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Zentralasien: Baugroßprojekte in Turkmenistan

Kapsch und TenCate stoßen auf der Baumesse in Ashgabat auf großes Interesse

Turkmenistan
© WKÖ

„Bei der Baumesse in Ashgabat sind österreichische Technologien gefragt“, berichtet der für Turkmenistan zuständige Wirtschaftsdelegierte Rudolf Thaler in Almaty von der Eröffnung der Turkmen Construction Ende August in Ashgabat. „Kapsch ist Weltmarktführer bei Bemautung und stößt mit seiner innovativen Technologie auf großes Interesse“, bekräftigt Kapsch Business Development Manager Roman Himmler. Kapsch verfolgt die Entwicklung der geplanten hochmodernen Autobahnprojekte von Ashgabat nach Turkmenbashi und Turkmenabad und nützt die Messe zum Netzwerken. „TenCate Geosynthetics ist die Nr. 1 bei Geotextilien für den Straßenbau, Deponien und Wasserreservoirs in Turkmenistan und beliefert über türkische und russische Baufirmen den turkmenischen Markt“, so der für die Region zuständige Sales Manager Manfred Lassnig.

Staatspräsident Gurbanguly Berdimuhamedow hat Ashgabat zu einer modernen und grünen Stadt entwickelt und baut die Infrastruktur des Landes kontinuierlich aus. In der sogenannten „weißen Stadt“ wurde beispielsweise weltweit das größte Volumen an weißem Marmor eingesetzt. Die Ein-Millionen-Einwohner Hauptstadt ist der Motor der Bauwirtschaft. Im Stadtbild ist immer noch eine rege Bautätigkeit erkennbar. Tourismus- und Hospitality-Projekte sowie weitere Prestigebauten sind geplant. 

Das Programm für Regionalentwicklung sieht Investitionen in Milliarden US-Dollar-Höhe vor. Am kaspischen Meer sind weitere Hotel- und Freizeitprojekte geplant. Allein 2017 wurden in Turkmenistan 1560 Wohnhäuser gebaut. Eine Reihe von Ausschreibungen im Bausektor sind im Gange, so beispielsweise über drei medizinische Einrichtungen, zwei Flughäfen und eine Brücke. Auch im Ausland baut Turkmenistan: In Tadschikistan wird eine Schule und in Afghanistan eine Moschee errichtet.

Trend: Lokale Unternehmen

Während bisher hauptsächlich Unternehmen aus Frankreich und Türkei Bauprojekte in Turkmenistan abwickelten, treten immer mehr turkmenische Baufirmen in den Vordergrund. Parallel zur dynamischen Bautätigkeit der vergangenen Jahre fördert der Staatspräsident die Entwicklung der Baustoffindustrie. So werden beispielsweise Glasfassaden, Keramikfliesen und Isolierstoffe lokal hergestellt. Geplant sind eine Reihe von Industrieprojekten, wie beispielsweise der Bau einer Fabrik zur Herstellung von Mineralwolle. „Die ideale Plattform den turkmenischen Markt kennenzulernen ist die Teilnahme an Messen und AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsmissionen“, ermuntert Thaler zur Sondierung des interessanten turkmenischen Marktes. (PWK592/SR)

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