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EU-Today vom 16. September 2019

Topinformiert: Juncker und Johnson diskutieren Brexit – Vorbereitungen auf 31.10. laufen weiter +++ EU-Parlament diskutiert Brexit und EU-Haushalt – Heimische Unternehmen profitieren von EU-Programmen Horizont 2020 und Erasmus+

Juncker und Johnson diskutieren Brexit – Vorbereitungen auf 31.10. laufen weiter 

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kommt heute mit dem britischen Premierminister Boris Johnson zum ersten bilateralen Treffen seit dessen Amtsübernahme zusammen. Das geplante Brexitdatum 31. Oktober naht. Die britische Handelskammer (BCC) hat in ihrer heute veröffentlichten Wirtschaftsprognose die Wachstumserwartungen für Großbritannien für 2019 auf 1,2 Prozent (von 1,3 Prozent) und für 2020 auf 0,8 Prozent (von 1,0 Prozent) gesenkt. Als Grund nennt sie u.a. die Unklarheit über den bevorstehenden Brexit.

Auch wenn Österreich vom Brexit im EU-Vergleich geringer betroffen ist als andere Länder, geht es um den neuntwichtigsten Exportmarkt und den Top-5-Markt für rot-weiß-rote Dienstleistungen. Mit dem Brexit-Infopoint stehen die Expertinnen und Experten der WKÖ unseren Unternehmen weiterhin für alle praktischen Fragen zur Verfügung (telefonisch unter 0590900-5590 von Montag bis Donnerstag von 8-16.30 Uhr und freitags von 8-16 Uhr und per Mail unter brexit@wko.at). 


EU-Parlament diskutiert Brexit und EU-Haushalt – Heimische Unternehmen profitieren von EU-Programmen Horizont 2020 und Erasmus+ 

Auf der Tagesordnung der Plenartagung des Europaparlaments in Straßburg stehen diese Woche neben einer Entschließung zum Brexit auch Änderungsanträge zum EU-Haushalt 2020: Am Mittwoch stimmen die EU-Abgeordneten über eine Aufstockung des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 (in Höhe von 80 Millionen Euro) und des Erasmus+-Programms (um 20 Millionen Euro) ab. Sie debattieren am selben Tag mit EU-Brexit-Chefverhandler Michel Barnier über Auswirkungen eines No-Deal-Brexit und die Bedingungen, unter denen das Parlament eine weitere Aufschiebung des Austritts unterstützen würde. Morgen Dienstag wird das Parlament voraussichtlich die Nominierung Christine Lagardes als Präsidentin der Europäischen Zentralbank unterstützen.

Horizont 2020 hat sich für Österreichs Wirtschaft zu einer Erfolgsgeschichte mit europäischem Mehrwert und nachweisbarem Nutzen entwickelt: Im EU-Vergleich beteiligen sich überdurchschnittlich viele rot-weiß-rote Unternehmen am Programm, welches von 2014 bis 2020 läuft. Das Austauschprogramm Erasmus+ ist nicht nur für Studenten, sondern auch für Lehrlinge eine hervorragende Gelegenheit, von Auslandserfahrung zu profitieren. Auch die heimischen Betriebe profitieren von Mitarbeitern mit internationaler Erfahrung und Auslandskontakten. 


REDAKTION:
Franziska Annerl, Franziska.Annerl@eu.austria.be, EU Representation WKÖ

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