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Industriesprecher Menz: Akutsituation erfordert aktive Unterstützung der Betriebe

Produktionsstopps sind unbedingt zu vermeiden – Industrie fordert rasche Einführung der Strompreiskompensation zur Entlastung 

Stromnetz
© Envato

Die alarmierende Ausnahmesituation bei den Energiepreisen macht es notwendig, politische Maßnahmen jetzt zu überdenken, mahnt die heimische Industrie. Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), betont: "Die Zeit drängt. Die Energiekostensituation ist, getrieben durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, dramatisch. Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand – was gravierende und weitreichende negative Konsequenzen haben kann. Mit anderen Worten: Wenn es zu Produktionsstilllegungen kommen muss, zieht das Kurzarbeit und Jobverluste mit allen Negativfolgen nach sich; abgesehen davon, dass solche Einschnitte Kapital vernichten, das wir dringend zur Finanzierung der Energiewende brauchen würden.“ 

Energielenkungsmaßnahmen vermeiden

Mit Blick auf die Vorbereitung möglicher Eingriffe in die Energieversorgung der Industrie, sollte es zu Engpässen bei den russischen Erdgaslieferungen kommen, fordert der Branchensprecher frühzeitige Information und ein eng abgestimmtes Vorgehen. "Energielenkungsmaßnahmen wie Produktionsstopps oder Abschaltungen von Betrieben müssen unbedingt vermieden werden“, unterstreicht Menz. 

Flexible und rasche Lösungen gefordert

Der Branchensprecher fordert die Politik zum Umdenken auf: "Der Industriestandort Österreich ist gefährdet. Wir brauchen rasche Lösungen für die momentan drängenden Probleme unserer Betriebe. Dazu gehört die - im Regierungsprogramm bereits verankerte - Umsetzung der Strompreiskompensation gemäß EU-ETS-Richtlinie zur Verhinderung von indirektem Carbon Leakage.“ Die Beschlussfassung der von der Bundesregierung eingebrachten Erhöhung der Vorausvergütung der Energieabgaben sowie der bereits mehrfach angekündigte Dekarbonisierungsfonds sind weitere wichtige Maßnahmen, für die die Industrie eintritt.

Menz warnt in dieser heiklen Situation vor übereilten Belastungsmaßnahmen wie der CO2-Bepreisung. "Das wäre jetzt eine nachhaltige Gefährdung unserer Wettbewerbsfähigkeit.“ 

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