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Wirtschaftskammer unterstützt Betriebe im Kampf gegen Bestellbetrug im WWW

Onlinehandel-Branchensprecher Sonntag: „Webshop-Betreiber sollen, ja müssen vorsorgen“ – Neue Roadshow der WKÖ gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt

Bestellbetrug im WWW
© WKÖ

Neue Technologien sind Schlüssel zum Erfolg für unsere Betriebe. Deshalb unterstützt die Wirtschaftskammer Unternehmen mit einer breiten Palette von Maßnahmen bei der Digitalisierung mit ganz konkreter Hilfestellung. Die Bandbreite reicht dabei vom Einstieg ins World Wide Web über den Start von E-Commerce-Aktivitäten bis zu Maßnahmen in Sachen IT-Sicherheit und Datenschutz. Derzeit startet etwa gerade die Neuauflage des Förderprogramms KMU DIGITAL, das die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem BMDW initiiert hat.

WK-Leuchtturmprojekte für die Digitalisierung sind auch der E-Day, größte E-Business-Veranstaltung der WKÖ, die digital.now-Roadshow, das Coachingprogramm #HANDELdigital (Nachfolger von „Handel goes WWW“) oder die Initiative IT-safe.at. Zudem setzt die Wirtschaftskammer auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt unter anderem im Rahmen der Sicherheitskooperation „GEMEINSAM.SICHER mit der Wirtschaft“.

„Damit Ihre Rechnung nicht offen bleibt“

Jetzt kommt eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Damit Ihre Rechnung nicht offen bleibt - Strategien gegen Bestellbetrug im Internet“ dazu. Träger sind die Bundessparte Handel gemeinsam mit dem Bundesgremium Versand- und Internethandel und das Bundeskriminalamt. Dabei informiert Claus-Peter Kahn, Leiter des Büros gegen Betrug, Fälschung und Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt, über die Tricks der Täter. Der Wiener Rechtsanwalt Stefan Adametz widmet sich rechtlichen Belangen, Vertreter/-innen der Wirtschaftskammer zeigen Möglichkeiten auf, sich als Webshopbetreiber/-in bestmöglich zu schützen.

Das Thema verdient vermehrte Aufmerksamkeit, denn: Die relative Beliebtheit von Onlineshopping macht die Betreiber, die Systeme, aber auch die Nutzer zu Angriffszielen. Eine vorläufige Auswertung der erhobenen Anzeigen im ersten Halbjahr 2019 durch das Innenministerium zeigt einen (erneuten) Anstieg der Internetkriminalität, aufgegliedert in die drei Teilbereiche Internetbetrug, Cybercrime im engeren Sinn und sonstige Kriminalität im Internet.

So haben neun von zehn Onlinehändlern im deutschsprachigen Raum bereits Betrugsversuche erlebt. Die dabei aufgewendete kriminelle Energie ist vielfältig: Da gibt es beispielsweise jemanden, der die Identität eines anderen stiehlt und unter falschem Namen eine Bestellung aufgibt. Andere wiederum ordern Waren, die sie nicht zu bezahlen vorhaben. 

Claus-Peter Kahn (Bundeskriminalamt): "Onlinehändler sollten sich bewusst sein, dass es Betrug im Internet gibt."

Webshop-Betreiber müssen vorsorgen

„Webshop-Betreiber sollen, ja müssen vorsorgen“, appelliert Martin Sonntag, Obmann des Bundesgremiums des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der die neue Roadshow „Damit Ihre Rechnung nicht offen bleibt - Strategien gegen Bestellbetrug im Internet“ mit entwickelt hat.

Claus-Peter Kahn, der Leiter des Büros gegen Betrug, Fälschung und Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt, hält fest: „Für Onlinehändler ist die Absicherung des eigenen Onlineshops essenziell. Denn Sicherheitslücken werden von Tätern schnell erkannt und gnadenlos ausgenutzt.“ Für Webshop-Betreiber sei es wichtig, die eigenen Abläufe – also etwa Bestellprozesse - zu kennen und mit Partnern Lösungen für mehr Sicherheit zu finden.

Eine Möglichkeit dafür: In Österreich ist die Zahlungsoption „Kauf auf offene Rechnung“ überaus beliebt. Dabei besteht aber immer auch das Risiko eines Zahlungsausfalles „Onlinehändler, die den ‚Kauf auf offene Rechnung‘ anbieten, sollten sich vor Geschäftsabschluss jedenfalls vergewissern, dass es den Kunden wirklich gibt, er zahlungsfähig ist und seine Zustelladresse stimmt“, sagt Onlinehandels-Branchensprecher Martin Sonntag. „Lieferung und Kauf auf Rechnung stellt für die Täter eine leichte Art dar an Waren zu gelangen. Wenn da keine Bonitätsprüfung erfolgt, ist das fast fahrlässig“, ergänzt Claus-Peter Kahn vom Bundeskriminalamt. 

Darum hat das Bundesgremium Online- und Versandhandel mit einem Unternehmen, das sich auf Bonitätsauskünfte und Unternehmensinformationen spezialisiert hat, nämlich CRIF Österreich, für Mitgliedsbetriebe ein vergünstigtes Angebot ausgehandelt: Das e-PLUS Paket umfasst unter anderem Bonitätsbewertung und Forderungsmanagement mit der Möglichkeit, diese Informationen tagesaktuell rund um die Uhr abzurufen. „Das macht die Option ‚Kauf auf offene Rechnung‘ risikoärmer“, so Bundesgremialobmann Martin Sonntag, der einlädt: „Interessenten wenden sich telefonisch unter 05 90 900 3003 oder per E-Mail an h18@wko.at an das Bundesgremium.“

Branchensprecher Martin Sonntag: "Die Wirtschaftskammer unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe im Kampf gegen den Bestellbetrug."

Zur Roadshow

Auf ihrer Tour durch Österreich macht die Info-Veranstaltung „Damit Ihre Rechnung nicht offen bleibt - Strategien gegen Bestellbetrug im Internet“ am 7. Oktober in Linz, am 17.Oktober in Vorarlberg, am 21. Oktober in Innsbruck, am 22. Oktober in der Stadt Salzburg, am 29. Oktober in Graz, am 6. November in Klagenfurt sowie am 9. Jänner 2020 in Wien Station. Informationen zu den Stopps gibt es in den jeweiligen WKO-Landessparten Handel. (PWK473/JHR)

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