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EU-COVID-Zertifikat schafft Voraussetzungen für europaweites Reisen

Start per 1. Juli 2021

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© Gregory Bajor/Getty Images

Mit 1. Juli kann es losgehen: Dann sollte das digitale EU-COVID-Zertifikat europaweit für Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete verfügbar sein. Laut Kommissionsvorschlag soll es Tests oder Quarantäne für sie dann nicht mehr geben. Die EU-Staaten dürfen aber weiterhin entsprechende eigene Regelungen einführen. Die Wirtschaftskammer war mit der EU Representation über die europäischen Dachverbände Eurocommerce und EUROCHAMBRES in die Entstehung des Passes eingebunden. Das EU-COVID-Zertifikat ist ein wichtiger Schlüssel zur Wiederherstellung der vier Grundfreiheiten im europäischen Binnenmarkt nach der Krise und damit essentiell für den Wiederaufschwung. 

Den EU-Corona-Pass erhalten alle kostenlos, die entweder bereits geimpft, kürzlich negativ getestet oder von einer COVID-Erkrankung genesen sind. Das Zertifikat gibt es sowohl in Papier- als auch in digitaler Form. Mit dem EU-Gateway wird die Echtheit der COVID-Zertifikate anhand eines QR-Codes überprüft. Bei diesem Prozess werden keine persönlichen Gesundheitsdaten übertragen. Zwei virtuelle „Schlüssel“ stellen sicher, dass das Zertifikat authentisch ist und der/die InhaberIn die Kriterien erfüllt. Die Gesundheitsdaten selbst bleiben bei der koordinierenden Stelle im jeweiligen Mitgliedstaat.  

Für den europäischen und heimischen Tourismus ist der Corona-Pass ein entscheidendes Instrument im Restart. Auch andere Wirtschaftssektoren könnten profitieren: Der Pass mit einheitlichen Parametern könnte nicht nur bei Reisen, sondern auch z.B. für den Zugang zu Dienstleistungen, Arbeitsstätten oder Veranstaltungen europaweit angewendet werden. Das wäre ein bedeutender Schritt hin zur Wiedererlangung vieler persönlicher Freiheiten. 

Besonders wichtig für den freien Binnenmarkt: Auch wenn Österreich oder andere EU-Länder ihre eigenen Ausweise nutzen, gibt es keine nationale Sonderbehandlung. Alle Erleichterungen, die auf nationaler Ebene gewährt werden, gelten für alle EU-Passbesitzer und -besitzerinnen. Die Pässe soll es bis zum Ende der Corona-Zeit geben. Die EU baut aber vor: Um für künftige Pandemien besser gerüstet zu sein, soll die Infrastruktur erhalten bleiben. Damit ist sie im Notfall schnell einsatzbereit und soll künftige Lockdowns verhindern.

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