergen eine der klimafreundlichsten Urlaubsarten.“, so Wolf. Auch der Fachverband unterstützt die Bemühungen der Unternehmen, noch klimafreundlicher zu werden. So wird in Kürze gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen ein neues Mobilitätspaket für Skiurlaube präsentiert, so Wolf.

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