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WKO Analyse: Bevölkerung fordert mehr Freiheit für Unternehmen

August 2017: Publikation der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik

  • Eine aktuelle Gfk-Studie bestätigt das Bekenntnis der Bevölkerung zu mehr Freiheit für Unternehmen.
  • Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher empfinden das Handeln der Politik als nicht unternehmerfreundlich.
  • Die größte Hürde für die Selbstständigkeit ist die zu hohe Bürokratie und die Angst vorm Scheitern. 

Die von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebene Gfk-Studie zu Wirtschaft, Staat und Gesellschaft stellte in der österreichischen Bevölkerung im Vergleich zu 2013 ein klares Bekenntnis zu mehr Freiheit für Unternehmen fest. Insbesondere im Vergleichszeitraum zwischen 2013 und 2017 verschob sich das Antwortverhalten weg von der Forderung einer verstärkten Kontrolle durch den Staat.

Die Bevölkerung empfindet, dass

  • Bürokratie, Steuern und Personalkosten die größten Hemmnisse für den Wirtschaftsstandort Österreich sind.
  • Unternehmertum überwiegend positiv konnotiert ist.
  • Freiheit für Unternehmen gefördert, und
  • Unternehmensgründungen und Insolvenzen erleichtert werden sollen. 

Hauptergebnisse der Studie im Überblick


Positives Image des Unternehmertums

Das Image des Unternehmertums fällt in Österreich positiv aus, mehr als sieben von zehn Befragten bewerten das Unternehmertum als „sehr gut“ oder „eher gut“. Ganz besonders positiv fällt die Bewertung des Unternehmertums in der Gruppe jener aus, die den Unternehmen einen großen Anteil an der Schaffung von Wohlstand in Österreich zuschreiben, bei den höheren Einkommensklassen und interessanterweise bei Schülern und Auszubildenden. Das ist umso bemerkenswerter, da ja eine Mehrheit der Befragten gar nicht davon ausgeht, dass in Schulen eine Grundlage zu unternehmerischem Denken gelegt wird.

Schule vermittelt zu wenig Grundlagen des Unternehmertums

Der Schule als Ort der Wissensvermittlung wird zugeschrieben, keine Anreize zu vermitteln, Unternehmer zu werden. Fast die Hälfte der Befragten sieht diese Rolle kritisch, nur 11 Prozent glauben, die Schule mache in der Vermittlung der nötigen Grundlagen Mut, Unternehmer zu werden. Besonders kritisch sehen die Rolle von Schulen die Absolventen von Universitäten und Hochschulen, sie vermissen zu 57 Prozent die Vermittlung von Anreizen zum Unternehmer-Sein.

Bevölkerung fordert mehr Freiheit für Unternehmen

Die Befragten sehen die Notwendigkeit gegeben, Handlungsspielräume für Betriebsentwicklung zu erweitern und Bürokratie zu minimieren; von Selbstständigen wird diese Forderung besonders stark erhoben. In eine ähnliche Kerbe schlägt das Ergebnis, wonach es Erleichterungen für Unternehmensneugründungen und Insolvenzen bedarf. 

Einschätzung der Bevölkerung zum Standort Österreich

Die Faktoren Politik (Reformbereitschaft), Bürokratie, Steuern und Personalkosten (Lohnnebenkosten) sind die größten Hemmnisse für den Standort Österreich, so die Befragten. Jeweils mehr als die Hälfte bewertet diese Faktoren mit den Noten „ungenügend“ (Note 5) bzw. „genügend“ (Note 4), jeweils nur rund jeder Zehnte mit „sehr gut“ (Note 1) bzw. „gut“ (Note 2). 

Standortfaktoren Österreich (Mittelwerte nach Schulnotensystem)

Potenzial bei Unternehmerfreundlichkeit der Politik

Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher empfindet das Handeln von Politik und Verwaltung eher nicht unternehmerfreundlich. Nur 12 Prozent sind mit der aktuellen Lage zufrieden, 42 Prozent sind nicht zufrieden. Wer das Image der Unternehmer in Österreich schlecht bewertet, sieht auch deutlich stärker das Handeln von Politik und Verwaltung in Hinblick auf die Unternehmerfreundlichkeit kritisch.

Zufriedenheit mit Unternehmerfreundlichkeit von Politik (in %)

Hemmnisse für Unternehmertum

Fehlende Ideen und der Wettbewerb sind jedenfalls für die wenigsten Befragten als Grund dafür, nicht selbstständig bzw. Unternehmer zu werden.

Jeweils 11 Prozent nannten diese Motive. Hauptgründe gegen den Schritt in die Selbständigkeit, sind das damit verbundene Risiko bzw. die Angst vor dem Scheitern, die vielen Vorschriften (also die bürokratische Belastung), die Kosten und fehlende Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses, das vielfach dem Risiko des Unternehmertums vorgezogen wird.

Warum wird der Schritt in die Selbständigkeit nicht gewagt?

  • verbunden Risiko bzw. die Angst vor dem Scheitern
  • bürokratische Belastung
  • Kosten und die fehlenden Finanzierungs-möglichkeiten.
Hemmnisse für Unternehmertum (in %)

Einstellung Sozialleistungen vs. Steuersenkungen

Das Antwortverhalten bei der Frage mehr Sozialleistungen vs. weniger Steuern fällt ganz im Sinne eines erhöhten Bedürfnisses nach weniger Staat aus. Mehr als drei Viertel wollen lieber einen Abbau der Steuern als einen Ausbau von (staatlich verteilten) Förderungen. Einzig die jüngsten Befragten bis 30 Jahren können sich zu einem etwas höheren Anteil mehr an Förderungen vorstellen – mehrheitlich plädieren sie aber auch zu einem Abbau der Steuerlast.

Einstellung Sozialleistungen vs. Steuersenkungen

Fazit

Mehr Freiheit für Unternehmen, weniger Bürokratie, ein deutlich stärkeres Handeln von Politik und Verwaltung in Hinblick auf die Unternehmerfreundlichkeit und Steuersenkungen statt Erhöhung der Sozialleistungen –  dafür spricht sich die österreichische Bevölke-rung in einer rezenten Gfk-Umfrage aus.

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