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Wirtschaftskammer: „Neue Studie bestätigt Forderung nach Pflegereform“

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf sieht Dringlichkeit von Maßnahmen durch Studie untermauert – Priorität hat Ausbau der Pflege in den eigenen vier Wänden

Pflege
© WKÖ

„Was schon aufgrund der Bevölkerungsprognose auf der Hand liegt, hat eine heute präsentierte Studie bestätigt: Der Pflegebedarf wächst rasant, eine Pflegereform ist daher dringend nötig“, kommentiert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse der Pflegebedarfsstudie der Gesundheit Österreich GmbH. Dieser zufolge werden 2030 um rund 75.700 Pflegepersonen mehr benötigt als heute.

„Aus diesem Grund brauchen wir eine höhere Durchlässigkeit in Pflegeberufen. Zudem müssen Pflegeberufe noch attraktiver gemacht werden. Wichtig ist, dass der Grundsatz „daheim vor stationär“ forciert wird, denn das entspricht dem Wunsch der Betroffenen“, fordert Kopf. 

Erster wichtiger Schritt bei 24-Stunden-Betreuung erreicht

Ein erster wichtiger Schritt wurde bereits gesetzt: Die WKÖ hat gemeinsam mit der Bundesregierung ein österreichweites Qualitätsgütesiegel für Vermittlungsagenturen von 24-Stunden-Betreuerinnen und -Betreuern erarbeitet, das gerade umgesetzt wird. Dieses Gütesiegel sorgt für hohe, einheitliche Qualitätsstandards. Ein weiterer Schritt sollte die Einführung der Pflegelehre sein. Auf diese Weise kann man junge Leute zum Zeitpunkt der Berufsentscheidung erreichen und für den Pflegeberuf gewinnen.

Zusätzlich sollen digitale Assistenzsysteme ausgebaut werden. Diese können dazu beitragen, den Alltag der Betroffenen einfacher zu gestalten und somit ihre Lebensqualität zu erhöhen. Bezüglich der Finanzierung des Pflegesystems untermauert Kopf abschließend, „dass es darauf zu achten gilt, die Unternehmen nicht weiter zu belasten. Bei den Lohnnebenkosten liegt Österreich – ebenso wie bei der Steuer- und Abgabenquote – schon jetzt im europäischen Spitzenfeld.“ (PWK561/DFS)

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