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Diagnose Österreich 2019

Einschätzungen und Empfehlungen internationaler Organisationen zur österreichischen Wirtschaftspolitik

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Internationaler Währungsfonds (IWF) und die Europäische Kommission (EK) stellen Österreich für seine Reformkraft ein gutes Zeugnis aus. Bisherige Maßnahmen haben sich positiv auf die wirtschaftliche Lage ausgewirkt, jedoch gibt es einige Empfehlungen für Reformen in verschiedensten Bereichen, die noch nicht umgesetzt wurden.

Österreich hat mehrere Jahre einer sehr guten konjunkturellen Entwicklung hinter sich, welche sich jedoch langsam abkühlt. Dadurch schließt sich langsam ein ideales konjunkturelles Zeitfenster, in dem sich strukturelle Reformen gut umsetzen lassen. Mit diesen Reformen kann ein „Polster“ für schlechtere wirtschaftliche Zeiten aufgebaut werden. Wegen des drohenden Abschwungs drängt die Zeit, Reformen im Pensions-, Gesundheits-, oder Föderalismussystem umzusetzen. 

Wachstum, Innovation und Unternehmertum

  • Innovation und Digitalisierung stärken, um Investitionen besser in Faktorproduktivitätswachstum umzuwandeln
  • Strukturelle Herausforderungen für das Wachstum innovativer Unternehmen beheben (z.B. die Verfügbarkeit von Wagniskapital verbessern)
  • Den ländlichen Raum besser mit High-Speed-Konnektivität versorgen 

Fachkräfte und Bildung

  • Die Zahl der Universitätsabsolventen technischer Fächer erhöhen
  • Mehr Kinderbetreuungs- und Langzeitpflegeleistungen bereitstellen 

Entlastung und Bürokratieabbau

  • Die fiskalpolitischen Beziehungen zwischen Bund und Länder verbessern um Kosten zu senken und Reformen zu ermöglichen
  • In einer Reform des Steuersystems mehr Arbeitsanreize einfließen lassen und Steuergerechtigkeit prüfen 

Soziale Systeme

  • Die Nachhaltigkeit des Pensionssystems und der Langzeitpflege absichern
  • Die Gesundheitsversorgung bei gleichbleibend hoher Qualität modernisieren und effizienter gestalten 

Gesamte Ausgabe Diagnose Österreich 2019 

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