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Lebensmittelhandel: Energiekosten-Lawine bringt heimische Nahversorger in Gefahr

WKÖ-Fachverbandsobmann Prauchner: Es braucht rasch eine Energiekosten-Reduktion für Unternehmen, sonst droht im Winter ein Nahversorger-Sterben

Lebensmittelhandel
© AdobeStock

Die explodierenden Stromkosten bringen die heimischen Lebensmittelhändler immer mehr unter Druck. "Die Betriebe erhalten derzeit reihenweise neue Vorschreibungen ihrer Energieversorger, in denen sich der Stromtarif oft vervierfacht. Doch der wahre Energiekosten-Tsunami kommt erst im Herbst und Winter auf uns zu und wird die gesamte heimische Wirtschaft erfassen", warnt Christian Prauchner, Obmann des Fachverbands Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Denn angesichts der Entwicklung bei den Großhandelspreisen drohen sich die Stromkosten bis Jahresende noch einmal zu vervielfachen.

"Solche massiven Kostensteigerungen können viele kleine und mittlere Lebensmittelhändler nicht mehr stemmen. Gerade in kleinen Ortschaften, in denen es ohnehin nur mehr wenige Nahversorger gibt, denken schon viele der verbleibenden Händler ans Aufgeben", sagt Prauchner. Und er warnt: "Die Lage ist ernst. Es braucht jetzt dringend staatliche Maßnahmen zur Reduktion der Stromkosten für die heimischen Unternehmen. Sonst droht in Österreich bis zum Winter ein Nahversorgersterben."

Aufstockung des Energiekostenzuschusses und europäische Maßnahmen notwendig

Konkret fordert er von der Regierung, den geplanten Energiekostenzuschuss massiv aufzustocken und zeitlich zu verlängern. Denn 450 Millionen Euro für die gesamte österreichische Wirtschaft, wie aktuell geplant, seien zwar ein richtiger Schritt, aber ein Tropfen auf den heißen Stein. Es brauche Hilfen in Höhe von mehreren Milliarden. Da auch der Staat diese Mehrausgaben nicht dauerhaft stemmen kann, müssten auch zügig Lösungen auf EU-Ebene gefunden werden. Es gelte, gegen das aktuelle Marktversagen im Energiebereich anzukämpfen und das Merit-Order-Prinzip zu überdenken.

"Europäische Lösungen brauchen aber Zeit und diese Zeit haben die heimischen Lebensmittelhändler nicht. Daher braucht es jetzt rasch nationale Hilfsmaßnahmen. Nur so können wir die Steigerung der Lebensmittelpreise eindämmen und die Nahversorgung in Österreich in gewohnter Qualität aufrechterhalten", sagt Prauchner abschließend. (PWK343/DF)

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