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Wachstumstreiber brechen 2020 ein

WKÖ Investitionsradar 2020

Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Stand: Mai 2020
© WKÖ Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Stand: Mai 2020

Durch die Corona-Krise brechen 2020 alle Wachstumstreiber stark ein. Der öffentliche Konsum übernimmt eine leicht ausgleichende Funktion, die jedoch nicht ausreichend ist, um den Einbruch bei den anderen Komponenten wettzumachen. Der Beitrag der Investitionen ist stark betroffen, was besonders relevant ist, da Investitionen wesentlich sind, um gestärkt aus der Krise zu kommen. Bereits vor der Krise – seit 2018 - leisteten Investitionen einen stetig sinkenden Beitrag zum Wachstum.

Der Wachstumsbeitrag von Investitionen ist 2020 – nach einem stetigen Rückgang seit 2018 – stark eingebrochen.

Betrachtet man die Komponenten des BIP-Wachstums genauer, sticht hervor, dass Nettoexporte in z.B. 2018 einen sehr hohen Beitrag lieferten. Es ist aber wichtig anzumerken, dass die Exporte von heute nur durch Investitionen in der Vergangenheit möglich sind. Unternehmen aus Österreich bleiben auf den internationalen Märkten nur wettbewerbsfähig, wenn sie klug investieren und dadurch ihre Produktivität erhöhen. Bleiben Investitionen aus, erodiert das Fundament auf dem der Wachstumsbeitrag von Exporten steht.


Exkurs: Klimaschutz durch effizientere Genehmigungsverfahren

Klimaschutz birgt eine riesige Chance für Österreich, da innovative Lösungen nötig sind, um die globalen CO2-Emissionen zu reduzieren und unsere Gesellschaften an den Klimawandel anzupassen. Unternehmen aus Österreich können mit ihrer Expertise in der Umwelttechnologie international punkten. Vor allem Unternehmen investieren, um diese Technologien weiterzuentwickeln und international zu verbreiten. Wenn der österreichische Staat den optimalen Rahmen schafft, können Unternehmen ihre Investitionen steigern.

2018 machten nachhaltige Kapitalanlagen („Sustainable Assets“) weltweit bereits 30,7 Billionen US-Dollar aus, wovon 2018 insgesamt 46 % in Europa angelegt waren. Global gesehen ist dies ein wesentlicher Wachstumsmarkt für die Finanzindustrie, Europa ist jedoch die einzige untersuchte Region, in der der Anteil von nachhaltigen Kapitalanlagen am gesamten regional veranlagten Vermögen rückläufig ist.

Sustainable Finance ist ein stark wachsender Teil des Finanzsystems, der viel Kapital für nachhaltige Innovationen und Investitionen bereitstellt. Die EU hat den Anspruch auf diesem Gebiet führend zu sein. Österreich kann sich aktiv einsetzten, um EU-Initiativen zu begleiten und zu gestalten.

Österreich liegt mit Wien derzeit im Global Financial Centres Index am 38. Platz weltweit. Das Wachstumspotential von nachhaltigen Finanzprodukten kann genutzt werden, um Österreichs internationale Position zu verbessern. Damit mehr Kapital in nachhaltige Finanzprodukte fließt, müssen diese attraktiver gestaltet werden. Ein wesentlicher Hebel wäre die KESt-Befreiung von nachhaltigen Finanzprodukten für private und institutionelle Anleger.

Ebenso ist es wichtig, Genehmigungsverfahren für klimaschutzrelevante Großprojekte effizienter zu gestalten. Pro Jahr finden in Österreich ca. 1.500 Großprojekte statt, von denen einige zum Klimaschutz beitragen. Allein von den Investitionsvorhaben, die von der UVP-Behörde bisher genehmigt wurden, sind 50 % * in den Kategorien Windkraft, Wasserkraft, Eisenbahn, Abfallwirtschaft, Stromleitungen sowie Schutz- und Regulierungsbau (inkl. Renaturierung). Das österreichische Verfahrensrecht ist jedoch veraltet und auf verschiedene Gesetze „zersplittert“, wodurch Vorhaben massiv verzögert werden können. Gleichzeitig entwickelt sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch in Österreich nur relativ schleppend. Werden die Verfahrensdauern für Großprojekte nicht reduziert, riskiert Österreich seine CO2-Ziele zu versäumen.

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* Umweltbundesamt: Von UVP-Behörde genehmigte Vorhaben. | anpassung.at/uvp-map

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