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Innovationen mit besonderem Mehrwert

Verschiedene Innovationen mit unterschiedlichen Wirkungen

Die Wirkungsweise von Innovation

Mikroökonomisch können Innovationen die Basis für

  • ein/e komplett neue/s Produkt/Dienstleistung und/oder
  • eine Qualitätsverbesserung bzw. neue Merkmale und/oder
  • die effizientere Herstellung von Produkten und Dienstleistungen 

sein.

Was ist eine Innovation?

Definition laut OECD “Oslo Manual”: “An innovation is the implementation of a new or significantly improved product (good or service) or process, a new marketing method or a new organizational method in business practices, workplace organisation or external relations“.
Das Oslo Manual unterscheidet somit zwischen Produkt- und Geschäftsprozessinnovationen.


Grafik Nutzen Innovation
© WKÖ

Der ökonomische Effekt von Innovation für VerbraucherInnen, UnternehmerInnen und die Leistungserstellung im Betrieb sind wie folgt zu verstehen:

  • Ohne Innovation gibt es kein/e neue/s Produkt/Dienstleistung (Einheit) und
    somit weder wirtschaftlichen Mehrwert noch einen zusätzlichen Mehrwert.
  • Innovationsbedingte Qualitätsverbesserungen bzw. neue Merkmale führen zu veränderten Vorteilen für den Kunden/Verbraucher (Konsumentenrente) und Produzenten.

Innovation kann zu Verringerung der Produktionskosten führen. In den häufigsten Fällen wird dieser Vorteil – ein reduzierter Preis – an den Kunden weitergegeben. Die Konsumrente steigt dadurch. Der Anbieter versucht dadurch seine Marktanteile zu erweitern, die Kundenbindung zu erhöhen etc. Diese Wirkung ist nicht nur in 1:1-Beziehungen, sondern auch auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene feststellbar. D. h. Innovation wirkt auf ganzen Märkten – wie etwa in einzelne Sektoren – oder auf regionaler bis globaler Ebene.

Eine Vorabbewertung der aus einer einzelnen Innovation oder einem Innovationsbündel resultierenden Wirkung ist u.a. wegen positivem Nutzen oder negativer Effekte oft schwierig. Die Effekte/Nutzen können über einen wirtschaftlichen Mehrwert der direkt Beteiligten hinausgehen (z.B. Einsparungen von nicht eingepreistem Umweltverbrauch). Diese nicht primären wirtschaftlichen Nutzen/Effekte und -kategorien gewinnen über die Zeit an Bedeutung. Für die wirtschaftliche Entwicklung stehen diese Wirkungen zumeist aber nicht im Fokus.[2]
Ermöglichende
Innovationen
schaffen einen
besonderen
Mehrwert


Einzelne Innovationen wie auch Innovationsbündel – bei weitem nicht alle Innovationen – wirken über verschiedenste Kanäle in Wirtschaft und Gesellschaft.
Einige Innovationen schaffen die Basis (Key enabling technologies KETs) oder bilden die grundlegende Plattform (Container im Transportwesen, das Internet, …) für weitere Innovationen. Ihre Wirkung liegt u.a. darin, dass sie weitere andere Innovationen ermöglichen (enabling function: Ohne diese gäbe es die „Einheiten“ im obigen Bild nicht.). Sie haben weitreichende und längerfristige wirtschaftliche wie auch darüber hinausgehende gesellschaftliche Auswirkungen.

Die alleinige Verbreitung von einer Innovation/einem Innovationsbündel lässt keine Rückschlüsse auf ermöglichende wirtschaftliche und darüber hinausgehende Effekte zu. Beispielsweise ist das Spiel „Pokémon Go“ weltweit verbreitet, jedoch führt es – trotz gesellschaftlich medialem Hype, der immer noch anhält – zu keinem nachhaltig markanten wirtschaftlichen oder anderen erwünschten Mehrwert. Im Gegensatz dazu hat das Thema „Automatisation“ durch seine ermöglichende Wirkung weitreichende wirtschaftlichen oder andere un-/erwünschte Wirkungen. Diese Wirkungen müssen bewertet werden, es ist jedoch klar, dass sich österreichische Unternehmen dem globalen Trend der Automatisation nicht verschließen können; es ist lediglich die Frage, ob man diesen Wandel pro-aktiv oder reaktiv gestaltet.
Beide Beispiele weisen eine hohe Durchdringung auf, die damit verbundene
Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft ist verschieden.

Grafik Suchbegriffe
© WKÖ

Der Fokus von Innovationspolitik sollte daher aus Sicht der Wirtschaftskammer
sowohl auf der Inputseite[4] wie auch auf der derzeit vernachlässigten Seite der
Diffusion von Innovationen (und der dafür notwendigen Rahmenbedingungen)
liegen, um das gesamte Potenzial von Innovation und die von allen gewünschten Effekte auszuschöpfen.

Fazit

Wenn Innovationen das Potenzial für Wertschöpfung jenseits der konkreten Einzelinnovation hat, soll die öffentliche Hand die Diffusion von Innovation nicht behindern.
Hierfür sind geeignete Rahmenbedingungen wie eine Innovation kompatible Regulierung notwendig.


[1] Adaption in Anlehnung an: Guidelines for Collecting and Interpreting Design Data

[2] Ausnahmen hierzu gibt es. Beispielsweise können Verwaltungsinnovationen der öffentlichen Hand dazu genutzt werden, die in den einzelnen Unternehmen freiwerdenden Ressourcen in zusätzliche gesellschaftlich erwünschte Aktivitäten zu investieren.

[3] Datenquelle: Google Trends

[4] auch andere Innovationsinputs über Invention von wissenschaftlich technische Forschung hinausgehend

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