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Novelle zum Wirtschaftskammer-Gesetz beschlossen

Neue Services, mehr Effizienz und Entlastung für Mitglieder

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Der Nationalrat hat am 17.5.2017 die Novelle zum Wirtschaftskammergesetz beschlossen: Sie bringt neue Serviceleistungen und eine finanzielle Entlastung für heimische Unternehmen, kurz: moderne Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft. Die Wirtschaftskammer-Reform wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ im Plenum des Nationalrates beschlossen. Dafür ist den Abgeordneten der zustimmenden Parteien ebenso zu danken wie den WKÖ-Vizepräsidenten Christoph Matznetter und Matthias Krenn, die sich innerhalb und außerhalb unserer Organisation für die Reform einsetzen. 

WKO 4.0 - neue Services, mehr Effizienz und weitere Entlastung für Mitglieder

Der Reformprozesses WKO 4.0 ist die dritte umfassende WK-Reform seit dem Jahr 2000: Bereits vor rund zehn Jahren wurden die Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent gesenkt, die Leistungen um 30 Prozent ausgeweitet und in der Folge die Zahl der Fachorganisationen um 30 Prozent reduziert. Das Ergebnis waren spürbare Entlastungen der Betriebe. So ist zwischen 2000 bis 2015 die Zahl der Mitglieder um 64 Prozent gestiegen und hat sich der Verbraucherpreis-Index um 34 Prozent erhöht, die Wirtschaftskammerbeiträge sind hingegen nur um 26 Prozent gewachsen. 

Hauptstoßrichtung der jetzigen Reform ist, die WKO zur leistungsstärksten Wirtschaftskammerorganisation der Welt weiterzuentwickeln - durch Fairness bei der Finanzierung inklusive einer Entlastung aller Mitglieder, durch eine klare Aufgabenverteilung zwischen der WKÖ und den Landeskammern, die Bündelung von Leistungsangeboten und die Optimierung der Effizienz bei der Leistungserbringung. 

20 Prozent an "Einsparungsvolumen"

Unseren Mitgliedern bringt WKO 4.0 gemessen an den verfügbaren Einnahmen der Wirtschaftskammerorganisation 20 Prozent an „Einsparungsvolumen“: 15 Prozent durch Beitragssenkungen und 5 Prozent durch neue Serviceleistungen. 

  • So wird etwa die Außenwirtschaftsorganisation neben ihrer bisherigen Aufgabe auch zu einer weltweiten Netzwerkagentur für Innovationen im Dienste der österreichischen Betriebe weiterentwickelt. Dabei werden z. B. Kooperationen mit Top-Forschungseinrichtungen wie dem MIT in Boston und der ETH Zürich etabliert - letztere ist bereits unter Dach und Fach.

  • Für die berufliche Ausbildung erstellt die WK-Organisation ein Gesamtangebot von der dualen Ausbildung bis zur tertiären Ebene. Mit diesem Bildungsverbund der Wirtschaft sollen insgesamt 100 verschiedene Bildungspfade angeboten werden.

  • Bezirksstellen sollen regionale Entwicklungs-Zentren zur Sicherung von Nahversorgung und Lebensqualität werden.

  • Mit einer starken digitalen Vernetzung soll die Effizienz erhöht und sollen Strukturen vereinfacht werden. Insbesondere auch im Back-office-, IT- und Servicebereich kann durch Lead-Organisationsmodelle und digitale Leistungserbringung mehr Leistung zu geringeren Kosten erbracht werden.

  • B2B-Kooperationsvermittlungen sollen noch stärker zum unternehmerischen Erfolg der Mitglieder beitragen.  

Die Beitragssenkung von insgesamt 100 Millionen bedeutet für jedes einzelne Mitglied - ob EPU, Kleinunternehmen, klassischer Mittelständler oder Großunternehmen - eine Entlastung. Die Eckpunkte:

  • Investitionen werden von der Kammerumlage (KU) 1 befreit
  • die Kammerumlage 1 wird degressiv gestaltet und generell gesenkt
  • die Kammerumlage 2 wird linear um 5 Prozent gesenkt
  • die Mehrfach-Grundumlagenpflicht zu einer Fachorganisation wird beseitigt
  • Neugründer werden im ersten Kalenderjahr nach der Gründung von der Grundumlage befreit  

Mit WKO 4.0 machen wir das, was jeder gute Betrieb machen muss. Wir optimieren die Kosten-Nutzen-Relation, um eine Spitzenstellung am Markt zu erreichen. Wir agieren in Sachen Service und Leistungsangebot noch näher am Mitglied - und das bei einer deutlichen Straffung der Kosten. Und wir legen einmal mehr den Beweis dafür ab: Die Wirtschaftskammer fordert nicht nur von anderen Reformen für den Standort, sie entwickelt sich auch selbst weiter.

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