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Zehetner: 2017 gab es rund 307.883 Ein-Personen-Unternehmen 

EPU-Anteil an aktiven WKÖ-Mitglieder erstmalig gesunken – Aktuelle Studie zeigt: Zufriedenheit unter EPU seit 2015 deutlich gestiegen

EPU
© wko

Rund 307.883 Ein-Personen-Unternehmen waren 2017 in Österreich Chef und Mitarbeiter in einer Person. Dies entspricht einem Anstieg von 0,7% im Vergleich zum Vorjahr, allerdings ist der Anteil der EPU an den aktiven Mitgliedern der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) um 0,9 Prozent auf 59,5% gesunken. Ohne die Gruppe der selbständigen Personenbetreuer liegt dieser bei 47,4%. „Wir nehmen an, dass sich der bisher stetig wachsende Anteil nun in dieser Höhe einpendeln wird“, kommentiert Elisabeth Zehetner-Piewald, EPU-Beauftragte der WKÖ, die aktuellen Zahlen der EPU-Statistik. Besonders erfreulich: Die Zufriedenheit unter den EPU ist von 2015 auf 2017 deutlich gestiegen, wie aus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria – dem Austrian Entrepreneurial Index – hervorgeht. „Demnach sind EPU, was die Gesamtzufriedenheit betrifft, sogar zufriedener als Arbeitgeberbetriebe“, so Zehetner-Piewald. 

Mehr soziale Sicherheit – Krankengeld ab dem 4. Krankenstandstag 

Dieser Trend sei einerseits der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft zu verdanken, andererseits auch dem intensiven und konsequenten Einsatz der WKÖ für Kleinstbetriebe, zeigt sich Zehetner-Piewald überzeugt. So erhalten etwa Selbständige auf intensives Betreiben der Wirtschaftskammer ab 1. Juli 2018 das Krankengeld bei langer Krankheit von mehr als 42 Tagen rückwirkend ab dem 4. Tag des Krankenstandes, statt wie bisher ab dem 43. Tag. „Für EPUs wurde das soziale Netz in den vergangenen Jahren konsequent enger geknüpft und damit der Größennachteil weitegehend ausgeglichen. Denn fällt der oder die Ein-Personen-UnternehmerIn aus, dann steht der Betrieb“, betont Zehetner-Piewald. 

Arbeitszufriedenheit bei den EPU deutlich höher als bei Arbeitgeberbetrieben 

Die Selbständigen ohne Mitarbeiter empfinden ihre Arbeit als interessant und abwechslungsreich. Neben der Qualität der Arbeit bzw. der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen, sind die EPU besonders zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance. „Damit ist belegt, dass die Beweggründe bei der Gründung im Rahmen der Selbständigkeit Realität werden,“ erklärt Zehetner-Piewald. EPU schätzen die Flexibilität. 

Aktuelle EPU-Statistik 2017 

Gemäß aktueller EPU-Statistik entfielen 2017 mit 51% mehr als die Hälfte aller EPU auf die Sparte Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel mit 21,8% und Information & Consulting mit 17,6%. In der Sparte Gewerbe und Handwerk enthalten sind auch rund 62.700 selbständige Personenbetreuer. Ohne diesen Berufszweig liegt der EPU-Anteil dieser Sparte bei 32,6%. 

Bei Betrachtung nach Rechtsformen zeigt sich, dass 89,9% aller EPU (276.908 EPU) nicht eingetragene Einzelunternehmen sind, 6,1 Prozent GmbHs (18.842 EPU) und 3,9 Prozent (12.133 EPU) eingetragene Einzelunternehmen. Rund die Hälfte der heimischen Kleinstunternehmen sind weiblich. Der Frauenanteil liegt aktuell bei 52,0 Prozent bzw. bei 40,4 Prozent ohne Personenbetreuer. 

„Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll den dezidierten und bewussten Wunsch zur Selbständigkeit und bestätigen uns in unserem konsequenten Einsatz, für noch bessere sozial- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für die österreichischen EPU“, betont Zehetner-Piewald.

„Denn auch wenn wir diesbezüglich schon viel auf Schiene gebracht haben, werden wir uns hartnäckig für weitere Verbesserungen einsetzen“, spricht die EPU-Beauftragte der WKÖ etwa unbürokratische pauschale steuerliche Begünstigung von Büros bzw. Arbeitsplätzen im eigenen Wohnungsverband, Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten und Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter oder die Beseitigung der Vorsteuerabzugsbeschränkungen bei PKWs und Kombis auf 1.500 Euro an. (PWK249/ES)

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