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Alpbacher Wirtschaftsgespräche 2017

Unterlagen und Erkenntnisse

Die Alpbacher Wirtschaftsgespräche 2017 widmen sich dem Generalthema "Konflikt und Kooperation".  

Gerade in der Sozialen Marktwirtschaft sind die Grundsätze der Marktwirtschaft – neben Freiheit auch Leistung und Eigenverantwortung – mit dem Prinzip der Solidarität verbunden. Unter diesen Voraussetzungen stehen Unternehmertum, Freiheit und Wachstum nicht im Widerspruch zu einander, sondern ergänzen sich, und Wohlstand ist die Folge.

Zum Thema

Kein Konflikt zwischen Deregulierung und Wachstum

Länder oder Volkswirtschaften, die das wirtschaftliche und unternehmerische Handeln des Einzelnen und des Unternehmens nicht einschränken, sind  auch erfolgreicher in ihrer volkswirtschaftlichen Performance, z.B. BIP-Wachstum, Wohlstand, Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit.

WKO Analyse zum Thema

Rankings zu Österreich

Mehr zu Bürokratie und Regulierung:

Monitoring Report 2017

Bevölkerung fordert mehr Freiheit für Unternehmen

Mehr Freiheit für Unternehmen, weniger Bürokratie, ein deutlich stärkeres Handeln von Politik und Verwaltung in Hinblick auf die Unternehmerfreundlichkeit und Steuersenkungen statt Erhöhung der Sozialleistungen – dazu spricht sich die österreichische Bevölkerung in einer rezenten Gfk-Umfrage aus. 

Hauptergebnisse der Umfrage

Leistungen der Unternehmen im Jahr 2016

Folder


Erkenntnisse aus Alpbach

Die Nachschau „Alpbach 2017“ bietet einen Überblick über die WKÖ-Aktivitäten in Alpbach und fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Diskussionsinhalte der Paneldiskussionen und Arbeitskreise zusammen.

30.8.2017: Arbeitskreise der WKÖ

Arbeitskreis: Geringes Produktivitätswachstum trotz digitaler Revolution? Schlussfolgerungen für Europa

# 1: Das geringe Produktivitätswachstum „ist dem schwachen Investitionsniveau geschuldet“ (Kocher, IHS).

# 2: Aus Unternehmenssicht ist für diese Entwicklung „auch die politische Komponente mitverantwortlich“ (Kratky, AUA), u.a. weil falsche Rahmenbedingungen gesetzt werden oder die Regulierung als investitionshemmend gesehen wird.

# 3: Bürokratieabbau und Lohnnebenkostensenkung für eine Steigerung der Investitionen sind notwendig (Rabmer-Koller, WKÖ).

# 4: Investitionen in Bildungssystem notwendig, um Fachkräfte auszubilden und so die Arbeitsproduktivität zu steigern. U.a. im IT-Bereich ist in Österreich ein großer Mangel an qualifizierten Experten zu erkennen.

Wir befinden uns derzeit in einem Umstellungsprozess aufgrund der Digitalisierung. Das heißt, es gibt oft Doppelstrukturen (digitale/ nicht digitale), die  momentan eigentlich mehr aufhalten und behindern als dass sie die Produktivität ankurbeln.

Digitalisierung wird die Arbeitswelt verändern, was bedeutet, dass „einige niedrigqualifizierte Jobs nicht mehr gebraucht werden, aber neue Jobs geschaffen werden“, z.B. im Sozialbereich. Technologische Sprünge „fühlen sich momentan noch fremd an, aber im Laufe der Zeit wird man sich darauf einstellen und das beeinflusst auch die Produktivität“ (Bierwirth, T-Mobile).

>> Fakten zur Produktivität: Ausgabe der Wirtschaftspolitischen Blätter
>> WKÖ-Presseartikel

Arbeitskreis: Internationaler Handel - Kooperation vs. Abschottung
Chair: Ralf Kronberger (WKÖ)

Jürgen Roth (WKÖ)

  • Jeder zweite Job hängt in der österreichischen Privatwirtschaft direkt oder indirekt vom Export ab.
  • Der Zugang zu internationalen Märkten ist gerade für KMU existenziell: 41.000 KMU oder 98 % aller Exporteure sind KMU.
  • Die Bedeutung des internationalen Handels wird in Österreichs durch die hohe Zahl an „hidden champions“ verdeutlicht.

Gabriel Felbermayr (ifo Institut)

  • Studien zeigen: Der Zugang zu internationalen Märkten schafft Wirtschaftswachstum und Wohlstand.
  • Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist eine Rückkehr zu Protektionismus bemerkbar, dieser nimmt jedoch neue Formen an: Waren es früher Zölle und Quoten, so sind es nun diffizilere Handelsabwehr-Methoden.
  • Simulationsergebnisse zeigen, dass eine Einschränkung der Handelsaktivitäten zu einem Rückgang des Realeinkommens von bis zu 39 % führen würde.

