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Weiterentwickelte Rot-Weiß-Rot–Karte macht Österreich im Wettbewerb um beste Köpfe attraktiver 

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich wird gestärkt

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Die WKÖ begrüßt das heute vom Ministerrat beschlossene Fremdenrechtspaket, mit dem insbesondere langjährige Forderungen der WKÖ zur Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte umgesetzt werden sollen. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der WKÖ: „Mit den vorgeschlagenen Regelungen wird die Attraktivität Österreichs im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe gesteigert. Zahlreiche Studien belegen, dass qualifizierte Zuwanderung die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und zu einer Entlastung des Staatshaushaltes beiträgt.“

Künftig können auch Absolventen eines Bachelor-Studiums eine Rot-Weiß-Rot-Karte für Studienabsolventen erhalten. Darüber hinaus wird die Jobsuchzeit für Studienabsolventen generell von 6 auf 12 Monate ausgedehnt und die Beschäftigungsmöglichkeiten während des Studiums generell auf 20 Wochenstunden erweitert. „Österreich bietet damit jungen, gut ausgebildeten Hochschulabsolventen eine Perspektive, damit sie ihre Qualifikationen, die sie unter Einsatz von Steuermitteln in Österreich erhalten haben, bestmöglich am heimischen Arbeitsmarkt einbringen können“, erklärt Hochhauser.

Bisher wenige Studienabsolventen 

Bis Ende Jänner 2017 wurden vom AMS 10.003 positive AMS-Gutachten ausgestellt, nur knapp 12 % davon gingen an Studienabsolventen. Dies ist ein vergleichsweise niedriger Wert, wenn man betrachtet, dass diese Personengruppe bereits in Österreich lebt, einen österreichischen Abschluss besitzt und der Rekrutierungsaufwand im Vergleich zu den anderen Zuwanderungsschienen (hier muss man im Ausland nach geeigneten Personen suchen) deutlich geringer ist. 

Besonders erfreulich ist, dass auch ausländische Fachkräfte, die über 40 Jahre alt sind, aufgrund der Punktezuteilung künftig nicht mehr aus der Rot-Weiß-Rot–Karte ausgeschlossen sind. „Endlich konnte dieses schwer nachvollziehbare Knock-out-Kriterium beseitigt werden, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse werden künftig stärker im Punktesystem berücksichtigt“, so Hochhauser.

Rot-Weiß-Rot–Karte für Start up-Gründer

Durch die Einführung einer Rot-Weiß-Rot–Karte für Start up-Gründer werden auch für innovative Gründer spezifische Regelungen geschaffen, Österreich hat hier im internationalen Vergleich nachgeholt.

Der heute im Ministerrat beschlossene Gesetzesentwurf deckt sich mit zahlreichen Vorschlägen der OECD, die das österreichische System der Arbeitsmigration einer eingehenden Analyse unterzogen hat. „Mit der Einführung der Rot-Weiß-Rot–Karte wurde 2011 ein Meilenstein gesetzt, nun wird anhand der Erfahrungen der letzten Jahre an den richtigen Schrauben gedreht, um den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich weiter zu stärken“, führt die WKÖ-Generalsekretärin aus.

Eine aktuelle Umfrage (EY Mittelstandsbarometer, Jänner 2017) unter mittelständischen Unternehmen zeigt: Der Fachkräftemangel hat sich weiter verschärft, mehr als jeder zweite Unternehmer klagt über Umsatzeinbußen aufgrund dieser Entwicklung. Gleichzeitig wird der Fachkräftemangel als derzeit größte Gefahr für die Entwicklung des eigenen Unternehmens gesehen. (PWK157/PM) von

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