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Zentralasien: Tadschikistans Wirtschaft weltweit unter den Top 10

Wirtschaftsdelegierter Thaler: Österreichisches Know-how wird in Tadschikistan geschätzt - Andritz modernisiert größtes Kraftwerk Zentralasiens

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© (C) WKO Inhouse GmbH

„Tadschikistans 8,5-Milliarden-Dollar-Wirtschaft zählt weltweit zu den zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. In den ersten neun Monaten 2018 stieg das Wirtschaftswachstum um 7,1 Prozent. In den kommenden zwei Jahren wird ein Wachstumspfad von 7 Prozent erwartet. Die in den letzten Jahren gesunkenen Auslandsinvestitionen ziehen wieder an. Die lokale Währung hat sich stabilisiert. Die lokale Produktion wird sukzessive ausgebaut und führte bereits zu einem Rückgang der Importe“, berichtet der für Zentralasien zuständige Wirtschaftsdelegierte Rudolf Thaler aus Duschanbe.

Tadschikistans Staatspräsident Emomali Rahmon unterstrich beim International Entrepreneurship Forum Duschanbe 2018 im Oktober die Bedeutung des Unternehmertums für Wirtschaftswachstum, Jobs und Wohlstand und rief Unternehmer zu mehr Kundenorientierung und ökologischem Bewusstsein auf. Der Fokus der Regierung liegt auf Importsubstitution, Energie, Tourismus und Eindämmung der Schattenwirtschaft, die bei etwa 60 Prozent liegt. Die Umsetzung von weitreichenden Reformen soll vermehrt Investoren ins Land bringen.

Der Gebirgsstaat, dessen Fläche nur zu 7 Prozent landwirtschaftlich nutzbar ist, hat neun Millionen Einwohner und ist flächenmäßig um die Hälfte größer als Österreich. Die Wirtschaft des Landes ist stark abhängig von externen Entwicklungen, so beispielsweise von den Überweisungen der 2 Millionen vorwiegend in Russland arbeitenden Tadschiken. Tadschikistan verfügt über eine der weltgrößten ungenutzten Wasserkraft-Ressourcen und setzt dementsprechend auf den Stromexport als Devisenbringer. Das Casa 1000 Projekt wurde im September unterzeichnet und soll nach der Fertigstellung der Hochspannungsleitung in etwa drei Jahren den Stromexport nach Afghanistan und Pakistan ermöglichen. Das schätzungsweise 4-Milliarden-Dollar-Kraftwerk Rogun ist in Bau und soll mit Budgetmitteln fertiggestellt werden. 

Rot-weiß-rote Chancen bei Agro-Processing, Energie und Tourismus 

Österreich verfügt in Tadschikistan über einen guten Ruf und wird als Kooperationspartner geschätzt. „Chancen für österreichische Unternehmen gibt es in den Bereichen Bergbau, Energie, Agribusiness, IKT und Tourismus“, betont Thaler. Zahlreiche Projekte werden von internationalen Institutionen unterstützt, etwa der Bau von Molkereien, die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und Tourismusprojekte. Klagenfurt ist die Partnerstadt der Hauptstadt Duschanbe. Im nahegelegenen Schigebiet fahren Schifahrer mit Doppelmayr auf den Berg. Der Tourismus erreichte vergangenes Jahr mit einer Million Gästen einen Rekordwert und soll weiter ausgebaut werden. Mit der Modernisierung des Wasserkraftwerkes Nurek, das größte in Zentralasien, wurde Firma Andritz betraut. 

Zunehmendes Interesse an Startups

Die Regierung ist um den Aufbau eines Eco-Systems für Jungunternehmer bemüht. Das Interesse an der Gründung von Startups nimmt zu. Startup Gründungen erfolgen vorwiegend in den Bereichen IT, Handel und Landwirtschaft. Chancen sieht man im Digitalsektor, da dieser vergleichsweise keine großen Startinvestitionen erfordert. Beispiel eines tadschikischen Startups ist das FinTech Unternehmen Alif, das vor vier Jahren gegründet wurde und eine Lizenz für Bankdienstleistungen hat. Der Kundenstock beträgt mittlerweile 20.000 und die Zahl der Mitarbeiter stieg von zwei auf 150. Die Bankensoftware wurde mit tadschikischen Entwicklern erarbeitet.

Die österreichischen Exporte nach Tadschikistan liegen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich und sind dementsprechend ausbaufähig. „Bei der nachhaltigen Bearbeitung des Marktes in Tadschikistan ist ein lokaler Partner Voraussetzung. Markteinsteiger sollten innovative Lösungen tadschikischer Jungunternehmer sondieren und nutzen. Die ideale Plattform für den Markteinstieg ist die Teilnahme an Wirtschaftsmissionen und das Coaching durch das für Tadschikistan zuständige AußenwirtschaftsCenter Almaty“, rät Thaler. (PWK736/SR)

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