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Frachtwächter

Analyse der Abteilung Wirtschafts- und Handelspolitik der WKÖ

Ukraine-Krieg hinterlässt Spuren im Außenhandel und verstärkt Lieferengpässe

Der Ukraine-Krieg und die Russland-Sanktionen führten zu einem Einbruch des russischen und ukrainischen Außenhandels und dämpften den Welthandel. Die weltweiten Containerfrachtraten blieben davon aber unbeeindruckt und verharrten auch aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise in luftigen Höhen. Verstärkt haben sich die Schwierigkeiten bei der Warenverfügbarkeit, nicht nur durch den Ukraine-Krieg, sondern auch durch neuerliche Lockdowns in China.

Schiff wird mit Containern beladen
© Lidian Neeleman/iStockphoto/Thinkstock

Jeder siebente Beschäftigte in der Seefahrt stammt aus Russland und der Ukraine

Ein beachtlicher Anteil von 15 Prozent aller Beschäftigten in der Seefahrt kommt aus Russland und der Ukraine. Ein länger andauernder Krieg könnte die Verfügbarkeit der Arbeitnehmer erschweren. Da rund 80 Prozent des internationalen Güterverkehrs über Schiffe stattfindet, wäre ein Personalmangel auch belastend für den Welthandel. Der Transport über den Landweg ist zudem keine attraktive Alternative, da die Seidenstraße über Russland führt und einige internationale Unternehmen diesen Weg vermeiden wollen. Gepaart mit den erhöhten Treibstoffpreisen ergeben sich neue Herausforderungen.

Containerpreise von Asien nach Europa geben ein Stück nach

Der Ukraine-Krieg hatte bislang noch keine Auswirkungen auf die globalen Frachtraten, sehr wohl aber auf jene auf der Route von Ostasien nach Nordeuropa, hier sind die Preise merkbar zurückgegangen – vor allem als Folge der Sanktionen.



Der FBX Global Index ist ein Preisindex für das weltweite Verschiffen von einem 40-Fuß-Container.

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Der FBX 11 ist ein Preisindex für 40-Fuß-Containern von China bzw. Ostasien nach Europa.

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Gravierende Lieferkettenengpässe

Im März nahmen die Anspannungen der Lieferketten weiter zu. Acht von zehn Industrieunternehmen in Deutschland waren von Knappheiten bei Industrie-Vorprodukten betroffen. Besonders stark ist die Automobilindustrie getroffen, da ein erheblicher Anteil der von deutschen Automobilhersteller verwendeten Kabelbäume, in der Ukraine hergestellt werden.


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Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen beeinträchtigen den Außenhandel 

Der Ukraine-Krieg sowie die gegen Russland verhängten Sanktionen führten zu einem starken Einbruch des russischen Außenhandels. Im März sanken die russischen Exporte um 5 Prozent, die Importe sogar um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vormonat laut Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft. Die Verwerfungen haben auch Einfluss auf den Welthandel. Dieser ging im März um voraussichtlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.


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Wieder mehr Staus bei den Containerschiffen

Im April stiegen die Containerschiff-Staus wieder an, vor allem in Ostasien. Vermehrte Verzögerungen gab es auch in nordeuropäischen Häfen. Zwölf Prozent der weltweit verschifften Gütermenge befindet sich derzeit auf unbewegten Containerschiffen, etwa doppelt so viel wie im Jänner 2020. Häfen in der Ukraine können aufgrund des Krieges derzeit nicht von Containerschiffen angesteuert werden. Die Ukraine bemüht sich, Waren über den Landweg zu exportieren.


Der BDI ist ein Preisindex für das weltweite Verschiffen von Trockenschüttgut (z.B. Kohle, Eisenerz und Getreide).

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Fazit 

Der Ukraine-Krieg führt zu einer weiteren Verschärfung der Lieferengpässe bei industriellen Vorprodukten und Rohstoffen. Außerdem beeinträchtigen der Krieg und die Sanktionen den Außenhandel. Die Auswirkungen treffen vor allem die Ukraine und Russland, dämpfen aber auch den Welthandel. Nach zwei Jahren Pandemie hatte man mit einer Erholungsphase gerechnet, nun bleibt die Situation aber weiterhin angespannt.


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