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Wirtschaftskammer zum Karfreitag: Für gleichheitskonforme Lösung ohne Mehrbelastung der Wirtschaft 

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf fordert rasche, aufkommensneutrale Neuregelung, aber keinen zusätzlichen Feiertag – ein solcher würde 600 Millionen Euro kosten

Kreuz
© WKÖ

„Der Europäische Gerichtshof fordert eine diskriminierungsfreie Feiertagsregelung. Wir erwarten uns daher vom Gesetzgeber, rasch zu handeln und für eine aufkommensneutrale Neuregelung zu sorgen“, kommentiert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Karfreitag. Nachsatz: „Was für die Wirtschaft nicht in Frage kommt, ist ein zusätzlicher freier Tag.“

Österreich im internationalen Vergleich bei Feiertagen weit vorne

So ist Österreich mit 13 Feiertagen im Jahr schon jetzt unter jenen Ländern mit den großzügigsten Feiertagsregelungen in Europa. „Ein zusätzlicher Feiertag würde die österreichische Wirtschaft 600 Millionen Euro kosten. Das würde den Faktor Arbeit enorm verteuern und ist weder unseren Betrieben zuzumuten, noch aus standortpolitischen Gründen sinnvoll“, so der WKÖ-Generalsekretär.

Kopf fordert daher eine gleichheitskonforme und praxisorientierte Regelung für den Karfreitag, die aber aufkommensneutral ist. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Lösung, wie sie der evangelische Bischof Michael Bünker bereits vorgeschlagen hatte, nämlich den Karfreitag zum allgemeinen Feiertag aufzuwerten und dafür den Pfingstmontag zu streichen oder dass die gesetzlichen Zuschläge für Evangelische bei Arbeit am Karfreitag entfallen. „Wie auch immer die Lösung aussieht – wichtig ist, rasch zu handeln und eine Neuregelung zu finden, die keine Mehrbelastung für die Wirtschaft bedeutet“, stellt Kopf klar. (PWK035/DSF)

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