th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Was wär‘ die Freizeit ohne Lehrlinge?

Damit man in Österreich Freizeit und Urlaub in vollen Zügen genießen kann, braucht es an unterschiedlichsten Stellen Menschen, die ihre Karriere mit einer Lehre begonnen haben.

Lehrlinge
© Murtal Seilbahnen GmbH

Spätestens, wenn im Sommer die Temperaturen steigen, gehört für etwa 60 Prozent aller Österreicher ein kaltes Bier einfach dazu: beim Grillen, beim Ausflug oder einfach zum Feierabend. Rund 103 Liter Bier pro Kopf wurden laut dem Statistikportal statista.at im Vorjahr getrunken. Ein Teil davon stammt aus dem niederösterreichischen Unternehmen EGGER Getränke, das mit seinen 230 Mitarbeitern jährlich 400 Millionen Einheiten Getränke abfüllt. Damit auch in Zukunft die Kühlschränke voll bleiben, bildet EGGER jedes Jahr mindestens zwei Brau- und Getränketechniker aus, um Personalabgänge durch Pensionierungen auszugleichen.  

Heuer mehr EGGER-Lehrlinge als sonst

Heuer werden es sogar vier sein, die am 3. August ihre Brau- und Getränketechnik-Lehre beginnen, dazu ein Elektrotechnik- und ein Metalltechnik-Lehrling. "Es war nie Thema, die Lehrlingsausbildung wegen Corona auszusetzen", sagt Doris Höchtl, Personalleiterin bei EGGER Getränke. Das Gegenteil ist der Fall: "Heuer sind’s besonders viele Lehrlinge, weil wir zusätzlich zwei Interne, die schon bei uns tätig waren, ausbilden", sagt Höchtl, "und weil wir heuer mit Metalltechnik und Elektrotechnik starten. Wir wollen uns unsere Fachkräfte selbst ausbilden."

Und dabei sorgte Corona für ein wenig Aufregung: Der bereits gefundene Lehrling sprang im März ab, genau als das ganze Land praktisch den Stillstand verordnet bekam. "Wir haben nochmal Inserate geschaltet, aber es haben sich wenige beworben", sagt Höchtl. Viele hätten möglicherweise nicht gedacht, dass ein Betrieb in dieser Zeit eine offene Stelle haben könnte. Der Tipp eines Mitarbeiters führte schließlich zum richtigen Lehrling. Die Schnuppertage wurden in den Mai verlegt, dann fiel die Entscheidung rasch.

Lehrlinge
© EGGER EGGER Getränke bildet jedes Jahr zwei Brau- und Getränketechniker aus. Heuer werden es vier sein.

Herausforderung Lehrabschlussprüfung in Coronazeiten

„Sehr spannend war das Thema Lehrabschlussprüfung“, sagt Höchtl. Die fand im Juni für rund 25 Kandidaten aus ganz Österreich bei EGGER Getränke statt. „Das war eine Herausforderung: Wie kann unter diesen Bedingungen eine Lehrabschlussprüfung stattfinden?“, sagt Höchtl. Flexibilität war gefragt. Während die Prüflinge normalerweise ihr Know-how an Stationen im ganzen Haus unter Beweis stellen müssen, wurden Situationen heuer im Prüfungsraum mit Fotos nachgestellt – natürlich unter Wahrung aller Sicherheitsmaßnahmen.

"Bewerbung innerhalb von drei Tagen"

Etwa zur gleichen Zeit bereitete sich Ines Gulewicz, die zusammen mit ihrem Mann Alexander die Altausseer "Seevilla" führt, mit ihrem Team darauf vor, das Geschäft wieder hochzufahren. Mit 29. Mai wurde der Hotelbetrieb im Traditionshaus am Ufer des Altausseer Sees wieder hochgefahren. 

