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Eisenbahn-KV – Arbeitgeber sehen bei Gewerkschaft keinen ernsthaften Willen für Abschluss und unterbrechen Verhandlungen

Arbeitgeber-Angebot von bis zu 12 % Gehalts-Plus, trotzdem Streik-Szenarien der vida. WKO FV Schienenbahnen empfiehlt Unternehmen zu freiwilliger Erhöhung

Bahnhof, Bahn
© wkö

Die Arbeitgeberseite unterbricht die Verhandlungen mit der Gewerkschaft vida in der vierten Runde am 20. November. Mit einer Einmalzahlung von 1.000 Euro noch vor Weihnachten, einem Gehalts-Plus von bis zu 12 Prozent für die unteren Einkommen und einem Mindestbetrag von 200 Euro ist die Finanzierbarkeit für die Unternehmen ausgereizt. "Wir kommen nicht mehr weiter und reden gegen eine Wand. Vor dem Hintergrund dieses Angebotes Streikszenarien in den Raum zu stellen, ist maßlos und unverantwortlich“, betont der Chefverhandler und Obmann des Fachverbands (FV) der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Thomas Scheiber

Gewerkschaft nicht willens für Verhandlungen

Die Beharrung der vida auf einem Plus von 400 Euro auf alle Gehälter und damit einem völlig unrealistischen Gehalts-Plus von bis zu 24 Prozent in den unteren Gehaltsklassen hat die Verhandlungen von Beginn an äußerst schwierig gestaltet. Die Appelle an die Gewerkschaft, ihren Teil zu konstruktiven und lösungsorientierten Verhandlungen beizutragen, waren wenig wirkungsvoll. Vielmehr hat die vida ihre Mitglieder darauf eingestimmt, dass ihre Forderungen auf Punkt und Beistrich erfüllt sein müssen. "Das waren defacto in keiner Runde Verhandlungen auf Augenhöhe, die Gewerkschaft hat den Boden der Realität komplett verlassen. Ein Plus von bis zu 24 Prozent auf die Gehälter und damit insgesamt mehr als 400 Mio. Euro ist für die Unternehmen unfinanzierbar und damit werden Arbeitsplätze gefährdet“, so Scheiber.  

Arbeitgeber bieten bis zu 12 Prozent Plus

Die Sozialpartner verhandeln die Kollektivverträge für mehr als 65 Unternehmen in der gesamten Eisenbahnbranche, daher müssen diese auch alle berücksichtigt werden und die Finanzierung stemmen. Nicht zuletzt im Vergleich mit sämtlichen anderen Branchen, die bereits KV-Abschlüsse zwischen durchschnittlich 7,4 und 8 Prozent erreicht haben, hebt sich das Angebot im Eisenbahnbereich ab. Scheiber: "Wir sind dem Sozialpartner nochmals entgegengekommen und haben dessen Forderungen nach einem Mindestbetrag und einem starken Signal für die unteren Einkommen berücksichtigt.“ 

Das Arbeitgeberangebot im Detail:

  • Lohnsteuerbefreiten Einmalbetrag/Teuerungsbonus über 1.000 Euro
  • Plus 7,5 Prozent auf Löhne und Gehälter ab 1.12. 2022, mindestens aber Plus 200 Euro pro Monat
  • Das ist durchschnittlich über alle Gehaltsklassen ein Plus von 8 Prozent, in den unteren Einkommen ergibt dies ein Gehalts-Plus von bis zu 12 Prozent.
  • Die valorisierbaren Nebenbezüge werden um Plus 8 Prozent erhöht.
  • Lehrlinge erhalten einen Einmalbetrag/Teuerungsbonus über 250 Euro im Dezember 2022 und Plus 100 Euro pro Monat, mindestens aber Plus 7,5 Prozent 

Unterbrechung der Verhandlungen und Empfehlung für freiwillige Erhöhung

Die Arbeitgeber betonen, dass sie in dieser Verhandlungsrunde keinen anderen Ausweg mehr gesehen haben, als die Verhandlungen ihrerseits zu unterbrechen. "Auch ganz besonders deshalb, weil den Mitarbeitern durch die Blockade der Gewerkschaft die Zeit davonläuft. Auch für uns kommt gar nicht infrage, dass unsere Mitarbeiter ärmer werden. Und genau deswegen drängen wir darauf, dass sie noch vor Weihnachten mehr Geld auf ihrem Konto haben und mussten reagieren“, erklärt Scheiber den Vorstoß der Arbeitgeber. Dass der weitere Verhandlungsverlauf völlig unvorhersehbar und ein KV-Abschluss noch in diesem Jahr aufgrund der Beharrungs-Parolen der Gewerkschaft fraglich ist, sei vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein untragbarer Zustand. 

Daher gibt der Fachverband der Schienenbahnen in einem Schreiben an seine Mitglieder folgende Empfehlung ab: 

Wir empfehlen unseren Mitgliedern, die in den Geltungsbereich des Kollektivvertrages für die Arbeitnehmer der österreichischen Eisenbahnunternehmen bzw. der Dienst- und Besoldungsordnung fallen, auf freiwilliger Basis und unter Anrechnung künftiger KV-Erhöhungen, die Löhne und Gehälter vorab mit 1. Dezember 2022 befristet auf 12 Monate um 200 Euro pro Monat, mindestens aber um 7,5 Prozent zu erhöhen.  

"Unabhängig von dieser Empfehlung sind wir weiter verhandlungsbereit und hoffen beim Sozialpartner auf einen Sinneswandel für konstruktive und vor allem realistische Gespräche für einen fairen und für die Unternehmen finanzierbaren KV-Abschluss“, so Scheiber abschließend. 

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