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Wer nachhaltig wirtschaftet, ist besser für die Zukunft gerüstet

„Die Zuversichtlichen agieren nachhaltig“ - TRIGOS Trägerorganisationen stellen erste umfassende Analyse über Zukunftsfähigkeit österreichischer Unternehmen vor

Trigos
© respACT

Österreichische Spitzenunternehmen sind für die Herausforderungen der Zukunft, insbesondere in den Schlüsselbereichen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz und verantwortungsvolles Wirtschaften sehr gut aufgestellt. Zu dieser Erkenntnis kommt eine erstmals durchgeführte Analyse der Zukunftsfähigkeit österreichischer Unternehmen. Untersucht wurden Maßnahmen, Strategien und Motivationen von insgesamt 391 Unternehmen. Wesentliches Fazit: Jene, die maßgebliche Akzente im Bereich Nachhaltigkeit setzen, zählen zu den zukunftsfähigsten Unternehmen im Land. Sie sind innovationsfreudig, sehen sich als wichtige Impulsgeber für die Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Sie setzen sich strategisch mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) auseinander und lassen diese in ihr Kerngeschäft einfließen. Die Auseinandersetzung mit negativen Auswirkungen des Wirtschaftens ist dabei ein wichtiger Impuls für Veränderung.

Auftraggeber dieser qualitativen Untersuchung sind die Trägerorganisationen des TRIGOS, Österreichs renommiertester Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften: Caritas, Rotes Kreuz, Industriellen­vereinigung, Wirtschaftskammer, Umweltdachverband und respACT. Kernele­ment der gemeinsam mit dem Sozial- und Meinungsforschungsinstitut SORA und dem Center for Responsible Management durchgeführten Analyse ist der „TRIGOS Barometer Zukunfts­fähigkeit“. Dabei handelt es sich um eine detaillierte Befragung von 244 Unternehmen zu Motivation, Erwartungshaltungen und zentralen Herausforderungen in Bezug auf nachhalt­iges Wirtschaften. Weiters wurden die 147 Einreichungen zum TRIGOS 2019 in Bezug auf Motivation, Innovationskraft und Beitrag zu den SDGs analysiert.

Erstmals: Definition für Zukunftsfähigkeit in der Wirtschaft

Im neuen Regierungsprogramm ist die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ein zentrales Element. Bislang fehlte Klarheit, wie Zukunftsfähigkeit konkret zu definieren und damit glaubhaft zu kommunizieren ist. Gemeinsam mit TeilnehmernInnen aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft haben sich die TRIGOS-Trägerorganisationen damit befasst, das Schlagwort „Zukunftsfähigkeit“ greifbar, rückverfolgbar und auf diesem Weg für Unternehmen strategisch nutz- und messbar zu machen.

Dabei wurde eine klare Definition für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen erarbeitet: „Zukunftsfähige Unternehmen und Organisationen begreifen sich als Teil eines großen Ganzen. In ihrem Kerngeschäft agieren sie verantwortungsvoll im Umgang mit Ressourcen und handeln im Sinne der nächsten Generationen. Hinter diesen Unternehmen stehen Menschen, die sich schon heute mit den Herausforderungen von morgen beschäftigen. Sie gehen offen und mutig auf Neues zu und passen flexibel ihre Strategie an. Mit ihrem Tun tragen sie zur Lösung relevanter gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen bei.“

Kernstück der Analyse: TRIGOS Barometer Zukunftsfähigkeit

Auf Basis der Definition und der daraus entwickelten Matrix mit fünf Themenfeldern befragte SORA mittels Online-Umfrage Führungskräfte aus insgesamt 244 österreichische Unternehmen aller Größen. Verbindendes Element: Die teilnehmenden Unternehmen setzen überdurchschnittlich stark auf Nachhaltigkeit und sind als besonders zukunftsfit einzustufen.

Zentrale Erkenntnis: Nachhaltiges Wirtschaften verstärkt Zukunftsfähigkeit. Zuversichtliche, zukunftsfitte Unternehmen agieren in der Regel nachhaltiger; sie sind innovationsfreudig und verstehen sich als gesellschaftlich und umweltpolitisch wirksam. Sie fühlen sich für die Herausforderungen in ihren – häufig in starkem Umbruch befindlichen – Märkten gut gerüstet, sind pro-aktiv und sehen möglichen Krisen optimistisch entgegen. Klima- und Umweltschutz haben für die strategische Ausrichtung des Kerngeschäftes einen zentralen Stellenwert. Auch die Auseinandersetzung mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und deren Integration ins Kerngeschäft haben hohe Relevanz. Weiters interessant: Die Analyse zeigt einen starken Zusammenhang zwischen Werte­kultur und Zukunftsfähigkeit.

