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Magnesium-Engpass: Warnung vor massiven Auswirkungen aufgrund von Engpässen aus China

Metallindustrie ist europaweit betroffen – EU-weite Produktionsausfälle zu befürchten

Getriebegehäuse Magnesium-Druckguss
© AdobeStock

In der Metallindustrie findet Magnesium als Legierungsmetall Anwendung, ist unverzichtbarer Bestandteil für Aluminium- und Stahlkomponenten und u.a. in der Automobilindustrie, bei Verpackungen und für Gebäude von grundlegender Bedeutung.

Die chinesische Produktion von Magnesium wurde im September 2021 nahezu eingestellt, weil es – aufgrund der Vorgaben der chinesischen Regierung - zu Energieengpässen gekommen ist. Roman Stiftner, Geschäftsführer des Fachverbandes Bergbau-Stahl und NE-Metallindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Die Auswirkung des Produktionsausfalls führt zu einer weltweiten Krise des verfügbaren Magnesiums in einem bisher nicht bekannten Ausmaß. China ist de facto Monopolist, denn 95 % des in der Europäischen Union zum Einsatz kommenden Magnesiums stammen aus China."

Der Wegfall der chinesischen Produktion hat bereits dazu geführt, dass Preise ein neues Rekordniveau erreicht haben und es zu Verwerfungen in der weltweiten Logistik gekommen ist. Ausgehend von einem Niveau von etwa US-Dollar 2.000 pro Tonne am Jahresbeginn 2021 kam es bereits zu einer unglaublichen Steigerung von bis zu US-Dollar 14.000 pro Tonne. Stiftner geht davon aus, dass die Vorräte an Magnesium mit Ende November aufgebraucht sein werden. 

Existenzielle Folgen für Unternehmen und Arbeitsplätze drohen

Aufgrund der zentralen Rolle von Magnesium im Wertschöpfungsprozess bedrohen diese Produktionsausfälle die Existenz von tausenden Unternehmen in Europa und der damit in Verbindung stehenden Jobs. 

Die Fachverbände Bergbau-Stahl sowie NE-Metallindustrie fordern im Gleichklang mit zwölf europäischen Interessenverbänden, dass umgehend Maßnahmen ergriffen werden mögen, um potenziell existentielle Folgen für österreichische und europäische Unternehmen sowie die damit verbundenen Millionen Arbeitsplätze abzuwenden. Dabei ist es unerlässlich, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten Gespräche mit den chinesischen Behörden aufnehmen, um kurz- und mittelfristige Lösungen zu vereinbaren. 

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