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Arbeitszeitflexibilisierung: Gemeinsam gewinnen

Betriebe und Mitarbeiter profitieren

Das lange geforderte moderne Arbeitszeitgesetz ist unter Dach und Fach. Dieser wichtige WKO-Erfolg nützt den Unternehmen und ihren Mitarbeitern.

Handshake
© WKÖ

Entgegen der von manchen Personen und Institutionen betriebenen negative Propaganda ist die im Nationalrat beschlossene Arbeitszeitflexibilisierung ein Gewinn für Unternehmen und Beschäftigte. Die Flexibilisierung macht unsere Unternehmen wettbewerbsfähiger, den Standort dynamischer und die Beschäftigten flexibler beim Freizeit-Konsum sowie beim Einkommen. Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick: 

  • Fallweise dürfen bis zu 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche gearbeitet werden – dauerhaft im Viermonatsschnitt aber nicht mehr als 48 Stunden pro Woche. Es gibt aber weder einen generellen 12-Stunden-Tag noch eine generelle 60-Stunden-Woche. Die 11. und 12. Stunde sind grundsätzlich Überstunden mit Zuschlag. Die Arbeitnehmer können Arbeitsleistungen über 10 Stunden bzw. über 50 Stunden ohne Angabe von Gründen ablehnen und dürfen aus dem Grund nicht benachteiligt werden.
  • Für Überstunden jenseits der 10 Stunden pro Tag bzw. der 50 Stunden pro Woche können Arbeitnehmer bestimmen, ob sie in Geld oder mit Zeitausgleich vergütet werden.
  • Gleitzeit: Künftig kann für selbstbestimmtes Arbeiten eine Höchst- und Normalarbeitszeit von 12 statt bisher 10 Stunden pro Tag vereinbart werden, sofern dem Arbeitnehmer ein ganztägiger Zeitausgleich in Verbindung mit dem Wochenende ermöglicht wird. Dadurch wird es für Arbeitskräfte leichter, Zeitguthaben zu erwerben und diese geblockt zu konsumieren – Stichwort Vier-Tage-Woche. Bei selbstbestimmtem Arbeiten innerhalb dieser Grenzen fallen keine Überstundenzuschläge an, bei angeordneten Arbeitsleistungen können hingegen Zuschläge anfallen.
  • Kollektivverträge können nun vorsehen, dass Zeitguthaben und Zeitschulden über mehrere Zeiträume hinweg übertragen werden.
  • Eine Beschäftigung an bis zu 4 Wochenenden oder Feiertagen pro Kalenderjahr per Betriebsvereinbarung oder schriftlicher Einzelvereinbarung (ausgenommen Verkaufstätigkeiten) wird möglich.
  • Ebenfalls möglich wird die Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf 8 Stunden bei geteilten Diensten im Hotel- und Gastgewerbe.
  • Familienangehörige und Arbeitnehmer mit selbständiger Entscheidungsbefugnis werden von Arbeitszeitgesetz und Arbeitsruhegesetz ausgenommen. 

Mit flexibleren Arbeitszeiten können Österreichs Betriebe auf die Herausforderungen und Chancen des wachsenden Wettbewerbs die richtigen, maßgeschneiderten Antworten geben. 

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