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Zentralasien: Tadschikistan ist eine Supermacht bei ungenutzten Wasserkraftressourcen 

Tadschikistan startet mit ANDRITZ HYDRO die Modernisierung des größten Wasserkraftwerks 

Tadschikistan
© WKÖ

“Staatspräsident Emomali Rahmon startete vergangene Woche im Beisein von ANDRITZ-CEO Wolfgang Leitner die Modernisierung des größten Wasserkraftwerkes in Zentralasien”, berichtet Rudolf Thaler, der für Zentralasien zuständige Wirtschaftsdelegierte in Almaty von der feierlichen Kick-off-Veranstaltung aus Nurek. ANDRITZ HYDRO wurde für den Gewinn dieses Mega-Auftrages mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit dem Silk Road Biz Award 2019 des AußenwirtschaftsCenter Almaty der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ausgezeichnet. Der Auftrag unterstreicht die Innovationskraft des steirischen Unternehmens.

Nurek-Kraftwerk: Zweithöchster Staudamm der Welt

Tadschikistan gehört weltweit zu den Ländern mit den größten ungenutzten Wasserkraftressourcen. Das Nurek-Kraftwerk hat mit 300 Meter Höhe den zweithöchsten Staudamm der Welt und produziert 70 Prozent des Energiebedarfs des Landes. ANDRITZ HYDRO eröffnet Tadschikistan mit der Anhebung von Leistung und Lebensdauer des Kraftwerkes Exportchancen. Das Elektrizitätstransmissionsprojekt CASA-1000 befindet sich in Bau und soll überschüssige Hydroenergie-Exporte von Tadschikistan und Kirgisistan nach Pakistan und Afghanistan ermöglichen. 

Der Gebirgsstaat mit knapp 9 Millionen Einwohnern bewegte sich in den vergangenen Jahren auf einem Sieben-Prozent-Wachstumspfad und zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Infrastrukturinvestitionen wie der Bau des Rogun-Staudammes tragen zur robusten wirtschaftlichen Entwicklung bei. Die Hauptexporte Aluminium und Baumwolle schwanken mit den Weltmarktpreisen. Tadschikistans Budget ist stark von den Überweisungen ihrer Gastarbeiter vorwiegend aus Russland abhängig. Bis 2030 soll sich das Land von einer vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft zu einem Industrieland entwickeln.

Agribusiness, Energie, Tourismus 

Das bilaterale Handelsvolumen ist mit knapp fünf Millionen Euro (2018) marginal und birgt großes Potential. Kooperationschancen bestehen beispielsweise in den Bereichen Bergbau, Energie, Agribusiness, Gesundheitswesen und Tourismus. In einem nahe der Hauptstadt Dushanbe gelegenen Skiort führen Doppelmayr-Gondeln Schifahrer auf über 2.500 Meter, eine weitere Anlage ist geplant. Mit Unterstützung von bit media e-solutions setzte die tadschikische Steuerbehörde erstmals ein vollumfängliches Human-Resources-Management-System um. “Im September plant das AußenwirtschaftsCenter Almaty eine Wirtschaftsmission nach Dushanbe”, ermuntert Thaler zur Sondierung der Möglichkeiten vor Ort.

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