Lehrlinge
© Seevilla In der Seevilla in Altaussee werden derzeit sechs und bald acht Lehrlinge ausgebildet.
Ihre beiden neuen Lehrlingen hatte die Wirtin da schon gefunden: das eine Mädchen wird die Konditorlehre machen, das andere wird zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin ausgebildet. "Ich habe übers AMS ausgeschrieben, innerhalb von drei Tagen eine Bewerbung gehabt, und die war’s", sagt Gulewicz, die ihre Karriere selbst als Hotel- und Gastgewerbeassistenz-Lehrling begonnen hat. Beim Bewerbungsgespräch wurde natürlich Maske getragen. "Die Maske stört mich nicht so", sagt Gulewicz, "die Augen sind ja noch sichtbar." Außerdem trage das Personal in der Seevilla immer noch Maske, auch wenn sie nicht mehr vorgeschrieben sei: "Wir halten uns streng, damit wir den Gästen ein sicheres Gefühl geben können."

Dabei gab es in der Region kaum Fälle. "Wir haben viel Platz, die Leute picken nicht aufeinander", sieht Gulewicz einen Grund dafür. Das dürften auch die Gäste schätzen. "Wir sind sehr glücklich und freuen uns über eine gute Buchungslage", sagt Gulewicz. Durch einen hohen Anteil an österreichischen Gästen hätten die Grenzschließungen ihr Hotel nicht so stark getroffen. "Wir haben im Ausseerland viele Gäste aus Österreich und waren auch während der Sperrzeit vorsichtig optimistisch, dass die Gäste wieder zurück ins Ausseerland kommen werden", sagt Gulewicz. Zu "normal" gehört in der Seevilla auch höchste Qualität in Küche, Service und Hotellerie. Um die aufrechtzuerhalten und den Gästen den gewünschten Komfort zu bieten, braucht es gut geschulte Leute. "Jetzt haben wir sechs Lehrlinge, bald werden es acht sein“, sagt Gulewicz, "wir versuchen immer, dass es in jedem Lehrberuf einen Lehrling gibt. Und wenn’s passt, nehme ich auch gerne zwei auf."

Sommer ist, wenn man sich auf den Winter vorbereitet

Auch bei den Murtal Seilbahnen will man in den Nachwuchs ausbilden, um das Freizeiterlebnis der Gäste für die Zukunft sicherzustellen. Das Unternehmen betreibt das Ski- und Erholungsgebiet Kreischberg in der Steiermark und als Tochterunternehmen die Lachtal Lifte und Seilbahnen. Kreischberg und Lachtal werden die "Lieblings-Steirer" genannt, eine Region, wo man im Sommer in allen Schwierigkeitsgraden wandern kann, auf dem 18-Loch-Platz golft und das breite Freizeitangebot von Dinopark und Geisterbahn über Kreischi-Safari und dem Wilden Lachtal bis zu Monsterrollern und Mountain Carts genießen kann.

Lehrlinge
© Murtal Seilbahnen GmbH

Während die Gäste Natur und Attraktionen genießen, unterstützen die Seilbahntechnik-Lehrlinge das erfahrene Seilbahn-Team dabei, die Liftanlagen winterflott zu machen. "Die Arbeiten im Sommer beziehen sich vor allem auf die Revisionen und zahlreichen Überprüfungen und Sicherheitschecks bei den verschiedensten Anlagen und Geräten, damit im Winter top gewartete Hightech-Anlagen zahlreiche Gäste bequem ins Schigebiet transportieren und so zu einem perfekten Schierlebnis beitragen", sagt Geschäftsführer Reinhard Kargl.

Das könnte Sie auch interessieren

JW Summit 2020 in Wiener Neustadt

JW Summit 2020: Das war der erste Tag

Begeisternde Talks vor leeren Rängen, dafür rekordverdächtige 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Computer. Die Halbzeitbilanz eines ganz besonderen JW Summits. mehr

Harald Mahrer und Karlheinz Kopf

WKÖ-Spitze zu WIFO/IHS-Prognose: Lockdown ist undenkbar und unter allen Umständen zu vermeiden

BIP-Rückgang erfordert gezielte Hilfen für Wirtschaft – grünes Licht für Fixkostenzuschuss ist dringend notwendiges Signal für Betriebe mehr