Arbeit an Werten macht zuversichtlich

Mariana Kühnel, Generalsekretär-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Österreich, freut sich über dieses Ergebnis: „Unsere Betriebe leben Nachhaltigkeit in allen Facetten – das zeigt das heute vorgestellte Barometer Zukunftsfähigkeit. Das sehen wir aber auch seit Jahren an den vielfältigen Projekten der TRIGOS-Preisträger. Mit gesellschaftlichen Innovationen schaffen unsere Unternehmen Lösungen für die Zukunft. Die Wirtschaftskammer unterstützt sie aktiv, damit Österreich Innovations-Hotspot werden kann.“

Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, sieht Zukunftsfähigkeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Österreichs Industriebetriebe zählen in Sachen Innovation und Klimaschutz zu den Weltbesten. Hier können wir einen weltweilt wirksamen Beitrag leisten. Zukunftsfähigkeit bedeutet aber auch, die gesamte Gesellschaft im Blick zu haben und gemeinsam mit allen Akteuren an der Transformation zu arbeiten. Dabei ist nichts so überzeugend, wie gute Beispiele. Das macht den TRIGOS so wichtig.“

Auch für Caritas Präsident Michael Landau spielen Unternehmen eine essenzielle Rolle für Wohlstand und Lebensqualität: „Die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und die soziale Sicherheit in einem Land sind zwei Pfeiler ein und derselben Brücke - und die Brücke braucht beide Pfeiler.“ Zentral für ihn ist dabei der Dialog, und genau der ist laut Landau „eine der wesentlichen Errungenschaften des TRIGOS.“

Peter Giffinger, Präsident von respACT betont vor allem die Wichtigkeit der UN-Nachhaltigkeitsziele: „Vorreiterbetriebe, die die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in ihr Kerngeschäft integrieren, sind langfristig erfolgreich. Dies haben die TRIGOS Einreicher 2019 wie auch die Teilnehmer am Barometer Zukunftsfähigkeit bewiesen.“

Nachhaltiges Wirtschaften bringt klaren Nutzen für Unternehmen

Beide Analysen dokumentieren: Aktives Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zahlt sich für Unternehmen gleich auf mehreren Ebenen aus. Es bringt ökonomischen Nutzen – in Form von Kostensenkung, Risikominimierung und Stärkung der Marktposition. Es zeigt „blinde Flecken“ und Verbesserungspotenziale im Unternehmen und verbessert die Einstellung in Bezug auf Innovation und zukünftige (Markt-) Umbrüche. Es bringt strategischen Nutzen – in Form von Reputation, Vertrauensgewinn und erhöhten Imagewerten. Und nicht zuletzt kulturellen Nutzen – über motivierte MitarbeiterInnen, Steigerung von Leistung und Verbesserung der Unternehmenskultur.

Laut Gerald Schöpfer, Präsident Österreichisches Rotes Kreuz ist der TRIGOS „ein hervorragendes Beispiel dafür, was Engagement und Miteinander bewirken können: Er zeigt, wie Unternehmen ein Beispiel geben - und wie man nachhaltiges Wirtschaften ökonomisch, ökologisch und sozial umsetzen kann.“

Die Wichtigkeit des Themas bestärkt auch Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes: „Klimaschutz und Sicherung der Biodiversität sind DIE Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Neben technologischen Innovationen und unternehmerischem Mut braucht es eine Stärkung der ökologischen und sozialen Werte unserer Gesellschaft als Fundament und Richtschnur für unser aller Handeln. Nur so haben wir eine Chance, der Klimakrise und dem Artensterben wirksam entgegen zu treten.“

TRIGOS 2020: Einreichung noch bis 13. März möglich

  • Sechs Kategorien: Vorbildliche Projekte, MitarbeiterInnen-Initiativen, Internationales Engagement, Regionale Wertschaffung, Social Innovation & Future Challenges, Klimaschutz
  • Voraussetzung für alle Kategorien: Verantwortung im Kerngeschäft (zählt 50 %)

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