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Herausforderungen und Chancen des digitalen Übergangs

Interview mit Werner Stengg, Experte im Kabinett von EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager

Frau mit Virtual-Reality-Brille
© Pixabay

Die Corona-Krise erweist sich als Motor der Digitalisierung. Wie kann der digitale Übergang zu einer Chance für die europäischen und heimischen Unternehmen werden, während der Krise und danach? 

Während der Corona-Krise im Frühling haben digitale Lösungen funktioniert, als nichts Anderes mehr funktionierte. Wir waren in der Lage, online zu verkaufen und zu kaufen, von zu Hause aus zu arbeiten und zu kommunizieren und unsere Kinder aus der Ferne lernen zu lassen. Natürlich wird dies den Prozess der Digitalisierung auch für die Zeit danach vorantreiben. Die Mitgliedstaaten haben bereits zugestimmt, einen Großteil der Gelder aus der Corona-Aufbau- und Resilienzfazilität für digitale Technologien auszugeben. Aber damit dies funktioniert, müssen alle an Bord sein. Alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe und Lage, müssen Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet haben. Alle Unternehmen müssen dabei unterstützt werden, digital aktiv zu sein, die Vorteile der Datenwirtschaft sowie neue Technologien wie die Künstliche Intelligenz zu nutzen.  

Digitale Fertigkeiten sind Schlüsselelemente beim digitalen Übergang. Wie können sie besser an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst werden? 

Der Mangel an digitalen Fertigkeiten ist eine der größten Herausforderungen im digitalen Übergang. Europäischen Unternehmen mangelt es in vielen Bereichen an digitaler Kompetenz - von der Erstellung einer einfachen Website bis hin zur Entwicklung einer innovativen KI-Lösung. Dies ist auch der Grund, warum digitale Kompetenzen in der nächsten Generation von EU-Förderprogrammen Priorität haben. Wir sollten uns aber auch bewusst sein, dass diese Frage nicht auf die Wirtschaft beschränkt ist. Wir brauchen Fachwissen in den öffentlichen Verwaltungen, um den Übergang zu E-Government zu beschleunigen. Und jeder Bürger und Verbraucher muss zumindest über grundlegende digitale Fähigkeiten verfügen, um nicht von der digitalen Welt ausgeschlossen zu sein. 

Die Künstliche Intelligenz ist dabei, Wirtschaft und Gesellschaft zu erobern. Wie können Vorurteile abgebaut und Potenziale am besten genutzt werden? 

Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren jeden Aspekt unseres Lebens beeinflussen. Und sie hat großes Potenzial, unser Leben zu verbessern - von neuartigen Formen der Krebsbehandlung bis hin zu energieeffizienten Lösungen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Deshalb müssen wir in Forschungskapazitäten und Infrastrukturen investieren, um mit Amerika und China gleichzuziehen. Aber das wird nicht funktionieren, solange die Menschen kein Vertrauen haben - sie haben Angst, dass in irgendeiner Blackbox undurchsichtige Entscheidungen getroffen werden, die ihr Leben beeinflussen. Wir müssen Vertrauen schaffen, dass risikoreiche KI-Anwendungen - d.h. Anwendungen, die sich direkt auf unsere Rechte, unsere Gesundheit oder unser Leben auswirken können - strengen Anforderungen unterliegen.

Um digital aktiv zu sein, brauchen Unternehmen auch die richtigen Rahmenbedingungen, z.B. den Breitbandausbau. Was kann Europa tun, um die Mitgliedstaaten bestmöglich zu unterstützen? 

Die Unternehmen brauchen in der Tat die richtigen Rahmenbedingungen. Dies hat zwei Hauptdimensionen. Erstens: Sie brauchen einen ordnungspolitischen Rahmen, der Innovationen fördert: Sie brauchen Rechtssicherheit und Zugang zu einem effizienten Binnenmarkt. Zweitens brauchen sie Zugang zu einer erstklassigen Infrastruktur. Dies beginnt, endet aber nicht mit einer erstklassigen Internet-Konnektivität. Sie benötigen auch Zugang zu Daten und technologischem Know-how sowie zu Lösungen, die die Cybersicherheit ihrer Aktivitäten gewährleisten. Das neue Programm Digitales Europa wird auf europäischer Ebene zu diesen Zielen beitragen. Und die Mitgliedstaaten werden ihre Rolle bei der Ausgestaltung der Corona-Aufbau- und Resilienzfazilität übernehmen.

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