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Wirtschaftskammer Österreich und Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag unterzeichnen Technologieabkommen 

WKÖ-Präsident Leitl/BWIHK-Präsident Grenke: Grenzüberschreitende Suche nach Partnern für Innovationsprojekte wird erleichtert

BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke und WKÖ-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ/Leithner BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke und WKÖ-Präsident Christoph Leitl

Durch die zunehmende Komplexität von Wertschöpfung und Wertschöpfungsketten ist das Innovationsgeschehen immer stärker von Kooperationen über Unternehmensgrenzen hinweg geprägt. Zudem werden neben anderen Unternehmen auch Forschungseinrichtungen als Innovationspartner für die Wirtschaft wichtiger. Vor diesem Hintergrund haben die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag heute, Donnerstag, in Wien ein Technologieabkommen unterzeichnet. 

„Die Unternehmen und Institutionen Baden-Württembergs und Österreichs sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Gerade für österreichische Unternehmen bietet Baden-Württemberg mit seiner Industrie, seiner Finanzstärke und seiner hoch innovativen Wirtschaft ein gewaltiges Potential. Mit dem heute unterzeichneten Technologieabkommen heben wir die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation auf eine neue Stufe. Nun können wir nun noch mehr und noch besser voneinander profitieren“, betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Bestmögliche Unterstützung - vor allem für kleine Unternehmen

BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke hebt hervor: „Wir wissen durch Umfragen und Gespräche mit unseren Unternehmen, dass die Betriebe bei den Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung in verschiedenen Bereichen zum Teil erheblichen Verbesserungsbedarf sehen. Vor allem für kleinere Unternehmen wird es offensichtlich zunehmend schwieriger, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Wir sind in Baden-Württemberg zwar Spitze bei den Patentanmeldungen, jedoch dominieren auch hier überwiegend die großen Unternehmen. Dagegen läuft ein Teil der vielen klein- und mittelständischen Unternehmen – die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden – Gefahr, beim Thema Innovation abgehängt zu werden. Wir stellen eine ‚Investitionsschere‘ bei Forschung und Entwicklung fest, die momentan am weitesten bei den kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern geöffnet ist. Und genau deswegen gilt es, vor allem die kleinen Unternehmen bestmöglich beim Innovieren zu unterstützen. Wir müssen die noch brachliegenden Innovationspotenziale heben. Das Technologieabkommen soll hierzu einen Beitrag leisten.“

Abkommen als Basis für Suche nach Kooperationspartnern

Das Technologieabkommen ist die Basis für eine noch bessere Unterstützung der Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern für Innovationsprojekte. Ziel ist, dass die Betriebe noch schneller und zielgerichteter die geeigneten fachlichen Ansprechpartner für ihre technologischen Fragestellungen finden, und zwar über Grenzen hinweg. So wollen WKÖ und IHKs die Unternehmen etwa fallweise direkt an die geeigneten Intermediäre der grenzüberschreitenden Wirtschaftsförderung mit Innovationsbezug vermitteln. Zudem sollen die bestehenden Technologietransferangebote von IHKs und WKÖ grenzüberschreitend für Unternehmen besser nutzbar sein – konkret durch Einbeziehung der bereits existierenden Schnittstellen zu Cluster- und Netzwerkstrukturen, Innovations- und Technologietransferstellen, Online-Plattformen und -Datenbanken sowie Forschungseinrichtungen.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Baden-Württemberg – eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland und der EU - sind sehr eng: Die österreichischen Exporte nach Baden-Württemberg beliefen sich 2016 auf 6,67 Mrd. Euro (+3,61%), die Importe 8,95 Mrd. Euro (+0,78%) und Baden-Württemberg ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland und der Europäischen Union. Es besticht auch mit einer sehr hohen F&E-Quote von 4,8% und liegt damit im europäischen Vergleich der 97 EU-Regionen mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1.

Es gibt viele Erfolgsbeispiele österreichischer Unternehmen in Baden-Württemberg – unter anderem STRABAG SE (Übernahme des Stuttgarter Hoch- und Ingenieurbaubetrieb Ed. Züblin AG), AVL List (Test- und Engineering-Center mit rund 100 Technikern und Ingenieuren in Bietigheim-Bissingen) sowie Grazer Andritz AG (Übernahme des deutschen Automobil-Zulieferer Schuler AG 2013). Baden-Württemberg ist für Österreich (nach Bayern) der zweitwichtigste Handelspartner in der Bundesrepublik Deutschland. (PWK768/SR)


BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke und WKÖ-Präsident Christoph Leitl unterzeichnen das Technologieabkommen für bessere Zusammenarbeit bei Forschung, Technologie und Innovation
© WKÖ/Leithner BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke und WKÖ-Präsident Christoph Leitl unterzeichnen das Technologieabkommen für bessere Zusammenarbeit bei Forschung, Technologie und Innovation
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