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Weiterentwicklung der RWR-Karte: Wichtiger Erfolg gegen Fachkräftemangel

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: Wichtige Verbesserungen für Standort und Beschäftigung erreicht – Gesamtstrategie weiterverfolgen

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„Mit der Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte, wie sie heute vom Nationalrat beschlossen wurde, ist der Wirtschaftskammer ein wichtiger Erfolg im Sinne des Standortes gelungen. Mit diesen Adaptierungen wird Österreich als Arbeitsstandort für qualifizierte Zuwanderer attraktiver und somit ein Impuls gegen den wachsenden Fachkräftemangel in unseren Betrieben gesetzt“, betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. 

Einer der wichtigsten Eckpunkte der heute beschlossenen Novelle des Ausländerbeschäftigungsgesetzes ist die lange von der Wirtschaft eingeforderte Ausweitung der RWR-Karte auf Bachelor- und Doktorats-(PhD-)Absolventen. Derzeit wird nur jede zehnte Rot-Weiß-Rot–Karte an ausländische Studienabsolventen vergeben, obwohl diese bereits in Österreich sind, hier ausgezeichnet auf unseren Hochschulen qualifiziert werden und mit den österreichischen Rahmenbedingungen bestens vertraut sind. Künftig sollen diese Studienabsolventen aus Drittstaaten die Möglichkeiten haben, eine RWR-Karte zu bekommen. Hochhauser: „Studienabsolventen stellen ein wichtiges Expertenpotenzial für unsere Betriebe dar.“ 

Öffentlicher Haushalt profitiert 

Auch der Staatshaushalt wird profitieren: Eine Studie belegt, dass jeder ausländische Studienabsolvent, der eine Beschäftigung aufnimmt, für jährliche Einnahmen im öffentlichen Haushalt von rund 25.000 Euro sorgt. Die Bruttowertschöpfung stiegt um knapp je 74.000 Euro. 

Zudem dürfen Studierende aus Drittstaaten künftig in höherem Ausmaß beschäftigt werden: Bislang konnten Bachelor-Studierende für 10 Wochenstunden und Master-Studierende für 20 Wochenstunden eine Beschäftigungsbewilligung ohne Arbeitsmarktprüfung erhalten, künftig sind es generell in der Jobsuchzeit auf 20 Wochenstunden.

Anpassung des Punkteschemas für Fachkräfte 40+

Im Punktesystem der Rot-Weiß-Rot-Karte hatten über 40-Jährige mit abgeschlossener Lehrausbildung bis jetzt keine Chancen auf Zuwanderung, da sie alleine aufgrund ihres Alters die Mindestpunkteanzahl nicht erreichen. „Da haben wir eine Verbesserung ausverhandeln können: Nun können auch über 40-jährige Fachkräfte eine Rot-Weiß-Rot- Karte bekommen. Diese Verbesserung brauchen wir aber auch noch für die Personengruppe der ‚sonstigen Schlüsselkräfte‘, eine Differenzierung dieser beiden Gruppen für den Arbeitsmarktzugang ist sachlich nicht gerechtfertigt“, erläutert Hochhauser. 

Weiteren Anpassungsbedarf sieht die Wirtschaft vor allem noch bei der Adaptierung des Modus zur Festlegung der Mangelberufe, um besser auf den steigenden Fachkräftebedarf in den westlichen Bundesländern reagieren zu können. „Die Diskussionen rund um die Aufnahme der Köche in die Mangelberufsliste vom vorigen Herbst haben gezeigt, dass hier ein akuter Handlungsbedarf besteht“, so Hochhauser. 

Brauchen Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung

„Mit diesem Paket sind große Schritte in Richtung Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Arbeitsstandortes Österreich gelungen. Auf dem Weg darf das große Ganze aber nicht aus dem Blickwinkel geraten: nämlich eine Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung in Österreich, wie sie auch im aktuellen Regierungsprogramm vorgesehen ist. Denn qualifizierte Fachkräfte sind das Erfolgsrezept, wenn wir weltweit zu den Innovation Leadern aufschließen wollen“, unterstreicht die WKÖ-Generalsekretärin. (PWK352/PM)

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