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EU-Today vom 20. November 2019

Topinformiert: WKÖ Schwarzer: Klimaschutz gelingt, wenn alle führenden Wirtschaftsräume an einem Strang ziehen +++ Eurobarometer-Umfrage: Europäer und Österreicher sehen Vorteile im internationalen Handel – Ambitionierte Handelsabkommen verbessern Rahmenbedingungen

WKÖ Schwarzer: Klimaschutz gelingt, wenn alle führenden Wirtschaftsräume an einem Strang ziehen

„Europa kann einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten, benötigt aber starke Partner an seiner Seite. Klimaschutz gelingt dann, wenn alle führenden Wirtschaftsräume an einem Strang ziehen“, betonte Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei einem Pressegespräch heute, Mittwoch, in Brüssel.

Als wichtiger nächster Schritt soll daher auf internationaler Ebene ein globaler CO2-Preis für die Energiewirtschaft und die emissionsstärksten Sektoren eingeführt werden: „Nur so kann verhindert werden, dass die industrielle Produktion dorthin abwandert, wo der Emissionsausstoß nichts kostet. Ohne Level Playing Field bleiben die Technologieverbesserungen aus.“

Der Industrie dürfen die Mittel nicht entzogen werden, die sie zum Investieren in CO2-freie Technologie braucht. Europäische Betriebe, die Technologieführer sind, verlieren durch die Zertifikatskosten des Emissionshandels Geld, das dann für die großen Investitionen fehlt. Zertifikatserlöse müssen in die Sektoren zurückfließen, um Energieinnovationen zu finanzieren.


Eurobarometer-Umfrage: Europäer und Österreicher sehen Vorteile im internationalen Handel – Ambitionierte Handelsabkommen verbessern Rahmenbedingungen

Laut einer Eurobarometer-Sonderumfrage sehen 60 Prozent der Europäerinnen und Europäer (58 Prozent der Österreicher) persönliche Vorteile im internationalen Handel. Die größere Auswahl von Produkten, gefolgt von niedrigeren Preise werden als wichtigste Vorteile genannt. Laut der heute von der Europäischen Kommission in Brüssel veröffentlichten Umfrage sind 71 Prozent der Europäer (75 Prozent der Österreicher) der Ansicht, dass die EU die Handelsinteressen besser verteidigen kann als die Mitgliedsländer alleine. Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger Europas befürworten Regeln für den internationalen Handel.

Als kleines Land ist Österreich auf den Handel mit anderen Ländern angewiesen. Die WKÖ befürwortet daher die strategisch ausgelegte und aktive EU-Handelspolitik und in diesem Zusammenhang auch den Abschluss ambitionierter Handelsabkommen. Sie verbessern die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Handel und schaffen mehr Rechtssicherheit. 


REDAKTION:
Franziska Annerl, Franziska.Annerl@eu.austria.be, EU Representation WKÖ

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