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Wirtschaftsparlament: Grüner Wirtschaft geht Wirtschaftskammerreform nicht weit genug 

GW-Bundessprecherin Jungwirth vermisst Reformwillen - Wirtschaftsbund kontert: Reformpläne sind ausgewogen und umfassend

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Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, resümierte in ihrer Rede, dass die „Vorschläge zur Kammerreform leider ernüchternd“ seien. „Uns geht eine echte Demokratisierung der Wirtschaftskammer, eine Entbürokratisierung und eine Verschlankung des übergroßen Funktionärsstandes ab“, so Jungwirth. Eine drastische Verringerung der Mitgliedsbeiträge sei der Grünen Wirtschaft ein besonders wichtiges Anliegen, doch die präsentierten Ansätze dazu seien viel zu schwammig. Die Pflichtmitgliedschaft sei nur zu rechtfertigen, wenn transparente Strukturen vorliegen, nur die gäbe es nicht. Auch in Punkto überbordender Föderalismus in der Kammerstruktur wäre bei der Reform viel mehr möglich gewesen, etwa mit einer Abschaffung der Fachgruppen auf Länderebene. „Die Wirtschaftskammer hätte bei dieser Reform die Möglichkeit gehabt, ein österreichweites Vorbild zu sein“, so Jungwirth, „und ebenso hat eine echte Gewerbeordnungsreform leider nicht stattgefunden, denn das jetzige Ergebnis ist lachhaft.“ Es gehe bei der Diskussion um die Reformschritte aber nicht um kleine Unternehmen gegen große, denn alle seien wichtig für Österreich und müssen daher zusammenarbeiten, um eine gute Wirtschaftsleistung für unser Land zu schaffen und so sollte bei der Kammerreform auch besser zusammengearbeitet werden.

Klacska: "Reformpläne sind ausgewogen"

Alexander Klacska hielt für den Österreichischen Wirtschaftsbund (ÖWB) dem entgegen, dass die Reformpläne ausgewogen seien. „Für die einen zu wenig, für die anderen zu viel – also liegen wir richtig“, so Klacska. Die geplanten Investitionen in Höhe von 34 Mio. Euro in Service und Zukunftsprojekte wie etwa Innovationszentren seien notwendig, denn damit würden alle Unternehmen fit gemacht für die Zukunft. Klacska abschließend: „Die Entlastungen sind gleichmäßig aufgeteilt, die Fairness in der Finanzierung zieht sich durch. Wir brauchen eine starke Industrie, aber auch starke Zulieferer, und dies sind oft KMU. Digitalisierung, Internationalisierung und Qualifizierung sind die Innovationsimpulse, die wir mit dieser Reform vorantreiben wollen, und ich möchte alle einladen, diese mit uns zu tragen.“ (PWK299/BS)

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