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Wirtschaftspolitische Gespräche zur „Zukunft Europas“ 

WKÖ-Vizepräsidentin Schultz: Wirtschafts- und Währungsunion muss stabilisiert und vertieft werden

Christoph Schneider, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik in der WKÖ, WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Paul De Grauwe (London School of Economics)
© WKÖ Christoph Schneider, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik in der WKÖ, WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Paul De Grauwe (London School of Economics)

In ihrer Eröffnungsrede bei den „Wirtschaftspolitischen Gesprächen“ der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die in Kooperation mit dem Wirtschaftspolitischem Zentrum WPZ der Universität St. Gallen veranstaltet wurden, wies WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz heute darauf hin, dass „eine starke und funktionierende Europäische Union wichtig für österreichische Unternehmen ist, die Union derzeit aber vor großen Herausforderungen steht – etwa ihrer Positionierung im globalen Wirtschaftswettbewerb, der Lösung der Flüchtlingskrise oder dem Brexit. Damit die EU Antworten auf diese und weitere wirtschaftliche und politische Fragen finden kann - und das ist eine der Lehren aus den jüngsten Wirtschaftskrisen -  muss die Wirtschafts- und Währungsunion stabilisiert und vertieft werden.“

Alternative Finanzierungsformen fördern

Konkret fordert Schultz, dass KMU künftig einen besseren Zugang zu Finanzmitteln bekommen müssen. Alternative Formen der Finanzierung (Crowdfunding, Equity Crowdfunding, Venture Capital, etc.) sollten stärker gefördert werden. Schultz: „Die aktuelle Geldpolitik der EZB mit ihren extrem niedrigen Zinssätzen vermindert teilweise Anreize für Mitgliedstaaten, notwendige Strukturreformen und nötige Haushaltskonsolidierung umzusetzen.“

Einheitliche Budgetpolitik in der Eurozone

In seiner Keynote-Rede stellte Paul De Grauwe von der London School of Economics Schwächen der Eurozone dar: „Es gibt zwar eine gemeinsame Währung, die Mitgliedsstaaten betreiben aber mit dieser ihre eigene Budgetpolitik“. Um Europa und den Euro zu stärken plädiert er für eine einheitliche Budgetpolitik aller Eurozonen-Mitgliedsstaaten. Neben der Währungsunion müsse es auch eine Budget- und Fiskalunion geben. Dafür bräuchte es aber auch eine stärkere politische Union und eine Reduzierung der nationalstaatlichen Kompetenzen. (PWK691/BS)

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