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Energieversorgung: Existenzbedrohung für Industriestandort Österreich

WKÖ-Bundesspartenobmann Menz: Betriebe brauchen unmittelbar effektive Unterstützung ebenso wie verlässlichen Plan für die Zukunft 

Wasserstoff Sujetbild
© iStock

Angesichts der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Wirtschaft, befindet sich die heimische Industrie in einer existenzbedrohenden Ausnahmesituation. "Unmittelbare Auswirkung sind die rasanten Energiepreissteigerungen, fehlende Rohstoffe und unterbrochene Lieferketten, die die Industrie massiv unter Druck setzen“, skizzierte Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuelle Situation bei einem Treffen mit den Spitzen-Vertretern der heimischen Industrie.  

Jetzt müsse die nationale Politik den Fokus auf eine Sicherung der Energieversorgung legen, sind sich die Spitzenvertreter einig und fordern, dass sofort Maßnahmen ergriffen werden, die eine staatliche Energielenkung verhindern. 

Ebenso verlangt die heimische Industrie, dass Genehmigungsverfahren für Produktionswirtschaft und Infrastruktur deutlich beschleunigt werden. Menz: "Damit unsere Betriebe den ökologischen Wandel vollziehen können, müssen ihnen bürokratische Prügel aus dem Weg geräumt werden.“  

Wasserstoff-Technologie als echte und attraktive Energie-Alternative 

Und auch bei den alternativen Technologien muss die Politik mehr Mut zeigen, ist der Branchensprecher überzeugt. Menz: "Die heimische Industrie ist mit ihren Innovationen Teil der Lösung und Partner auf dem Weg zur Energiewende. Es ist höchste Zeit, endlich die Rahmenbedingungen für eine Wasserstoff-Wirtschaft in Österreich zu schaffen. Die Wasserstoff-Technologie kann eine echte und attraktive Alternative sein. Dazu brauchen wir aber rasch die Umsetzung der lange versprochenen Wasserstoff-Strategie, also einen notwendigen rechtlichen Rahmen, genauso wie Förderbestimmungen und Regelungen für die Infrastruktur.“

Als sofort umzusetzende Maßnahme braucht es die Strompreiskompensation gemäß europäischen Emissionshandelssystem sowie die Einrichtung eines Dekarbonisierungsfonds zur Unterstützung der Transformation für Produktionsbetriebe. "Die heimische Industrie ist tragende Säule für den Standort Österreich und sichert direkt rund 460.000 und indirekt insgesamt 1,2 Millionen Arbeitsplätze in Österreich und damit auch den Wohlstand in den Regionen. Die Branche hat jetzt jede Unterstützung verdient“, betont Menz. 

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