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Mit einem BIP-Anteil von 10 Prozent: Wirtschaftsturbo Beratung

Unternehmen des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich steigerten Jahresumsatz 2021 auf knapp 40 Milliarden Euro

Person vor PC, mit Taschenrechner
© Envato

Die Unternehmen aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT agierten in den Coronavirus-Jahren 2020 und 2021 als verlässliche Partner für zahlreiche weitere heimische Unternehmen. Zwar ist die Corona-Krise nicht spurlos an den Unternehmensberater:innen, Buchhalter:innen und IT-Dienstleister:innen vorbeigegangen, aber das für 2022 prognostizierte Umsatzwachstum trat schon im Jahr 2021 ein: Der Umsatz stieg 2021 um 7,7 Prozent auf 39,95 Milliarden Euro. Dies geht aus dem neu veröffentlichten UBIT-Radar 2022 hervor, der im Auftrag des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) von der KMU Forschung Austria erhoben wird. "Das Corona-Vorkrisenniveau wurde nicht nur wieder erreicht, sondern übertroffen. Das beweist deutlich, dass die UBIT-Betriebe einerseits sehr rasch und flexibel auf die Krise reagieren konnten und andererseits, dass ihr Know-how auch 2021 in anderen Branchen und Industrien stark gefragt war“, sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Österreichische IT- und Unternehmensberatung als Exportschlager

Die Expertise österreichischer IT-Expert:innen sowie Unternehmensberater:innen ist weltweit stark gefragt. Im Jahr 2021 erwirtschafteten die UBIT-Betriebe insgesamt 9,11 Milliarden Euro im Ausland. An der Spitze der Exporterlöse liegt die IT-Branche mit 6,19 Milliarden Euro vor den Berufsgruppen Unternehmensberatung (1,51 Milliarden Euro) und Buchhaltung (0,02 Milliarden Euro). "Wir sind sehr stolz, dass das Know-how unserer Berufsgruppen nicht nur in Österreich, sondern auch über die Grenzen hinaus gefragt ist. Das unterstreicht die Qualität der Arbeit und Expertise unserer Mitgliedsunternehmen“, zeigt sich Fachverbandsobmann Harl erfreut. Somit wurden 23,7 Prozent des Umsatzes der Unternehmensberater:innen im Ausland erzielt; bei den IT-Dienstleister:innen sind es 20,1%, bei den Buchhalter:innen 0,7 Prozent. Besonders in Europa herrscht hohe Nachfrage nach dem Wissen der UBIT-Mitgliedsbetriebe.

Hohe Investitionen in Weiter- und Ausbildung

Ende 2021 wurden insgesamt 9.639 UBIT-Unternehmen als Arbeitergeberbetriebe gemeldet, davon sind rund 80 Prozent Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Die größte Anzahl an Arbeitgeberbetrieben stellte die Berufsgruppe IT mit 5.784 bereit, gefolgt von der Unternehmensberatung (2.989) und der Buchhaltung (866), die allesamt 104.142 Unselbstständige bei sich beschäftigen. Besonders erwähnenswert ist die Steigerung des Investitionsvolumen um starke 97,4 Prozent: UBIT-Betriebe investierten 2021 insgesamt rund 3 Milliarden Euro, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Zusätzlich wurden ca. 387 Millionen Euro in Schulungen und Ausbildungsprogramme investiert. Das meiste Geld nahm die Berufsgruppe Informationstechnologie mit 215 Millionen Euro in die Hand. Die Berufsgruppen Unternehmensberatung und Buchhaltung investierten 121 Millionen bzw. 50 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung und setzen so ein wichtiges Zeichen für die Zukunft. "Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung und Qualifikation ist essenziell – das nehmen die UBIT-Betriebe sehr ernst“, sagt Harl. Allerdings ist besonders die IT-Branche von einem Mangel an ausgebildeten Expert:innen stark betroffen.

Der Fachverband UBIT fordert seit Langem eine grundlegende Reform der IT-Bildung:

Aussichtsreiche Prognosen

Den höchsten prozentuellen Umsatzerlösanstieg verzeichnete die Berufsgruppe Buchhaltung mit 10,3 Prozent (auf rund 2,8 Milliarden Euro), gefolgt von der Unternehmensberatung mit 10 Prozent (auf rund 6,4 Milliarden Euro). Die Informationstechnologie ist mit einer Steigerung von 7 Prozent und einem Gesamterlös von 30,8 Milliarden Euro die umsatzstärkste Berufsgruppe. Erfreulich ist, dass jede Berufsgruppe wieder über dem Corona-Vorkrisenniveau von 2019 liegt. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Umsatzerwartungen für 2022 wider: Die Berufsgruppe Unternehmensberatung darf sich über eine prognostizierte Umsatzsteigerung von 13,6 Prozent freuen. Ebenfalls erwarten die Berufsgruppen IT und Buchhaltung einen Umsatzzuwachs von respektive 9,4 und 3 Prozent. „Wir gehen sehr optimistisch in die Zukunft. Wir sehen, dass die UBIT-Betriebe mit einem BIP-Anteil von 10 Prozent ein starker Wirtschaftsmotor sind und gerade in Umbruchphasen wichtige Partner für zahlreiche Unternehmen darstellen“, schließt Harl ab.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT)

Mit mehr als 77.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen.


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