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Keine Verpflichtung zur Nährwertkennzeichnung

WKÖ erreicht Bürokratieabbau für Handwerksbetriebe

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Für jede Pralinenart teure Laboruntersuchungen auf sieben Nährwerte – und das bei einer Pralinenschachtel mit 20 Sorten gleich 20 Mal. Die Prozedur beginnt jedes Mal von Neuem, wenn die Rezeptur auch nur geringfügig variiert wird.

Dieses Horrorszenario für Handwerker im Lebensmittelbereich konnte die Wirtschaftskammer verhindern. Handwerklich hergestellte Lebensmittel sind von der künftig verpflichtenden Nährwertkennzeichnung ausgenommen.   

Ausnahmeregelungen

Von der Kennzeichnungspflicht befreit sind Handwerksbetriebe, die ihre Erzeugnisse in ihrem eigenen Laden, in mobilen Verkaufsständen oder im Rahmen einer Hauszustellung unmittelbar an Konsumentinnen und Konsumenten abgeben. Auch Handwerksbetriebe, die im Gewerberegister in dieser Form eingetragen sind, müssen ihre verpackten Produkte nicht mit einer Nährwertkennzeichnung versehen, sofern ihre Produkte nur regional und punktuell vertrieben werden.

Die Abgabe durch lokale Einzelhandelsgeschäfte ist von der Ausnahmeregelung ebenso umfasst, wie punktuelle Lieferungen an einzelne Geschäfte in Österreich. Ist ein Produkt allerdings in Supermärkten in ganz Österreich erhältlich, kann nicht mehr von einer lokalen Abgabe gesprochen werden und die Nährwertkennzeichnung muss auf das Produkt.  

Kreativität bislang in gesetzlichen Auflagen beinahe erstickt

„Bisher erstickten die österreichischen Lebensmittelhandwerker an einer Flut von Auflagen, die alle auf die Herstellung industrieller Massenwaren abgestimmt waren. Es wurde nicht erkannt, dass der Handwerker mit seinem persönlichen Einsatz, seinem Wissen und seinen Fertigkeiten besondere unverwechselbare Produkte schafft, die sich wohltuend von den Massenwaren abheben“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich haben den Wert der handwerklichen Leistungen schon längst erkannt und schätzen diesen. Die gesetzlichen und behördlichen Auflagen versuchten jedoch vielfach, dieses kreative Potenzial einzuschränken, um es mit den Standards für Massenwaren gleichzusetzen und nivellieren zu können.

„Endlich hat die Behörde anerkannt, dass handwerklich hergestellte Lebensmittel Unikate sind, die sich nicht standardisieren lassen“, so Bundesinnungsmeister Paulus Stuller. Für die kleinen Handwerks-Bäcker, -Konditoren oder -Fleischer hätte diese gesetzliche Auflage eine unüberwindbare Hürde dargestellt, denn jedes Handwerksprodukt hat eine unterschiedliche Zusammensetzung. 

Dank neuer Verfügung Entlastung für tausende Handwerksbetriebe

Mit der jetzigen Verfügung für handwerklich hergestellte Lebensmittel zur Nährwertkennzeichnung folgt die Gesundheitsministerin einer Ausnahmemöglichkeit in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Das ist ein großer Schritt im Rahmen der so notwendigen bürokratischen Entlastung tausender Handwerksbetriebe im Lebensmittelbereich. 

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