Arancha Gonzalez (International Trade Centre)

  • Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, die internationalen Handel nicht nur ermöglichen, sondern auch tatsächlich in die Realität umsetzen.
  • Dabei brauche es Institutionen wie die Wirtschaftskammern, die vor allem KMU durch ihre Serviceleistungen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern.

Kate Kalutkiewicz (Senior Trade Representative, US Trade Representation to the EU)

  • Das Bekenntnis der USA zum freien und fairen Handel ist nach wie vor aufrecht. US-Präsident Trump bekennt sich zum Handel und hat es sich zum Ziel gesetzt, den Exportanteil der USA zu erhöhen.
  • Auch in den USA ist der Anteil der KMU sehr hoch – und diese Betriebe profitieren deutlich vom internationalen Handel.

Priit Pallum (Direktor der Handelsdirektion im estnischen Außenministerium)

  • Der Großteil des Weltwirtschaftswachstums wird außerhalb der EU erzielt. Über 30 Millionen Jobs hängen vom Handel außerhalb der EU ab.
  • Ein geschlossener Auftritt Europas ist wichtig, um auch in Zukunft ambitionierte Handelsabkommen abzuschließen. Zölle verlieren zunehmend an Bedeutung. Daher ist eine verstärkte Kooperation bei Regularien auf allen Ebenen immer wichtiger.

>> Mehr Infos zu Handelsabkommen
>> Presseartikel

Fazit:
Auch internationale Verflechtungen zwischen Unternehmen wirken sich auf die Produktivität aus. Es zeigt sich, dass die Kooperation der verarbeitenden Industrie mit in- und ausländischen Dienstleistern das Produktivitätswachstum fördert. Die Effekte sind am stärksten in kleinen,     offenen Volkswirtschaften wie Österreich, wo vor allem hoch- und mitteltechnologische Industrien von ausländischen Unternehmensdienstleistungen profitieren. Besonders für die kleinen und mittelgroßen EU-Länder erleichtert der europäische Binnenmarkt also eine effiziente Ressourcen­allokation.

29.8.2017

Prof. Ernst Fehr von der Universität Zürich betonte, dass Kooperation im Wirtschaftsleben „im Stillen“ (und alltäglich) stattfindet, funktioniert und somit als gegeben angesehen wird. Konflikte wiederum seien in der Öffentlichkeit sichtbarer. Kooperation, so Fehr, findet auf allen Wirtschaftsebenen statt: zwischen Individuen, Unternehmen, Institutionen und Staaten. Der Außenhandel und Vorteile, die für exportierende und importierende Länder durch den Handel entstehen, sind offensichtliche Positivbeispiele von Kooperation. 

Prof. Alex Pentland vom MIT betonte, dass die Interaktion zwischen Individuen und „economic player“ Kooperation hervorbringt, Vertrauen schafft und neue Möglichkeiten öffnet. 

Prof. Mariana Mazzucato von der UCL betonte im Panel zum Themenblock "Europa und Unternehmertum im Jahr 2050" die Wichtigkeit von Investitionen für die Wirtschaft und den Wohlstand. Damit Europa als Ganzes profitiert – und v.a. im Vergleich zu anderen Regionen, wie z.B. den USA – aufholt, bedarf es eine Steigerung sowohl der privaten als auch öffentlichen Investitionen und seitens der Politik langfristiges, strategisches Denken. 

Shahrzad Rafati (Gründerin und CEO von BroadbandTV Corp) schlug in dieselbe Kerbe und unterstrich, dass in Europa – im Vergleich zu den USA – zu wenig investiert wird, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass zu viel Regulierung existiert. Für die Zukunft der Arbeitswelt und der Wirtschaft wünscht sich Rafati, Bildungsschwerpunkte auf neue Technologien und Wissenschaft zu legen und den Unternehmergeist der jungen Menschen zu wecken. 

Carl-Peter Forster (Volvo Cars Corporation) betonte die Relevanz von Bildung und dabei im Speziellen von MINT-Fächern, digitalen Skills und des Ingenieurwesens, die Europas Wettbewerbsfähigkeit längerfristig steigern würden. Als europäische Zukunftsbranchen – in denen Europa und Österreich schon jetzt eine wichtige Rolle spielen, wo aber noch großes Potenzial liegt – wurden von den Rednern die Bereiche Greentec, Umwelttechnologien und erneuerbare Energieträger identifiziert.

Fazit: Kooperation ermöglichen 
Selbstverständlich sind gewisse Regulierungen bzw. Rahmenbedingungen not-wendige Voraussetzung für das Funktionieren von Märkten. Auf der anderen Seite stellen überschießende Regulierungen und bürokratische Hürden große Kostenfaktoren dar, die die Handlungsfreiheiten der Wirtschaftsakteure einschränken und wohlstandshemmend wirken. Der Wirtschaftsstandort benötigt zukunftsorientierte wirtschaftspolitische Maßnahmen und ambitionierte Reformen. Es braucht den Spielraum, um die Kooperation zwischen Unternehmen und der Gesellschaft zu ermöglichen.

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